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Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Cellulosepulver, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzl.], 20 mg/50 mg zusätzl.: Chinolingelb (E 104)
Anwendungsgebiete
Erkrankungen, die einer systemischen Therapie mit Glucocorticoiden bedürfen. Hierzu gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad Dosierungsschemata DS: a) bis d) (siehe Dosierung). Prednison acis wird angewendet bei Erwachsenen, Kindern aller Altersgruppen und Jugendlichen.
- Nebennierenrinden-Insuffizienz jeglicher Genese (z.B. M. Addison, adrenogenitales Syndrom, Adrenalektomie, ACTH-Mangel) jenseits des Wachstumsalters (Mittel der ersten Wahl sind Hydrocortison und Cortison)
- Stresszustände nach langfristiger Corticoidtherapie
- aktive Phasen von Systemvaskulitiden: Panarteriitis nodosa (DS: a, b, bei positiver Hepatitis-B-Serologie Behandlungsdauer auf zwei Wochen begrenzt); Riesenzellarteriitis, Polymyalgia rheumatica (DS: c); Arteriitis temporalis (DS: a, bei akutem Visusverlust initial hochdosierte intravenöse Stoßtherapie mit Glucocorticoiden und Dauertherapie unter Kontrolle der BSG); Wegener‘sche-Granulomatose: Induktionstherapie (DS: a-b) in Kombination mit Methotrexat (leichtere Verlaufsformen ohne Nierenbeteiligung) oder nach dem Fauci-Schema (schwere Verlaufsformen mit Nieren und/oder Lungenbeteiligung), Remissionserhaltung: (DS: d, ausschleichend) in Kombination mit Immunsuppressiva; Churg-Strauss-Syndrom: Initialtherapie (DS: a-b), bei Organmanifestationen und schweren Verläufen in Kombination mit Immunsuppressiva, Remissionserhaltung (DS: d)
- aktive Phasen von rheumatischen Systemerkrankungen (DS: a, b): systemischer Lupus erythematodes; Polymyositis/Polychondritis chronica atrophicans; Mischkollagenosen
- aktive rheumatoide Arthritis (DS: a bis d) mit schweren progredienten Verlaufsformen, z. B. destruierend verlaufende Formen (DS: a) und/oder extraartikulären Manifestationen (DS: b)
- andere entzündlich-rheumatische Arthritiden, sofern die Schwere des Krankheitsbildes es erfordert und nicht-steroidale Antirheumatika (NSARs) nicht angewandt werden können: Spondarthritiden (Spondylitis ankylosans mit Beteiligung peripherer Gelenke (DS: b, c), Arthritis psoriatica (DS: c, d), enteropathische Arthropathie mit hoher Entzündungsaktivität (DS: a); Reaktive Arthritiden (DS: c); Arthritis bei Sarkoidose (DS: b initial)
- Karditis bei rheumatischem Fieber, bei schweren Fällen über 2 – 3 Monate (DS: a)
- Juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still-Syndrom) oder mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis (DS: a)
- Asthma bronchiale (DS: c bis a), gleichzeitig empfiehlt sich die Verabreichung von Bronchodilatatoren
- akute Exazerbation einer COPD (DS: b), empfohlene Therapiedauer bis zu 10 Tage
- interstitielle Lungenerkrankungen wie akute Alveolitis (DS: b), Lungenfibrose (DS: b), Bronchiolitis obliterans organisierende Pneumonie (BOOP) (DS: b ausschleichend), ggf. in Kombination mit Immunsuppressiva, chronische eosinophile Pneumonie (DS: b ausschleichend), zur Langzeittherapie chronischer Formen der Sarkoidose in den Stadien II und III (bei Atemnot, Husten und Verschlechterung der Lungenfunktionswerte) (DS: b)
- Prophylaxe des Atemnotsyndroms bei Frühgeborenen (DS: b, zweimalig)
- schwere Verlaufsformen von Pollinosis und Rhinitis allergica, nach Versagen intranasal verabreichter Glucocorticoide (DS: c)
- akute Kehlkopf- und Luftröhrenstenosen: Quincke-Ödem, obstruktive Laryngitis subglottica (Pseudo-Krupp) (DS: b bis a)
Erkrankungen der Haut und Schleimhäute, die aufgrund ihres Schweregrades und/oder Ausdehnung bzw. Systembeteiligung nicht oder nicht ausreichend mit topischen Glucocorticoiden behandelt werden können. Dazu gehören:
- allergische, pseudoallergische und infektallergische Erkrankungen: z. B. akute Urtikaria, anaphylaktoide Reaktionen, Arzneimittelexantheme, Erythema exsudativum multiforme, toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), Pustulosis acuta generalisata, Erythema nodosum, akute febrile neutrophile Dermatose (Sweet-Syndrom), allergisches Kontaktekzem (DS: b bis a)
- Ekzemerkrankungen: z. B. atopisches Ekzem, Kontaktekzeme, mikrobielles (nummuläres) Ekzem (DS: b bis a)
- granulomatöse Erkrankungen: z. B. Sarkoidose, Cheilitis granulomatosa (monosymptomatisches Melkersson-Rosenthal- Syndrom) (DS: b bis a)
- bullöse Dermatosen: z.B. Pemphigus vulgaris, bullöses Pemphigoid, benignes Schleimhautpemphigoid, IgA-lineare Dermatose (DS: b bis a)
- Vaskulitiden: z. B. Vasculitis allergica, Polyarteriitis nodosa (DS: b bis a)
- Autoimmunerkrankungen: z. B. Dermatomyositis, systemische Sklerodermie (indurative Phase), chronisch discoider und subakut cutaner Lupus erythematodes (DS: b bis a)
- Schwangerschaftsdermatosen: z.B. Herpes gestationis, Impetigo herpetiformis (DS: d bis a)
- Erythemato-squamöse Dermatosen: z.B. Psoriasis pustulosa, Pityriasis rubra pilaris, Parapsoriasis-Gruppe (DS: c bis a)
- Erythrodermien, auch bei Sézary-Syndrom (DS: c bis a)
- andere Erkrankungen: z. B. Jarisch-Herxheimer-Reaktion bei Penicillinbehandlung der Lues, schnell und verdrängend wachsendes kavernöses Hämangiom, Morbus Behçet, Pyoderma gangraenosum, Eosinophile Fasciitis, Lichen ruber exanthematicus, Epidermolysis bullosa hereditaria (DS: c bis a)
- Autoimmunhämolytische Anämie (DS: c bis a), Idiopathische thrombozytopenische Purpura (Morbus Werlhof) (DS: a), akute intermittierende Thrombozytopenie (DS: a)
- akute lymphoblastische Leukämie, Morbus Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphome, chronische lymphatische Leukämie, Morbus Waldenström, multiples Myelom (DS: e)
- Hyperkalzämie bei malignen Grunderkrankungen (DS: c bis a)
- Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen (DS: b bis a), Anwendung im Rahmen antiemetischer Schemata
- Palliativtherapie maligner Erkrankungen
- Hinweis: Prednison kann zur Symptomlinderung, z. B. bei Inappetenz, Anorexie und allgemeiner Schwäche bei fortgeschrittenen malignen Erkrankungen nach Ausschöpfung spezifischer Therapiemöglichkeiten angewendet werden. Einzelheiten sind der aktuellen Fachliteratur zu entnehmen.
- Myasthenia gravis (Mittel der 1. Wahl ist Azathioprin)
- chronisches Guillain-Barré-Syndrom
- Tolosa-Hunt-Syndrom
- Polyneuropathie bei monoklonaler Gammopathie
- Multiple Sklerose (zum oralen Ausschleichen nach hochdosierter parenteraler Glucocorticoidgabe im Rahmen eines akuten Schubes)
- BNS-Krämpfe
Toxische Zustände im Rahmen schwerer Infektionskrankheiten (in Verbindung mit Antibiotika/Chemotherapie), z. B. tuberkulöse Meningitis (DS: b), schwere Verlaufsform einer Lungentuberkulose (DS: b).
- bei Systemerkrankungen mit Augenbeteiligung und bei immunologischen Prozessen in der Orbita und im Auge: Optikusneuropathie (z.B. Riesenzellarteriitis, anteriore ischämische Optikusneuropathie (AION), traumatische Optikusneuropathie), Morbus Behçet, Sarkoidose, endokrine Orbitopathie, Pseudotumor der Orbita, Transplantatabstoßung und bei bestimmten Uveitiden wie Harada-Erkrankung und sympathischer Ophthalmie
- bei folgenden Erkrankungen ist die systemische Gabe nur nach erfolgloser lokaler Behandlung indiziert: Skleritis, Episkleritis, Keratitiden, chronische Zyklitis, Uveitis, allergische Konjunktivitis, Alkaliverätzungen, in Verbindung mit antimikrobieller Therapie bei autoimmunologischer oder Syphilis-assoziierter interstitieller Keratitis, bei stromaler Herpes simplex-Keratitis nur bei intaktem Hornhautepithel und regelmäßiger augenärztlicher Kontrolle
- Colitis ulcerosa (DS: b bis c)
- Morbus Crohn (DS: b)
- Autoimmunhepatitis (DS: b)
- Ösophagusverätzung (DS: a)
- Minimal Change Glomerulonephritis (DS: a)
- Extrakapillär-proliferative Glomerulonephritis (rapid progressive Glomerulonephritis) (DS: hochdosierte Stoßtherapie, in der Regel in Kombination mit Zytostatika), bei Goodpasture-Syndrom Abbau und Beendigung der Behandlung, bei allen anderen Formen langfristige Fortführung der Therapie (DS: d)
- idiopathische retroperitoneale Fibrose (DS: b)
Dosierung
| Indikation | Substitutionstherapie jenseits des Wachstumsalters | Pharmakotherapie | |
| Stärke | a) Hohe Dosierung | b) Mittlere Dosierung | |
| Alter/Altersklasse | Erwachsene | ||
| Dosis | 5-7,5 mg/Tag | 80-100 (250) mg/Tag | 40-80 mg/Tag |
| Anwendungshäufigkeit | TD verteilt auf 2 ED (morgens und mittags, bei adrenogenitalem Syndrom morgens und abends) einnehmen. | TD frühmorgens zwischen 6.00 - 8.00 Uhr einnehmen (zirkadiane Therapie). Hohe TD können in Abhängigkeit von der Erkrankung auch auf 2-4 ED aufgeteilt werden. | TD frühmorgens zwischen 6.00 - 8.00 Uhr einnehmen (zirkadiane Therapie). Mittlere TD können in Abhängigkeit von der Erkrankung auch auf 2-3 ED aufgeteilt werden. |
| Indikation | Pharmakotherapie | ||
| Stärke | c) Niedrige Dosierung | d) Sehr niedrige Dosierung | e) Kombinationschemotherapie |
| Alter/Altersklasse | Erwachsene | ||
| Dosis | 10-40 mg/Tag | 1,5-7,5 (10) mg/Tag | gemäß aktuell gültigen Protokollen |
| Anwendungshäufigkeit | TD frühmorgens zwischen 6.00 - 8.00 Uhr einnehmen (zirkadiane Therapie). | ||
Pharmakotherapie: Kinder: hohe Dosierung: 2-3 mg/kg KG/Tag, mittlere Dosierung: 1-2 mg/kg KG/Tag, Erhaltungsdosis: 0,25 mg/kg KG/Tag. Bei Kindern (im Wachstumsalter) sollte die Therapie möglichst alternierend oder intermittierend erfolgen. In besonderen Fällen (z. B. BNS-Krämpfe) kann von dieser Empfehlung abgewichen werden. Art der Anwendung: Tabletten werden zu oder nach dem Essen, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen.
Gegenanzeigen
Weitere Inhalte
Weitere Informationen zu Warnhinweisen, Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen, Beseitigung und Handhabung siehe Fachinformation.
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
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| 20 Tbl. 5 mg | N1 | 01998472 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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| 50 Tbl. 5 mg | N2 | 01998489 | ||
| 100 Tbl. 5 mg | N3 | 01998495 | ||
| 10 Tbl. 20 mg | 02231620 | |||
| 20 Tbl. 20 mg | N1 | 02173437 | ||
| 50 Tbl. 20 mg | N2 | 02173443 | ||
| 100 Tbl. 20 mg | N3 | 02173466 | ||
| 10 Tbl. 50 mg | N1 | 02173472 | ||
| 50 Tbl. 50 mg | N2 | 02173489 | ||