Zavedos® 5 mg

Wirkstoff
Darreichungsform
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Hinweise

Schwangerschaft: Hinweise beachten Stillzeit: kontraindiziert Reaktionsvermögen: beeinträchtigt

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Erwachsene: Zavedos ist zur Remissionsinduktion und Konsolidierung bei akuten myeloischen Leukämien (AML, ANLL) im Erwachsenenalter angezeigt.

Kinder und Jugendliche: Zavedos (Idarubicinhydrochlorid), in Kombination mit Cytarabin, ist zur first-line Remissionsinduktionsbehandlung von nicht vorbehandelten Kindern mit akuter myeloischer Leukämie (AML) angezeigt.

Dosierung

Erwachsene: Akute myeloische Leukämie (AML, ANLL): In Kombination (z. B. mit Cytarabin) erhalten Erwachsene während 3 Tagen täglich 12 mg Idarubicinhydrochlorid/m2 KOF oder während 5 Tagen täglich 8 mg Idarubicinhydrochlorid/m2 KOF. In der Monotherapie ist die empfohlene Dosierung ebenfalls 8 mg Idarubicinhydrochlorid/m2 KOF während 5 Tagen täglich. Eine kumulative Dosis von 120 mg/m2 KOF Idarubicinhydrochlorid sollte nicht überschritten werden. (Eine Vorbehandlung mit anderen Anthrazyklinen ist dabei mit jeweils einem Viertel der Daunorubicin- bzw. Doxorubicin-Dosierung mit einzuberechnen.) In Kombination mit Cytosinarabinosid an 3 aufeinander folgenden Tagen entspricht die empfohlene Dosierung von 12 mg/m2 KOF Idarubicinhydrochlorid einer intensiveren Therapie als die Dosierung von 45 mg/m2 KOF Daunorubicin.

Kinder und Jugendliche: Kombinationstherapie: Der für Kinder mit AML empfohlene Idarubicinhydrochlorid Dosisbereich, in Kombination mit Cytarabin, beträgt 10-12 mg/m2 KOF täglich als langsame i.v. Injektion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.

Art der Anwendung: Zavedos darf nur i.v. verabreicht werden und sollte in den Schlauch einer laufenden Infusion (Natriumchloridlösung) zugegeben werden.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Anthrazykline oder Anthrachinone oder einen der sonstigen Bestandteile. Schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz (Serumkreatinin >2,5 mg/dl bzw. Bilirubin >2 mg/dl), sofern die Funktionsstörungen nicht durch die akute Leukämie bedingt sind. Floride Infektionen. Fortgeschrittene Herzinsuffizienz (Kardiomyopathie, NYHA-Klasse IV). Akuter Herzinfarkt und abgelaufener Herzinfarkt, der zu Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen III und IV) geführt hat. Akute entzündliche Herzerkrankungen. Schwere Arrhythmien. Vorhergehende Behandlung mit maximalen kumulativen Dosen von Idarubicinhydrochlorid und/oder anderen Anthrazyklinen und Anthrachinonen. Persistierende Myelosuppression. Stomatitis. Hämorrhagische Diathese. Stillzeit. Da entsprechende Daten bislang nicht vorliegen, wird die Anwendung von Idarubicin bei Patienten nach Ganzkörperbestrahlung oder Knochenmarktransplantation nicht empfohlen.

Weitere Inhalte

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
1 Durchstechfl. N1 04477578
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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