BOCOUTURE® 50/-100 Einheiten Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Basisinformationen
ATC
Abgabebestimmungen
Produkttyp
Produkteigenschaft
Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Albumin vom Menschen, Sucrose
Anwendungsgebiete
Vorübergehende Verbesserung des Aussehens von Falten der oberen Gesichtshälfte bei Erwachsenen im Alter < 65 Jahren,wenn das Ausmaß dieser Falten eine erhebliche psychologische Belastung für den Patienten darstellt: mittelstarke bis starke vertikale Falten zwischen den Augenbrauen, sichtbar bei maximalem Stirnrunzeln (Glabellafalten) und/oder; mittelstarke bis starke seitliche Kanthalfalten, sichtbar bei maximalem Lächeln (Krähenfüße) und/oder; mittelstarke bis starke horizontale Stirnfalten, sichtbar bei maximaler Kontraktion.
Dosierung
Empfohlene Dosierungseinheiten sind nicht auf andere Botulinumtoxin Typ A-Präparate übertragbar. Darf nur von Ärzten mit geeigneter Qualifikation und der erforderlichen Fachkenntnis angewendet werden. BOCOUTURE wird vor dem Gebrauch mit Konservierungsmittel freier 0,9%iger NaCl-Lsg. rekonstituiert. Rekonstituiertes BOCOUTURE ist zur i.m. Injektion bestimmt und soll umgehend verwendet werden. Nur für eine Behandlung pro Patient einsetzen. Glabellafalten: Empfohlene Standarddosis beträgt 20 Einheiten, d. h. je 4 E. in jede der 5 Injektionsstellen. Dosis kann durch den Arzt, bei einem Intervall von mind. 3 Monaten zwischen den Behandlungen auf bis zu 30 E. erhöht werden. Seitliche Kanthalfalten: Empfohlene Standarddosis beträgt 12 Einheiten pro Seite und Behandlung (Gesamtdosis: 24 E.), d. h. 4 E. beidseitig in jeweils 3 Injektionsstellen. Horizontale Stirnfalten: Empfohlene Gesamtdosis beträgt 10-20 Einheiten bei einem Intervall von mind. 3 Monaten zwischen den Behandlungen: 2, 3 oder 4 E./Injektionspunkt in 5 horizontale Injektionspunkte mind. 2 cm über dem Augenhöhlenrand in den Frontalismuskel injizieren.
Gegenanzeigen
Anwendungsbeschränkungen
Anwendung mit Vorsicht: beim Vorhandensein von Gerinnungsstörungen aller Arten; bei Patienten, die mit Antikoagulantien oder anderen Wirkstoffen mit antikoagulierender Wirkung behandelt werden. Anwendung nicht empfohlen bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Aspiration oder Dysphagie. Anwendung nur mit Vorsicht: bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose; bei Patienten mit anderen Erkrankungen, die zu peripheren neuromuskulären Dysfunktionen führen; bei ausgeprägter Schwäche oder Atrophie des zu injizierenden Muskels.
Warnhinweis
Nicht in ein Blutgefäß injizieren. Bei Auftreten von Schluck-, Sprech- oder Atemstörungen sofort ärztlichen Notdienst verständigen. Wenn schwerwiegende (z. B. anaphylaktische Reaktionen) und/oder Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp auftreten, ist eine geeignete medizinische Therapie einzuleiten. Antikörperbildung: Zu häufige Injektionen mit Botulinumtoxin können das Risiko einer Antikörperbildung erhöhen, so dass es zu einem Therapieversagen kommen kann. Verringerung des Antikörperbildungspotentials indem die niedrigste wirksame Dosis im angegebenen Minimuminjektionsintervall verabreicht wird.
Hinweis
Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Theoretisch kann die Wirkung von Botulinum Neurotoxin durch Aminoglykosidantibiotika oder andere Arzneimittel, die auf die neuromuskuläre Reizleitung wirken, z. B.Muskelrelaxantien des Tubocurarin-Typs, verstärkt werden. Besondere Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung mit Aminoglykosiden oder Spectinomycin und peripheren Muskelrelaxantien. 4-Aminochinoline können die Wirkung abschwächen.
Schwangerschaft
| Gr 6 | Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen. |
Stillzeit
| La 1 | Es ist nicht bekannt, ob die Substanz in die Milch übergeht. |
Nebenwirkungen
Gewöhnlich innerhalb der 1. Woche und vorübergehend.
Indikationsunabhängige Nebenwirkungen:
Anwendungsabhängig: Lokale Schmerzen, Entzündung, Parästhesie, Hypoästhesie, Druckempfindlichkeit, Schwellung/Ödem, Erythem, Juckreiz, lokale Infektion, Bluterguss, Blutung und/oder blaue Flecken, vasovagalen Reaktionen wie z. B. vorübergehende symptomatische Hypotension, Übelkeit, Ohrensausen und Synkopen durch Schmerz und/oder Angst.
Nebenwirkungen der Substanzklasse: lokale Muskelschwäche, Blepharoptosis, evtl. bedingt durch die Injektionstechnik, hängt mit der pharmakologischen Wirkung zusammen.
Toxinausbreitung: Bei der Behandlung anderer Indikationen wurden sehr selten übermäßige Muskelschwäche, Dysphagie, Aspirationspneumonie, in Einzelfällen tödlich, berichtet. Diese sind auch bei BOCOUTURE nicht vollständig auszuschließen.
Überempfindlichkeitsreaktionen: Selten: schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen und/oder Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp, Anaphylaxie, Serumkrankheit, Urtikaria, Weichteilödem, Dyspnoe, z.T. nur nach Anwendung herkömmlicher Botulinumtoxin Typ A-Komplex-Präparate oder in Kombination mit anderen für die Auslösung solcher Reaktionen bekannten Wirkstoffen.
Nebenwirkungen aus klinischer Erfahrung:
Glabellafalten: Häufig: Kopfschmerzen; Mephisto-Zeichen (laterale Hebung der Augenbrauen). Gelegentlich: Bronchitis, Nasopharyngitis, grippeähnliche Symptome; Schlafstörungen; Lidödem; Ptosis des Augenlids, verschwommenes Sehen; Pruritus, Knotengefühl in der Haut, Ptosis der Augenbraue; Muskelzuckungen, Muskelkrämpfe, Gesichtsasymmetrie (Brauenasymmetrie); Hämatom an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle, lokale Druckempfindlichkeit, Müdigkeit, Beschwerden (schwere Augenlider/Augenbrauen).
Seitliche Kanthalfalten: Häufig: Lidödem, trockenes Auge; Bluterguss an der Injektionsstelle.
Falten der oberen Gesichtshälfte: Häufig: Kopfschmerzen; Bluterguss an der Injektionsstelle. Gelegentlich: Hypoästhesie; Beschwerden (Schweregefühl im Stirnbereich); Schwellung des Augenlids, Augenlidptosis, trockenes Auge; Ptosis der Augenbraue; Gesichtsasymmetrie, Mephisto-Zeichen (laterale Hebung der Augenbrauen); Übelkeit.
Erfahrungen nach Markteinführung mit unbekannter Häufigkeit: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schwellungen, Ödeme (auch entfernt von der Injektionsstelle), Erytheme, Pruritus, Hautausschlag (lokal oder generalisiert) und Atemnot; Muskelatrophie; grippeähnliche Erkrankung.
Intoxikation
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 Durchstechfl. 50 E. | 05392430 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
Bitte loggen Sie sich mit Ihrem DocCheck Zugang ein. |
||
| 2 Durchstechfl. (Bündelpckg.) 50 E. | 05392447 | |||
| 6 Durchstechfl. (Bündelpckg.) 50 E. | 05392476 | |||
| 1 Durchstechfl. 100 E. | 12543409 | |||
| 6 Durchstechfl. 100 E. | 12543438 | |||