Ritonavir Viatris 100 mg Filmtabletten
Basisinformationen
ATC
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Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Copovidon, Sorbitanlaurat, hochdisperses Siliciumdioxid, Natriumchlorid, Natriumstearylfumarat, Filmüberzug: Hypromellose, Titandioxid (E171), Macrogol 400, Macrogol 3350, Hyprolose, Talkum, Eisen(III)-hydroxid-oxid × H2O (E172), hochdisperses Siliciumdioxid, Polysorbat 80
Anwendungsgebiete
In Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung von HIV-1-infizierten Patienten (Erwachsene und Kinder von 2 Jahren und älter) angezeigt.
Dosierung
Ritonavir zur Verbesserung der Pharmakokinetik:
Erwachsene:
Amprenavir 600 mg zweimal täglich mit Ritonavir 100 mg zweimal täglich.
Atazanavir 300 mg einmal täglich mit Ritonavir 100 mg einmal täglich.
Fosamprenavir 700 mg zweimal täglich mit Ritonavir 100 mg zweimal täglich.
Lopinavir in Kombination mit Ritonavir (Lopinavir/Ritonavir) 400 mg/100 mg oder 800 mg/200 mg.
Saquinavir 1000 mg zweimal täglich mit Ritonavir 100 mg zweimal täglich bei antiretroviral vorbehandelten Patienten (ART). Bei ART-naiven Patienten wird für die ersten sieben Behandlungstage eine Startdosis von Saquinavir 500 mg zweimal täglich mit Ritonavir 100 mg zweimal täglich empfohlen. Danach beträgt die empfohlene Dosis Saquinavir 1000 mg zweimal täglich mit Ritonavir 100 mg zweimal täglich.
Tipranavir 500 mg zweimal täglich mit Ritonavir 200 mg zweimal täglich (Tipranavir zusammen mit Ritonavir sollte nicht bei ART-naiven Patienten angewendet werden).
Darunavir 600 mg zweimal täglich mit Ritonavir 100 mg zweimal täglich bei antiretroviral vorbehandelten Patienten (ART). Darunavir 800 mg einmal täglich mit Ritonavir 100 mg einmal täglich kann bei manchen antiretroviral vorbehandelten Patienten (ART) angewendet werden. Darunavir 800 mg einmal täglich mit Ritonavir 100 mg einmal täglich bei ART-naiven Patienten.
Ritonavir als antiretrovirales Arzneimittel:
Erwachsene: 600 mg (6 Tabletten) zweimal täglich (Gesamtdosis 1200 mg pro Tag).
Schrittweises Anheben der Ritonavir-Dosis zu Beginn der Behandlung kann dazu beitragen, die Verträglichkeit zu verbessern. Die Behandlung sollte für einen Zeitraum von 3 Tagen mit 300 mg (3 Tabletten) zweimal täglich begonnen und in 100-mg-Schritten (1 Tablette) zweimal täglich bis zu 600 mg zweimal täglich innerhalb von 14 Tagen angehoben werden. Die Patienten sollten nicht länger als 3 Tage mit 300 mg zweimal täglich behandelt werden.
Kinder und Jugendliche (Kinder über 2 Jahre): 350 mg/m² Körperoberfläche zweimal täglich, max. 600 mg zweimal täglich. Es sollte mit einer Dosis von zweimal täglich 250 mg/m² Körperoberfläche begonnen werden, danach kann die Dosis in Abständen von 2 bis 3 Tagen jeweils um zweimal täglich 50 mg Ritonavir/m² Körperoberfläche gesteigert werden. Andere Darreichungsformen/Stärken können für die Verabreichung an diese Population besser geeignet sein.
Art der Anwendung: mit einer Mahlzeit einnehmen.
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Bei Patienten mit einer dekompensierten Lebererkrankung darf Ritonavir nicht zur Verbesserung der Pharmakokinetik oder als antiretrovirales Arzneimittel verordnet werden.
Bei Einnahme von Ritonavir zur Verbesserung der Pharmakokinetik anderer Proteaseinhibitoren lesen Sie bitte in den entsprechenden Fachinformationen der gleichzeitig verabreichten Proteaseinhibitoren den Abschnitt „Gegenanzeigen“.
Folgende Arzneimittel sind bei gleichzeitiger Einnahme mit Ritonavir, soweit nicht anders angegeben, kontraindiziert: Alfuzosin; Pethidin, Propoxyphen; Ranolazin; Neratinib, Venetoclax; Amiodaron, Bepridil, Dronedaron, Encainid, Flecainid, Propafenon, Chinidin; Fusidinsäure; Voriconazol; Astemizol, Terfenadin; Colchicin; Rifabutin; Lurasidon, Clozapin, Pimozid, Quetiapin; Dihydroergotamin, Ergonovin, Ergotamin, Methylergonovin; Cisaprid; Lovastatin, Simvastatin, Lomitapid; Avanafil, Sildenafil, Vardenafil; Clorazepat, Diazepam, Estazolam, Flurazepam, oral angewendetes Midazolam und Triazolam; Johanniskraut. Die Kontraindikation basiert hauptsächlich auf dem Potential von Ritonavir, den Metabolismus eines gleichzeitig eingenommenen Arzneimittels zu inhibieren, da dies zu einer Erhöhung der Exposition des gleichzeitig eingenommenen Arzneimittels und des Risikos klinisch signifikanter unerwünschter Ereignisse führen kann.
Der enzymmodulierende Effekt von Ritonavir (potentieller Inhibitor der CYP3A- und CYP2D6-vermittelten Biotransformation) kann dosisabhängig sein. Für einige Arzneimittel können die Gegenanzeigen bei Anwendung von Ritonavir in der Dosierung als antiretrovirales Arzneimittel von größerer Bedeutung sein als bei Anwendung von Ritonavir zur Verbesserung der Pharmakokinetik (z. B. Rifabutin, Voriconazol).
Weitere Inhalte
Weitere Informationen zu Warnhinweisen, Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen, Beseitigung und Handhabung siehe Fachinformation.
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
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| 30 Filmtbl. | N1 | 19014358 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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| 90 Filmtbl. | N2 | 19014370 | ||