Mercaptopurin-Medice 10 mg Tabletten
Basisinformationen
ATC
Abgabebestimmungen
Produkttyp
Produkteigenschaft
Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Lactose-Monhydrat, vorverkleisterte Stärke (Mais), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
Anwendungsgebiete
Zur Induktionstherapie und Erhaltungstherapie bei akuter lymphatischer Leukämie (ALL).
Dosierung
Die Behandlung mit Mercaptopurin-Monohydrat setzt Erfahrung in der Behandl. von Pat. mit ALL und APL (AML M3) voraus. Die Dosis ist anhand einer engmaschigen Überwachung der Hämatotoxizität zu bestimmen und sollte entsprechend dem verwendeten Behandlungsprotokoll sorgfältig auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden. Je nach der Behandlungsphase sollten Anfangs- oder Zieldosen bei Patienten mit eingeschränkter oder fehlender Aktivität des Enzyms Thiopurin-S-Methyltransferase (TPMT) niedriger sein. Erwachsene und Kinder: 2,5 mg/kg KG oder 50-75 mg/m2 KOF pro Tag. Tabletten dürfen nicht geteilt werden und sollten mit reichlich Flüssigkeit, mit einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen eingenommen werden. Die Dosis sollte nicht zusammen mit Milch oder Milchprodukten eingenommen werden. Vorsicht bei Umstellung von Tabletten auf Suspension zum Einnehmen und umgekehrt, da in Bezug auf die maximale Plasmakonzentration nicht bioäquivalent.
Gegenanzeigen
Anwendungsbeschränkungen
| Z 30 Lactose | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Orale Anwendung: Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Warnhinweis
Hinweis
Wechselwirkungen
Gleichzeitige Anwendung von Gelbfieberimpfstoff ist kontraindiziert; Impfungen mit Lebendimpfstoff bei immunsupprimierten Patienten nicht empfohlen. Ggf. Dosisanpassungen bei Antiepileptika. Milch oder Milchprodukten: verminderte Plasmakonzentrationen von Mercaptopurin-Monohydrat möglich. Bei gleichzeitiger Verabreichung mit hochdosiertem Methotrexat muss die Mercaptopurin-Monohydrat-Dosis möglicherweise angepasst werden. Allopurinol, Oxipurinol, Thiopurinol: Hemmen Xanthinoxidase-Aktivität, was zu einer verringerten Umwandlung von biologisch aktiver 6-Thioinosinsäure zu biologisch inaktiver 6-Thioharnsäure führt. Die Serumkonzentration von Mercaptopurin-Monohydrat bzw. Azathioprin kann toxische Werte erreichen und zu einer lebensbedrohlichen Panzytopenie und Myelosuppression führen, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig mit Allopurinol angewendet werden (gleichzeitige Anwendung vermeiden). Ist eine Komedikation mit Allopurinol/Oxipurinol/Thiopurinol aus klinischer Sicht notwendig, muss die Mercaptopurin-Monohydrat- bzw. Azathioprin-Dosis auf ein Viertel (25 %) der üblichen Dosis gesenkt werden und eine häufige hämatologische Überwachung sichergestellt sein. Patienten anweisen, alle Anzeichen oder Symptome von Knochenmarksuppression (unerklärliche Blutergüsse oder Blutungen, Halsschmerzen, Fieber) zu melden. Andere Xanthinoxidase-Inhibitoren wie Febuxostat: Können den Metabolismus von Mercaptopurin-Monohydrat vermindern. Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen, da Daten nicht ausreichend, um eine angemessene Dosisreduzierung zu bestimmen. Warfarin: Verringerung der gerinnungshemmenden Warfarin-Wirkung. Aminosalicylsäurederivate, wie z. B. Olsalazin, Mesalazin oder Sulfasalazin: Hemmung der Thiopurinmethyltransferase (TPMT) möglich. Infliximab: vorübergehender Anstieg von 6-TGN und Abnahme der mittleren Leukozytenzahl in den ersten Wochen. Ribavirin: schwere Myelosuppression möglich. Die gleichzeitige Anwendung von Ribavirin und Mercaptopurin-Monohydrat wird nicht empfohlen, Myelosuppressiva: Dosisreduktion basierend auf der hämatologischen Überwachung kann erforderlich sein. Weitere Informationen siehe Fachinformation.
Schwangerschaft
Die Behandlung während der Schwangerschaft sollte möglichst unterbleiben. Die Entscheidung über einen eventuellen Schwangerschaftsabbruch oder eine Therapieunterbrechung sollte in jedem Einzelfall nach sorgfältiger Abwägung des Nutzens für die behandelte Mutter und des Risikos für das ungeborene Kind getroffen werden. Es wird empfohlen, Neugeborene von Frauen, die während der Schwangerschaft Mercaptopurin-Monohydrat ausgesetzt waren, auf hämatologische Veränderungen und Störungen des Immunsystems zu überwachen. Frauen und Männer sollten während und bis 6 Monate nach der Behandlung effektive Kontrazeptiva verwenden und keine Kinder zeugen. Bei Kinderwunsch nach der Zytostatikatherapie wird eine genetische Beratung empfohlen. In Verbindung mit einer Azathioprin-Therapie wurde gelegentlich über eine Schwangerschaftscholestase berichtet. Weitere Informationen siehe Fachinformation.
Stillzeit
Mercaptopurin-Monohydrat wurde in der Muttermilch von Frauen nachgewiesen, die Azathioprin, ein Prodrug des Mercaptopurin-Monohydrats, erhalten hatten. Deshalb darf während der Behandlung mit Mercaptopurin-Monohydrat nicht gestillt werden.
Nebenwirkungen
Intoxikation
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
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| 100 Tbl. | N3 | 01234289 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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