INFECTOOPTICEF® Saft 100 mg/5 ml 100 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Wirkstoff
Darreichungsform
Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Kinder ab 6 Monaten, Jugendliche und Erwachsene zur oralen Behandlung folgender akuter und chronischer bakterieller Infektionen unterschiedlicher Schweregrade, die durch Cefixim-empfindliche Erreger verursacht werden: Infektion der unteren Atemwege, des HNO-Bereichs, unkomplizierte akute und rezidivierende Harnwegsinfektionen (einschl. unkomplizierte Infektionen der Urethra durch Neisseria gonorrhoeae bei Erwachsenen und Kindern ≥ 45 kg Körpergewicht).

Dosierung

Tagesdosis: 6,0-9,0 kg (für Säuglinge ab 6 Monaten): 3,75 ml; 9,1-12,5 kg: 5 ml; 12,6-18,5 kg: 7,5 ml; 18,6-25 kg: 10 ml; 25,1-31 kg: 12,5 ml; 31,1-37,5 kg: 15 ml; > 37,5 kg und > 12 Jahren: 20 ml. Einnahme in 1 oder 2 Einzeldosen. Signifikant eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance von < 20 ml/min/1,73 m2): Erwachsene und Jugendliche: 10 ml; Kinder < 12 Jahren: 1-mal täglich 0,2 ml/kg Körpergewicht. Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Cefixim, andere Cephalosporine oder einen der sonstigen Bestandteile. Vorbekannte Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Anaphylaxie gegen Penicillin oder andere Betalaktam-Antibiotika. Früh- und Neugeborene (0–27 Tage).

Anwendungsbeschränkungen

Patienten mit allergischer Diathese oder Asthma. Patienten, die bereits eine Überempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel gezeigt haben. Patienten mit Penicillinallergie, da es Hinweise auf eine partielle Kreuzallergie zwischen Penicillinen und Cephalosporinen gibt. Schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min/1,73 m2). Schwere gastrointestinale Störungen. Staphylokokken-Infektionen. Große Mengen Benzylalkohol sollten wegen des Risikos der Akkumulation und Toxizität (metabolische Azidose) nur mit Vorsicht und wenn absolut nötig angewendet werden, insbesondere bei Personen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion und in der Schwangerschaft und Stillzeit. Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Z 25 Kohlenhydrate (Fructose, Galactose, Glucose, Honig, Invertzucker, Sucrose (Saccharose)) e
e Sucrose (Saccharose): Orale Anwendung: Hereditäre Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption, Sucrase-Isomaltase-Mangel

Warnhinweis

Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen und wurde mit dem Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen ("Gasping-Syndrom") bei Neugeborenen und Kleinkindern in Verbindung gebracht. Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Z 25 Kohlenhydrate (Fructose, Galactose, Glucose, Honig, Invertzucker, Sucrose (Saccharose)) a, b
a Fructose, Glucose, Invertzucker, Honig, Sucrose (Saccharose): Flüssige Zubereitungen zur Einnahme, Lutsch- und Kautabletten (Anwendung ≥2 Wochen): Kann schädlich für die Zähne sein (Karies).
b Dosen ≥ 5 g/Tag: Der Kohlenhydratgehalt ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.

Wechselwirkungen

Potentiell nephrotoxische Substanzen (wie Aminoglykosidantibiotika, Colistin, Polymyxin B und Viomycin) oder stark wirksame Diuretika (z. B. Ethacrynsäure oder Furosemid): erhöhtes Risiko einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion. Nifedipin: Bioverfügbarkeit von Cefixim um bis zu 70% erhöht. Antikoagulantien vom Cumarin-Typ: In Einzelfällen verlängerte Prothrombinzeit mit und ohne Blutung (Kontrolle der Gerinnungsparameter ist angezeigt).

Schwangerschaft

Sorgfältige Nutzen-/Risiko-Abwägung (keine hinreichenden Daten).

Stillzeit

Keine Cefixim-Konzentrationen in der Muttermilch nachweisbar. Wegen fehlender Daten Einzelfallentscheidung.

Nebenwirkungen

Häufig: Weicher Stuhlgang, Durchfall. Gelegentlich: Kopfschmerzen; Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen; Erhöhung der Leberenzyme (Transaminasen, alkalische Phosphatasen) im Serum; Hautausschläge (Erytheme, Exantheme). Selten: Bakterielle Superinfektion, Superinfektion mit Pilzen; Eosinophilie; Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade (Gesichtsödem, Zungenschwellung, Kehlkopfschwellung mit Einengung der Atemwege, Herzjagen, Dyspnoe, Blutdruckabfall, bis hin zu einem lebensbedrohlichen Schock; Appetitlosigkeit; Schwindelgefühl; Blähungen; Pruritus, Entzündung der Schleimhäute; Erhöhung der Serum-Harnstoffkonzentration; Schleimhautentzündung, Arzneimittelfieber. Sehr selten: Blutbildveränderungen (Leukopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, Thrombozytopenie); Blutgerinnungsstörungen, hämolytische Anämie; anaphylaktischer Schock, Serumkrankheitsähnliche Reaktionen (z. B. Arthralgie, Arthritis, Gelenkschwellung, Myalgie, Urtikaria); Hyperaktivität, Krampfanfälle; Pseudomembranöse Kolitis; Hepatitis, cholestatische Gelbsucht; Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom; Erhöhung der Serum-Kreatininkonzentration, interstitielle Nephritis. Nicht bekannt: Granulozytopenie; Enzephalopathie; Blutbilirubin erhöht; Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS); akutes renales Versagen, einschl. interstitieller Nephritis.

Intoxikation

Es besteht das Risiko des Auftretens einer Enzephalopathie, insbesondere im Falle einer Überdosierung. Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet. Die Behandlung erfolgt durch symptomatische Maßnahmen. Durch Hämo- oder Peritoneal-Dialyse sind keine relevanten Substanzmengen aus dem Körper eliminierbar. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern. Im Originalbehältnis aufbewahren.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
1 Fl. 26,5 g Gran. z. Herst. v. 50 ml Susp. N2 11285833
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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1 Fl. 53 g Gran. z. Herst. v. 100 ml Susp. N3 11285856