Fosphenytoin Desitin® 75 mg/ml Injektions-/Infusionslösung
Basisinformationen
ATC
Abgabebestimmungen
Produkttyp
Produkteigenschaft
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Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Trometamol, Salzsäure 36% (zur pH-Einstellung), Wasser für Injektionszwecke
Anwendungsgebiete
Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 5 Jahren:
- zur Kontrolle des konvulsiven Status epilepticus.
- zur Vorbeugung von Krampfanfällen, die im Zusammenhang mit neurochirurgischen Eingriffen auftreten können.
Dosierung
1,5 mg Fosphenytoin entsprechen 1 mg Phenytoin-Natrium und werden als 1 mg Phenytoin-Natrium-Äquivalente (PE) bezeichnet.
Hinweise zur i.v. Infusion:
Aufgrund des Risikos einer Hypotonie darf die Infusionsgeschwindigkeit in klinischen Routine-Settings 50–100 mg PE/Minute nicht überschreiten. Selbst im Notfall 150 mg PE/Minute nicht überschreiten. Es wird empfohlen, ein Gerät zur Steuerung der Infusionsgeschwindigkeit zu verwenden. Eine kontinuierliche Überwachung von EKG, Blutdruck und Atemfunktion für die Dauer der Infusion ist unerlässlich. Patient sollte bis etwa 30 Minuten nach dem Ende der Infusion beobachtet werden. Geräte zur kardiopulmonalen Reanimation sollten zur Verfügung stehen.
Beispiele für die Berechnung von Dosierung, Verdünnung und Infusionszeit finden Sie in den Tabellen 1 - 8 der Fachinformation. Nach Verabreichung einer Aufsättigungsdosis sollten die Erhaltungsdosen mit dem nächsten festgelegten Dosierungsintervall begonnen werden.
Erwachsene:
Status epilepticus:
Aufsättigungsdosis: 15 mg PE/kg verabreicht als Einzeldosis durch i.v. Infusion mit 100–150 mg PE/min. Um bei Patienten mit kontinuierlicher Anfallsaktivität eine schnelle Anfallskontrolle zu erreichen, sollte vor der Verabreichung von Fosphenytoin Desitin entweder Diazepam oder Lorazepam i.v. verabreicht werden.
Erhaltungsdosis: 4–5 mg PE/kg/Tag verabreicht als Einzeldosis oder in zwei geteilten Dosen durch i.v. Infusion mit 50–100 mg PE/Minute oder als i.m. Injektion.
Prophylaxe von Krampfanfällen:
Aufsättigungsdosis: 10–15 mg PE/kg verabreicht als Einzeldosis durch i.v. Infusion mit 50–100 mg PE/Minute oder als i.m. Injektion.
Erhaltungsdosis: 4–5 mg PE/kg/Tag verabreicht als Einzeldosis oder in zwei geteilten Dosen durch i.v. Infusion mit 50–100 mg PE/Minute oder als i.m. Injektion.
Kinder:
Status epilepticus:
Aufsättigungsdosis: 15 mg PE/kg verabreicht als Einzeldosis durch i.v. Infusion mit 2–3 mg PE/kg/min (3 mg PE/kg/min oder 150 mg PE/min nicht überschreiten, langsamere Option wählen). Um bei Patienten mit kontinuierlicher Anfallsaktivität eine schnelle Anfallskontrolle zu erreichen, sollte vor der Verabreichung von Fosphenytoin Desitin entweder Diazepam oder Lorazepam i.v. verabreicht werden.
Erhaltungsdosis: 4–5 mg PE/kg/Tag verabreicht als Einzeldosis oder in zwei geteilten Dosen durch i.v. Infusion mit 1–2 mg PE/kg/min (2 mg PE/kg/min oder 100 mg PE/min nicht überschreiten, langsamere Option wählen).
Behandlung und Prophylaxe von Krampfanfällen:
Aufsättigungsdosis: 10–15 mg PE/kg verabreicht als Einzeldosis durch i.v. Infusion mit 1–2 mg PE/kg/min (2 mg PE/kg/min oder 100 mg PE/min nicht überschreiten, langsamere Option wählen).
Erhaltungsdosis: 4–5 mg PE/kg/Tag verabreicht als Einzeldosis oder in zwei geteilten Dosen durch i.v. Infusion mit 1–2 mg PE/kg/min (2 mg PE/kg/min oder 100 mg PE/min nicht überschreiten, langsamere Option wählen).
Ältere Patienten und Patienten mit Nieren- oder Lebererkrankung: Eine Reduzierung der Dosis oder Geschwindigkeit um 10 bis 25 % kann in Betracht gezogen werden, und eine sorgfältige klinische Überwachung ist erforderlich.
Art der Anwendung:
Zur intramuskulären oder intravenösen Anwendung, Details siehe je Indikation und Altersgruppe.
Für die i.v. Infusion muss Fosphenytoin Desitin mit Glukose-Injektionslösung 50 mg/ml (5 %) oder Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %) verdünnt werden. Die Konzentration sollte bei 1,5 bis 25 mg PE/ml liegen.
Fosphenytoin Desitin ist für die kurzzeitige parenterale Verabreichung bestimmt und wurde nicht für Zeiträume von mehr als 5 Tagen untersucht.
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Phenytoin oder andere Hydantoine oder einen der sonstigen Bestandteile.
Parenterales Phenytoin beeinflusst die ventrikuläre Automatizität. Daher ist Fosphenytoin Desitin bei Patienten mit Sinusbradykardie, sinoatrialem Block, AV-Block zweiten und dritten Grades und Adams-Stokes-Anfall kontraindiziert.
Akute intermittierende Porphyrie.
Die gleichzeitige Anwendung von Fosphenytoin Desitin mit Delavirdin ist kontraindiziert, da das Potenzial für einen Verlust des virologischen Ansprechens und eine mögliche Resistenz gegen Delavirdin oder gegen die Klasse der nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren besteht.
Weitere Inhalte
Weitere Informationen zu Warnhinweisen , Wechselwirkungen , Schwangerschaft und Stillzeit , Nebenwirkungen , Beseitigung und Handhabung siehe Fachinformation.
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
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| 25 Durchstechfl. × 2 ml | 19340589 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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| 10 Durchstechfl. × 10 ml | 19340572 | |||