Fraxiparine®

Wirkstoff
Darreichungsform
Injektionslösung
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Hinweise

Schwangerschaft: Hinweise beachten Stillzeit: Hinweise beachten Sonstige Bestandteile: Hinweise beachten

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

  • Perioperative Thromboseprophylaxe: Peri- und postoperative Primärprophylaxe tiefer Venenthrombosen bei Patienten mit niedrigem, mittlerem oder hohem thromboembolischen Risiko; Peri- und postoperative Primärprophylaxe tiefer Venenthrombosen bei Patienten mit größeren orthopädischen Operationen (z. B. elektiven Hüftoperationen).
  • Prophylaxe einer venösen thromboembolischen Erkrankung bei Patienten mit einer akuten Erkrankung (wie z. B. akute Herzinsuffizienz, Ateminsuffizienz, schwerer Infektionen sowie rheumatischer Erkrankungen) und eingeschränkter Mobilität mit erhöhtem Risiko für eine venöse Thromboembolie.
  • Therapie tiefer Venenthrombosen.
  • Thromboseprophylaxe und Gerinnungshemmung bei extrakorporalem Kreislauf während der Hämodialyse und Hämofiltration.

Dosierung

Peri- und postoperative Primärprophylaxe tiefer Venenthrombosen:

  • Patienten mit niedrigem, mittlerem oder hohem thromboembolischen Risiko: 0,3 ml (2.850 I.E. anti-Xa) 2 Stunden vor der Operation, danach 0,3 ml (2.850 I.E. anti-Xa) jeden Morgen bis zur vollständigen Mobilisierung des Patienten, mindestens aber 7 Tage.
  • Patienten mit größeren orthopädischen Operationen: Die Initialdosierungen sollten 12 Stunden vor und 12 Stunden nach der Operation injiziert werden. Diese Dosen und die folgenden täglichen Einmaldosen sollten in Übereinstimmung mit dem in der Fachinformation aufgeführten Schema an das Körpergewicht angepasst werden. Die Behandlung sollte solange fortgesetzt werden, wie das Thromboserisiko besteht, mindestens jedoch 10 Tage.

Prophylaxe einer venösen thromboembolischen Erkrankung bei Patienten mit einer akuten Erkrankung und eingeschränkter Mobilität mit erhöhtem Risiko für eine venöse Thromboembolie: Verabreichung 1-mal täglich. Die Dosis sollte dem Körpergewicht, wie in der Fachinformation angegeben, angepasst werden. Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, wie das Risiko einer Thromboembolie fortbesteht. Bei älteren Patienten ist eventuell eine Dosisreduzierung auf 0,3 ml (2.850 I.E. Anti-Xa) angebracht.

Therapie tiefer Venenthrombosen: Verabreichung 2-mal täglich (alle 12 Stunden), üblicherweise für die Dauer von 10 Tagen, in einer dem Körpergewicht des Patienten angepassten Dosierung (siehe Fachinformation). Mit der Gabe von oralen Antikoagulantien sollte am ersten Tag begonnen werden. Die Behandlungsdauer mit Fraxiparine beträgt mindestens 5 Tage und sollte so lange fortgesetzt werden, bis eine ausreichende orale Antikoagulation erreicht worden ist.

Gerinnungshemmung während der Hämodialyse und Hämofiltration: Die Dosis muss für jeden Patienten individuell eingestellt werden. Fraxiparine wird üblicherweise jeweils zu Dialysebeginn als Einmaldosis in den arteriellen Schenkel verabreicht. Empfohlene Anfangsdosen für Patienten ohne erhöhtes Blutungsrisiko siehe Fachinformation. Bei Dialysen, die länger als 4 Stunden dauern, kann während der Dialyse zusätzlich eine geringere Dosis verabreicht werden.

Art der Anwendung: s.c. Injektion. Die Einstichstelle sollte nicht massiert werden.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Nadroparin-Calcium, gegen Heparin oder Heparinderivate, einschließlich sonstiger niedermolekularer Heparine, oder einen der sonstigen Bestandteile;
  • Aktuelle oder aus der Anamnese bekannte Heparin-assoziierte Thrombozytopenien (Typ II) oder aus der Anamnese bekannte Nadroparin-assoziierte Thrombozytopenien;
  • Intraokulare Blutungen oder andere aktive Blutungsprozesse oder erhöhtes Risiko für Blutungen in Bezug auf Störungen der Hämostase (hämorrhagische Diathese, Mangel an Gerinnungsfaktoren, schwere Thrombozytopenie), außer bei Verbrauchskoagulopathie, die nicht durch Heparin induziert ist;
  • Organläsionen, die zu Blutungen neigen können, wie akute Magen-Darm-Geschwüre, zerebrale Blutungen und zerebrales Aneurysma;
  • Hämorrhagischer Schlaganfall;
  • Akut infektiöse Endokarditis;
  • Schwerer, unkontrollierbarer Bluthochdruck;
  • Schwere Beeinträchtigung der Leberfunktion;
  • Schwere Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min), ausgenommen bei Hämodialysebehandlung;
  • Verletzungen und operative Eingriffen am Zentralnervensystem sowie am Auge und Ohr;
  • Retinopathien, Glaskörperblutungen;
  • Abortus imminens;
  • Behandlung von tiefen Venenthrombosen: Regionalanästhesie (Spinal- oder Epiduralanästhesie), Lumbalpunktion.

Weitere Inhalte

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP KAEP
10 Fertigspr. 0,3 ml N1 06562816
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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10 Fertigspr. 0,3 ml KP 06562822
20 Fertigspr. 0,3 ml N2 06562839
50 Fertigspr. 0,3 ml N3 06562845
10 Fertigspr. 0,4 ml N1 07301555
10 Fertigspr. 0,4 ml KP 07301561
20 Fertigspr. 0,4 ml N2 07301578
10 Fertigspr. 0,6 ml N1 06562868
10 Fertigspr. 0,6 ml KP 06562874
20 Fertigspr. 0,6 ml N2 06562880
50 Fertigspr. 0,6 ml N3 06562897
10 Fertigspr. 0,8 ml N1 07301584
10 Fertigspr. 0,8 ml KP 07301590
20 Fertigspr. 0,8 ml N2 07301609
50 Fertigspr. 0,8 ml N3 07301615
10 Fertigspr. 1,0 ml N1 07301673