▼ Byooviz™ 10 mg/ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Basisinformationen
ATC
Abgabebestimmungen
Produkttyp
Produkteigenschaft
Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: α,α-Trehalose-Dihydrat, Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Histidin, Polysorbat 20 (E 432), Wasser für Injektionszwecke
Anwendungsgebiete
Bei Erwachsenen zur:
- Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (AMD),
- Behandlung einer Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ),
- Behandlung der proliferativen diabetischen Retinopathie (PDR),
- Behandlung einer Visusbeeinträchtigung infolge eines Makulaödems aufgrund eines retinalen Venenverschlusses (RVV) (Venenastverschluss oder Zentralvenenverschluss),
- Behandlung einer Visusbeeinträchtigung infolge einer choroidalen Neovaskularisation (CNV).
Dosierung
Erwachsene: Empfohlene Dosis 0,5 mg als intravitreale Injektion (entspricht Injektionsvolumen von 0,05 ml). Zeitintervall zwischen 2 Injektionen in dasselbe Auge sollte mind. 4 Wochen betragen. Behandlungsbeginn mit 1 Injektion pro Monat bis bei kontinuierlicher Behandlung der max. Visus erreicht ist und/oder keine Anzeichen von Krankheitsaktivität mehr zu erkennen sind. Die Behandlung einer Visusbeeinträchtigung infolge einer CNV sollte anhand der Krankheitsaktivität individuell festgelegt werden.
Gleichzeitige Anwendung mit einer Laserphotokoagulation: Bei Verabreichung am selben Tag sollte die Applikation frühestens 30 Minuten nach der Laserphotokoagulation erfolgen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Patienten mit einer bestehenden okularen oder periokularen Infektion bzw. einem Verdacht darauf.
- Patienten mit einer bestehenden schweren intraokularen Entzündung.
Anwendungsbeschränkungen
Vorsicht bei Patienten mit Risikofaktoren für das Auftreten von retinalen Pigmentepitheleinrissen. Vorsicht bei DMÖ-Patienten, Patienten mit Makulaödem aufgrund eines RVV und Patienten mit CNV aufgrund einer PM, die einen Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacken in der Vorgeschichte aufweisen. Ranibizumab sollte nicht gleichzeitig mit anderen anti-VEGF-Arzneimitteln (systemisch oder okular) verabreicht werden. Behandlungsgruppen mit begrenzter Erfahrung und weitere Informationen siehe Fachinformation.
Warnhinweis
Arzneimittel enthält 0,165 mg Polysorbat 20 (E 432) pro Fertigspritze (0,165 ml), entsprechend 0,005 mg/0,05 ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Bei Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung oder Makulaforamen Grad 3 oder 4 sollte die Behandlung unterbrochen werden. Ausführliche Informationen zu durch die intravitreale Injektion bedingten Reaktionen, intraokulare Drucksteigerung, bilaterale Behandlung, Immunogenität, Aussetzen der Ranibizumab-Behandlung, retinaler Pigmentepitheleinriss und systemische Effekte nach intravitrealer Anwendung siehe Fachinformation.
Hinweis
Reaktionsvermögen! Die Behandlung kann die Sehfähigkeit vorübergehend beeinträchtigen und somit die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen. Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden. „Biosimilar“, ähnelt „Referenzarzneimittel“ Lucentis®.
Schwangerschaft
Darf nicht verabreicht werden, es sei denn der erwartete Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für den Fetus. Frauen mit Kinderwunsch, die mit Ranibizumab behandelt wurden, wird empfohlen, nach der letzten Dosis Ranibizumab mind. 3 Monate zu warten, bevor sie schwanger werden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Stillzeit
Als Vorsichtsmaßnahme wird das Stillen während der Anwendung nicht empfohlen. Sehr begrenzte Daten weisen darauf hin, dass Ranibizumab in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen kann.
Nebenwirkungen
Sehr häufig: Nasopharyngitis; Kopfschmerzen; Vitritis, Glaskörperabhebung, Einblutungen in die Retina, Beeinträchtigung der Sehfähigkeit, Augenschmerzen, „Fliegende Mücken“ (Mouches volantes), Bindehautblutung, Augenirritation, Fremdkörpergefühl im Auge, verstärkter Tränenfluss, Blepharitis, trockenes Auge, okuläre Hyperämie, Pruritus des Auges; Arthralgie; Erhöhung des Augeninnendrucks. Häufig: Harnwegsinfektion (nur in der DMÖ-Population beobachtet); Anämie; Hypersensitivitätsreaktionen; Angstzustände; Netzhautdegeneration, Funktionsstörungen der Retina, Netzhautablösung, Netzhauteinriss, Abhebung des retinalen Pigmentepithels, Einriss des retinalen Pigmentepithels, Visusverschlechterung, Glaskörperblutung, Funktionsstörungen des Glaskörpers, Uveitis, Iritis, Iridozyklitis, Katarakt, subkapsuläre Katarakt, Trübung der hinteren Linsenkapsel, Keratitis punctata, Abrasio corneae, Reizzustand der Vorderkammer, Verschwommensehen, Blutungen an der Injektionsstelle, Einblutungen ins Auge, Konjunktivitis, allergische Konjunktivitis, Augentränen, Photopsie, Photophobie, Augenbeschwerden, Augenlidödem, Augenlidschmerzen, Hyperämie der Konjunktiva; Husten; Übelkeit; allergische Reaktionen (Hautausschlag, Urtikaria, Pruritus, Erythem). Gelegentlich: Erblindung, Endophthalmitis, Hypopyon, Vorderkammerblutung, Keratopathie, Irisadhäsion, Ablagerungen auf der Kornea, Ödeme der Kornea, Striae der Kornea, Schmerzen an der Injektionsstelle, Reizungen an der Injektionsstelle, abnormes Gefühl im Auge, Reizungen des Augenlids.
Intoxikation
Aus den klinischen Studien zur feuchten AMD und Post-Marketing-Daten wurden Fälle einer unbeabsichtigten Überdosierung berichtet. Als Nebenwirkungen traten erhöhter Augeninnendruck, vorübergehende Blindheit, verringerte Sehschärfe, Hornhautödem, Schmerzen an der Hornhaut und Augenschmerzen auf. Wurde eine zu hohe Dosis verabreicht, sollte der Augeninnendruck überwacht und je nach Einschätzung durch den behandelnden Arzt gegebenenfalls behandelt werden.
Lagerungshinweise
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren. Fertigspritze in der versiegelten Schale im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Die ungeöffnete Schale kann vor Anwendung bis zu 1 Woche bei einer Temperatur nicht über 30 °C aufbewahrt werden.
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 Fertigspr. | N1 | 20332477 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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