Alkindi® 0,5 mg/-1 mg/-2 mg/-5 mg Granulat zur Entnahme aus Kapseln

Wirkstoff
Darreichungsform
Granulat zur Entnahme aus Kapseln
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Ersatztherapie bei Nebenniereninsuffizienz bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen (ab der Geburt bis unter 18 Jahre).

Dosierung

Dosiseinstellung individuell abhängig vom klinischen Ansprechen des Patienten. Ersatztherapie bei primärer und sekundärer Nebenniereninsuffizienz: 8-10 mg/m2/Tag bei Patienten mit reiner Nebenniereninsuffizienz; 10-15 mg/m2/Tag bei Patienten, die zusätzlich am adrenogenitalen Syndrom (AGS) leiden. Die Anwendung erfolgt normalerweise aufgeteilt auf drei oder vier Einzelgaben. Vor Operationen, während schwerer Verletzungen oder Erkrankungen bei Patienten mit bekannter Nebenniereninsuffizienz oder zweifelhaften Nebennierenreserven: Tägliche Gesamtdosis sollte auf das 2- oder 3-fache der üblichen Dosis gesteigert werden und am Ende der zeitweiligen Erkrankungsepisode wieder zur normalen Ersatzdosis zurückgeführt werden. Umstellung von herkömmlichem oralem Glucocorticoid auf Alkindi: Es kann eine identische tägliche Gesamtdosis gegeben werden; eine ungenaue Dosierung, die bei anderen oralen Hydrocortisonformulierungen möglich ist, kann Symptome einer Nebenniereninsuffizienz bzw. adrenalen Krise hervorrufen.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Patienten mit Dysphagie oder frühgeborene Säuglinge, bei denen die orale Nahrungsaufnahme noch nicht etabliert ist.

Warnhinweis

Parenterale Hydrocortisongabe einleiten, wenn das Kind erbricht oder akut erkrankt. Bei plötzlichem Absetzen der Behandlung besteht die Gefahr, dass es zu einer adrenalen Krise und zum Tod kommt. Bei der Umstellung von herkömmlichen oralen Hydrocortisonformulierungen, zerkleinert oder als Rezeptur hergestellt, auf Alkindi kann eine adrenale Krise auftreten. In der ersten Woche nach der Umstellung wird eine engmaschige Überwachung der Patienten empfohlen. Ein Ersatz von Corticosteroiden bei Nebenniereninsuffizienz stellt keine Kontraindikation für die Gabe von Lebendimpfstoffen dar. Bei Infektionen frühzeitige Gabe von Stressdosen von Steroiden. Alkindi ist nicht zur nasogastralen Anwendung geeignet.

Wechselwirkungen

CYP3A4-Induktoren vermindern Corticoidwirkung: Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Rifampicin, Rifabutin, Barbiturate einschließlich Phenobarbital und Primidon, Efavirenz, Nevirapin. CYP3A4-Inhibitoren verstärken Corticoidwirkung: Itraconazol, Posaconazol, Voriconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Ritonavir, Grapefruitsaft, Lakritz.

Schwangerschaft

Kann als Ersatztherapie angewendet werden. Hydrocortison passiert die Plazentaschranke. Tierexperiementelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität von Corticosteroiden gezeigt.

Stillzeit

Kann als Ersatztherapie angewendet werden.

Nebenwirkungen

Häufigkeit nicht bekannt: Psychose mit Halluzinationen und Delirium, Manie, Euphorie; Gastritis, Übelkeit; hypokaliämische Alkalose. Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Intoxikation

Akute Toxizität und/oder Todesfälle nach Überdosierung selten. Ein Antidot existiert nicht. Bei durch chronische Vergiftung verursachten Reaktionen ist vermutlich keine Behandlung erforderlich. Die biologische HWZ beträgt etwa 100 Minuten.

Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C lagern. In der Originalflasche aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
50 Kps. 0,5 mg 13918716
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
Bitte loggen Sie sich mit Ihrem DocCheck Zugang ein.
50 Kps. 1 mg 13918722
50 Kps. 2 mg 13918739
50 Kps. 5 mg 13918745