Depigoid seltene Allergene Baum-, Gräser-, Kräuterpollen, Milben

Wirkstoff
Darreichungsform
In­jek­ti­ons­sus­pen­si­on
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Pflanzlich

Hinweise

Schwangerschaft: Hinweise beachten Stillzeit: Hinweise beachten Reaktionsvermögen: Hinweise beachten Lagerung: gekühlt Sonstige Bestandteile: Hinweise beachten

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Behandlung allergischer Erkrankungen vom Sofort-Typ I (IgE-vermittelt), z. B. allergische Rhinitis und/oder allergische Konjunktivitis, mit oder ohne allergisches Asthma, die durch allergene Substanzen, die in den Allergenextrakten enthalten sind, ausgelöst werden, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 5 Jahren.

Dosierung

Anfangsbehandlung:

  • Konventionelles Dosierschema (3-Wochen Aufdosierung): 1. Injektion mit einer Dosis von 0,2 ml aus Flasche Nr. 1. 2. Injektion mit einer Dosis von 0,5 ml aus Flasche Nr. 1 eine Woche nach der 1. Injektion. In wöchentlichen Intervallen werden danach die Injektionen mit einer Dosis von 0,2 ml und anschließend 0,5 ml aus Flasche Nr. 2 verabreicht. Nach Erreichen der Höchstdosis von 0,5 ml aus Flasche Nr. 2 ist die Anfangsbehandlung abgeschlossen.
  • Quick-Aufdosierschema (30-Minuten Aufdosierung) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren: Anwendung nur bei Patienten mit einem prädiktiven FEV1- oder PEF-Wert von > 80 % vor der Injektion. Einleitung mit einer Dosis von 0,2 ml aus Flasche Nr. 2. Die 2. Injektion mit einer Dosis von 0,3 ml aus Flasche Nr. 2 erfolgt 30 Minuten nach der 1. Injektion in den anderen Arm, vorausgesetzt, die erste Dosis führte zu keinen systemischen Nebenwirkungen. Der Patient verbleibt für weitere 30 Minuten unter ärztlicher Aufsicht. Nach der Anwendung einer Gesamtdosis von 0,5 ml aus Flasche Nr. 2 ist die Erhaltungsdosis erreicht und die Anfangsbehandlung innerhalb eines Tages abgeschlossen.

Fortsetzungsbehandlung:

Sobald die maximal empfohlene Dosis (0,5 ml aus Flasche Nr. 2) erreicht ist, kann die Fortsetzung der Behandlung ganzjährig oder als präsaisonale Kurzzeitimmuntherapie, abhängig von vorhandenen Allergenen im Umfeld und den Empfehlungen des verschreibenden Arztes, durchgeführt werden.

  • Ganzjährige Therapie: Die erste Dosis der Fortsetzungsbehandlung wird 4 Wochen nach Beendigung der Anfangsbehandlung verabreicht, die folgenden Dosen im 4-Wochen Intervall. Eine Dosisreduktion bei Übergang auf eine neue Flasche Nr. 2 ist nicht erforderlich. Diese Dosierschemata sind als Leitlinie für die Behandlung mit Depigoid anzusehen. Diese Empfehlungen stammen von Daten, die in klinischen Studien und der klinischen Praxis gesammelt wurden. Der behandelnde Arzt kann, abweichend davon, auch andere Dosierungen empfehlen. Maßgebend ist immer das klinische Ansprechen des Patienten und die individuelle Verträglichkeit.
  • Präsaisonale Kurzzeitimmuntherapie: Soll die Fortsetzungsbehandlung präsaisonal abgeschlossen werden, können die Injektionen mit der Höchstdosis (in der Regel 0,5 ml aus Flasche Nr. 2) bis zum Einsetzen des Pollenfluges in wöchentlichen Intervallen verabreicht werden. Eine Kurzzeitimmuntherapie kann bei gegebener Indikation in eine ganzjährige Therapie überführt werden.

Dauer der Behandlung: Zum Erreichen eines vollständigen und langfristigen klinischen Nutzens wird empfohlen, die Allergen-Immuntherapie mindestens 3 Jahre lang kontinuierlich durchzuführen. Die Behandlung sollte, falls keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auftreten, nicht vorzeitig abgebrochen werden.

Art der Anwendung: Langsame s.c. Injektion in die Streckseite (posterolateral) des mittleren Oberarms, ungefähr 4 cm proximal des Olecranons bis zur Oberarmmitte (unterhalb des Deltamuskels), wobei eine intravasale Injektion zu vermeiden ist. Wechsel der Körperseite bei jeder Injektion.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Eine Allergen-Immuntherapie sollte in den folgenden Fällen nicht durchgeführt werden:

  • Schweres oder unkontrolliertes Asthma mit dauerhaft verringerten Lungenfunktionen (FEV1) unter 70 % des Vorhersagewertes trotz optimaler pharmakologischer Behandlung und/oder steroidpflichtiges Asthma;
  • Aktive, systemische Autoimmunerkrankung;
  • Aktive maligne Tumorerkrankung;
  • Bei bestehender Schwangerschaft darf nicht mit einer Allergen-Immuntherapie begonnen werden. Im Falle einer Schwangerschaft während einer Allergen-Immuntherapie muss der zuständige Arzt konsultiert werden, bevor die Behandlung fortgesetzt werden kann;
  • Überempfindlichkeit gegen einen der sonstigen Bestandteile.

Eine Allergen-Immuntherapie sollte in den folgenden Fällen mit Vorsicht und nur unter Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses durchgeführt werden:

  • Akute oder chronische Infektionen oder schwerwiegende entzündliche Erkrankungen, z. B. aktive Tuberkulose;
  • Chronische Sekundärveränderungen am Reaktionsorgen (z. B. Emphysem, Bronchiektasien);
  • Klinisch relevante Erkrankungen (z. B. des Herz-Kreislauf-Systems, der Niere, der Leber, der Schilddrüse, des Nervensystems, hämatologische oder rheumatische Erkrankungen);
  • Systemische Autoimmunerkrankungen in Remission oder organspezifische Autoimmunerkrankungen (z.B. Autoimmunthyreoiditis Hashimoto, multiple Sklerose, Myasthenia gravis, Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn unter Berücksichtigung von Krankheitsaktivität und Verlauf), Patienten unter immunsuppressiver oder immunmodulierender Behandlung;
  • Behandlung mit Medikamenten, die das Ansprechen auf Adrenalin verringern können (z. B. ACE-Hemmer oder Beta-Blocker, auch bei topischer Anwendung wie Beta-Blocker enthaltende Augentropfen) oder Erkrankungen, bei denen die Anwendung von Adrenalin kontraindiziert ist (z. B. Hyperthyreose) oder Behandlung mit Medikamenten, die mit der Metabolisierung von Adrenalin interferieren (z. B. trizyklische Antidepressiva und Monoaminoxidase-Hemmer);
  • Schwerwiegende emotionale oder psychiatrische Störungen, welche die Kommunikation mit dem Arzt und die Patienten-Compliance beeinträchtigen können;
  • In der Vergangenheit aufgetretene schwerwiegende systemische Reaktionen auf eine Allergen-Immuntherapie.

Weitere Inhalte

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
2 Durchstechfl. Acarus siro AB 19115102
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2,5 ml Acarus siro FB1 19115119
2×2,5 ml Acarus siro FB2 19115125
2 Durchstechfl. Beifuß AB 19114976
2,5 ml Beifuß FB1 19114982
2×2,5 ml Beifuß FB2 19114999
2 Durchstechfl. Individualmischungen AB N2 07258322
2,5 ml Individualmischungen FB1 N2 07258368
2×2,5 ml Individualmischungen FB2 N2 07258629
2 Durchstechfl. Kräuter-Mix AB 19115295
2,5 ml Kräuter-Mix FB1 19115303
2×2,5 ml Kräuter-Mix FB2 19115326
2 Durchstechfl. Lepidoglyphus destructor AB 19115071
2,5 ml Lepidoglyphus destructor FB1 19115088
2×2,5 ml Lepidoglyphus destructor FB2 19115094
2 Durchstechfl. Olivenbaum AB 19115007
2,5 ml Olivenbaum FB1 19115013
2×2,5 ml Olivenbaum FB2 19115036
2 Durchstechfl. Spitzwegerich AB 19115042
2,5 ml Spitzwegerich FB1 19115059
2×2,5 ml Spitzwegerich FB2 19115065
2 Durchstechfl. Tryophagus putrescentiae AB 19115183
2,5 ml Tryophagus putrescentiae FB1 19115208
2×2,5 ml Tryophagus putrescentiae FB2 19115220
2 Durchstechfl. Vorratsmilben-Mix AB 19115237
2,5 ml Vorratsmilben-Mix FB1 19115243
2×2,5 ml Vorratsmilben-Mix FB2 19115266