Rivaroxaban nio 15 mg Filmtabletten

Wirkstoff
Darreichungsform
Film­ta­blet­te
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

rezeptpflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Hinweise

Teilbarkeit: Hinweise beachten Schwangerschaft: kontraindiziert Stillzeit: kontraindiziert Reaktionsvermögen: beeinträchtigt Sonstige Bestandteile: Hinweise beachten

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Erwachsene:

Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren, wie kongestiver Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ab 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke in der Anamnese.

Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen.

Kinder und Jugendliche:

Behandlung von venösen Thromboembolien (VTE) sowie Prophylaxe von deren Rezidiven bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit einem Körpergewicht von 30 bis 50 kg nach mindestens 5 Tagen initialer parenteraler Antikoagulationstherapie.

Dosierung

Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Erwachsenen:

20 mg 1-mal täglich (empfohlene Maximaldosis). Die Therapie sollte über längere Zeit hinweg fortgesetzt werden, vorausgesetzt, der Nutzen der Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien überwiegt das Risiko einer Blutung.

Behandlung von TVT, Behandlung von LE und Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen:

  • Initialbehandlung von akuten TVT oder LE: 15 mg 2-mal täglich innerhalb der ersten drei Wochen, gefolgt von 20 mg 1-mal täglich für die Weiterbehandlung sowie zur Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE.
  • Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE nach Abschluss einer mindestens 6-monatigen Therapie der TVT oder LE: 10 mg oder 20 mg 1-mal täglich.

Die Therapiedauer und die Auswahl der Dosierung sollten individuell nach sorgfältiger Abwägung des Nutzens der Behandlung gegenüber dem Blutungsrisiko erfolgen.

Behandlung von VTE sowie Prophylaxe von deren Rezidiven bei Kindern und Jugendlichen:

Die Behandlung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sollte nach mindestens 5 Tagen initialer parenteraler Antikoagulationstherapie begonnen werden. Die Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht:

  • Körpergewicht zwischen 30 und 50 kg: 15 mg 1-mal täglich (maximale Tagesdosis).
  • Körpergewicht ≥ 50 kg: 20 mg 1-mal täglich (maximale Tagesdosis).

Das Gewicht des Kindes ist zu überwachen und die Dosis regelmäßig zu kontrollieren, um sicherzustellen, dass eine therapeutisch wirksame Dosis beibehalten wird. Dosisanpassungen sollten nur auf der Grundlage von Änderungen des Körpergewichts vorgenommen werden. Die Behandlung sollte bei Kindern und Jugendlichen über mindestens 3 Monate fortgesetzt werden und kann auf bis zu 12 Monate ausgedehnt werden, wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist.

Art der Anwendung:

Mit einer Mahlzeit einnehmen. Falls Patienten nicht in der Lage sind, die Tabletten als Ganzes zu schlucken und Rivaroxaban Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen nicht sofort verfügbar ist, können Rivaroxaban-Tabletten unmittelbar vor der Anwendung auch zerstoßen und mit Wasser oder Apfelmus gemischt und dann eingenommen werden. Zerstoßene Tabletten können über eine nasogastrale Sonde oder eine Magensonde verabreicht werden. Die Tablette darf nicht geteilt werden, um eine Teildosis der Tablette zu erhalten.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Akute, klinisch relevante Blutungen.
  • Läsionen oder klinische Situationen, wenn diese als signifikantes Risiko für eine schwere Blutung angesehen werden. Dies können unter anderem akute oder kürzlich aufgetretene gastrointestinale Ulzerationen, maligne Neoplasien mit hohem Blutungsrisiko, kürzlich aufgetretene Hirn- oder Rückenmarksverletzungen, kürzlich erfolgte chirurgische Eingriffe an Gehirn, Rückenmark oder Augen, kürzlich aufgetretene intrakranielle Blutungen, bekannte oder vermutete Ösophagusvarizen, arteriovenöse Fehlbildungen, vaskuläre Aneurysmen oder größere intraspinale oder intrazerebrale vaskuläre Anomalien sein.
  • Die gleichzeitige Anwendung von anderen Antikoagulanzien, z.B. unfraktionierte Heparine (UFH), niedermolekulare Heparine (Enoxaparin, Dalteparin etc.), Heparinderivate (Fondaparinux etc.), orale Antikoagulanzien (Warfarin, Dabigatranetexilat, Apixaban etc.), außer in der speziellen Situation der Umstellung der Antikoagulationstherapie oder wenn UFH in Dosen gegeben wird, die notwendig sind, um die Durchgängigkeit eines zentralvenösen oder arteriellen Katheters zu erhalten.
  • Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie und einem klinisch relevanten Blutungsrisiko, einschließlich zirrhotischer Patienten mit Child Pugh B und C, verbunden sind.
  • Schwangerschaft und Stillzeit.

Weitere Inhalte

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
10 Filmtbl. N1 20165855
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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14 Filmtbl. 20332448
28 Filmtbl. N2 20165950
42 Filmtbl. 20177166
98 Filmtbl. N3 20165878