Jorveza® 0,2 mg/ml Suspension zum Einnehmen

Wirkstoff
Darreichungsform
Suspension zum Einnehmen
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Bei pädiatrischen Patienten von 2-17 Jahren zur Behandlung der eosinophilen Ösophagitis.

Dosierung

Induktionstherapie: Kinder von 2-11 Jahren: Empfohlene tägliche Dosis 1 mg (2,5 ml morgens und 2,5 ml abends). Jugendliche von 12-17 Jahren: Empfohlene tägliche Dosis 2 mg (5 ml morgens und 5 ml abends). Übliche Dauer einer Induktionstherapie beträgt 12 Wochen. Bei Patienten, die innerhalb von 12 Wochen nicht ausreichend auf die Behandlung ansprechen, kann Behandlung bis zu 24 Wochen lang erfolgen. Bei langjähriger oder ausgedehnter Erkrankung und stärkerer Krankheitsaktivität ist Wahrscheinlichkeit für die Notwendigkeit einer verlängerten Induktionsphase erhöht.

Erhaltungstherapie: Kinder von 2-11 Jahren: empfohlene tägliche Dosis 0,5 mg (2,5 ml morgens), abhängig von individuellen klinischen Bedürfnissen des Patienten. Erhaltungsdosis von 0,5 mg 2-mal täglich für Patienten mit langjähriger Krankengeschichte und/oder großer Ausdehnung der ösophagealen Entzündung während des akuten Krankheitszustands empfohlen. Jugendliche von 12-17 Jahren: Empfohlene tägliche Dosis 1 mg (5 ml morgens), abhängig von individuellen klinischen Bedürfnissen des Patienten. Erhaltungsdosis von 1 mg 2-mal täglich für Patienten mit langjähriger Krankengeschichte und/oder großer Ausdehnung der ösophagealen Entzündung während des akuten Krankheitszustands empfohlen.

Nach längerer Behandlung Ausschleichen der Dosis erforderlich. Bei anhaltenden oder erneut auftretenden Symptomen Kontrollendoskopien empfohlen. Darüber hinaus Nachsorgeendoskopien gemäß den geltenden klinischen Leitlinien.

Art der Anwendung: Einnahme nach einer Mahlzeit. Trinken, Essen oder das Durchführen von Mundhygiene (z. B. Zähneputzen und Mundspülung) nach der Einnahme mindestens 30 Min. lang vermeiden.

Anwendung bei schweren Einschränkung der Nierenfunktion nicht empfohlen. Patienten mit einer Leberfunktionsstörung sollten nicht behandelt werden.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Anwendungsbeschränkungen

Patienten, die Windpocken, Gürtelrose (Herpes zoster) und Masern noch nicht durchgemacht haben: Impfstatus überprüfen, besondere Vorsicht, um Exposition zu vermeiden. Gemeinsame Verabreichung von Lebendimpfstoffen und Glukokortikoiden vermeiden. Antikörperbildung nach Verabreichung anderer Impfstoffe kann verringert sein. Bei Patienten mit Infektionen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Osteoporose, peptischem Ulkus, Glaukom, Katarakt sowie bei Diabetes oder Glaukom in der Familienanamnese kann das Risiko für das Auftreten von systemischen Glukokortikoidnebenwirkungen erhöht sein: Patienten diesbezüglich überwachen. Bei Kindern, die Langzeitbehandlung mit Budesonid erhalten, regelmäßige Kontrolle der Körpergröße empfohlen. Bei verzögertem Wachstum Nutzen der Kortikosteroidbehandlung und mögliche Risiken einer Wachstumsbeeinträchtigung sorgfältig abwägen. Bei Entscheidung, Behandlung mit Budesonid fortzusetzen, auf niedrigste Dosis senken, mit der wirksame Kontrolle der Erkrankung beibehalten werden kann. Gleichzeitige Behandlung mit Ketoconazol oder anderen CYP3A4-Inhibitoren vermeiden.

Z 25 Kohlenhydrate (Fructose, Galactose, Glucose, Honig, Invertzucker, Sucrose (Saccharose)) e
e Sucrose (Saccharose): Orale Anwendung: Hereditäre Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption, Sucrase-Isomaltase-Mangel

Warnhinweis

Arzneimittel enthält 0,86 mg Natriumbenzoat und 100 mg Saccharose pro ml Suspension zum Einnehmen. Treten Anzeichen eines Angioödems auf, sollte die Behandlung beendet werden. Ausführliche Informationen zu Infektionen, Impfstoffen, systemischen Glukokortikoidnebenwirkungen und Begleiterkrankungen, Angioödem, Sehstörung, Wachstum und Kontrolle, Wirkungen auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden (HPA)-Achse, CYP3A4-Inhibitoren und Beeinflussung des ACTH-Stimulationstests siehe Fachinformation.

Hinweis

Da die Nebennierenfunktion durch die Behandlung mit Budesonid unterdrückt sein kann, kann ein ACTH-Stimulationstest zur Diagnose einer Hypophyseninsuffizienz falsche Ergebnisse anzeigen (niedrige Werte).

Z 35 Natriumverbindungen
Parenterale und orale Anwendung <1 mmol/Dosis: Enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro [Dosiereinheit], d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Wechselwirkungen

Starke CYP3A-Inhibitoren (wie Ketoconazol, Ritonavir, Itraconazol, Clarithromycin, Cobicistat oder Grapefruitsaft): Deutlicher Anstieg der Budesonid-Konzentration im Plasma möglich (gleichzeitige Anwendung vermeiden, Nutzen-Risiko-Abwägung, Überwachung hinsichtlich systemischer Kortikosteroidnebenwirkungen). Östrogene oder orale Kontrazeptiva: Über erhöhte Plasmaspiegel und verstärkte Wirkung von Glukokortikoiden wurde berichtet (wurde jedoch nach gleichzeitiger Einnahme von Budesonid und niedrig dosierten oralen Kombinationskontrazeptiva nicht beobachtet). Herzglykoside: Glykosidwirkung kann durch Kaliummangel verstärkt werden (bekannte mögliche Nebenwirkung von Glukokortikoiden). Saluretika: Gleichzeitige Anwendung von Glukokortikoiden kann zu verstärkter Kaliumausscheidung und verschlimmerter Hypokaliämie führen.

Schwangerschaft

Eine Anwendung sollte vermieden werden, es sei denn, es liegen überzeugende Gründe für die Behandlung vor.

Stillzeit

Budesonid wird in die Muttermilch ausgeschieden (Daten zur Exkretion nach inhalativer Anwendung liegen vor). Abwägung, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung verzichtet werden soll/die Behandlung zu unterbrechen ist. Nutzen des Stillens als auch Nutzen der Therapie soll berücksichtigt werden.

Nebenwirkungen

Jorveza: Sehr häufig: Ösophageale Candidose, orale Candidose und/oder Candidose des Oropharynx. Häufig: Schlafstörung; Kopfschmerzen, Dysgeusie; trockene Augen; gastroösophageale Refluxkrankheit, Übelkeit, orale Parästhesie, Dyspepsie, Schmerzen im Oberbauch, Mundtrockenheit, Glossodynie, Erkrankungen der Zunge, oraler Herpes; Müdigkeit; Cortisol im Blut erniedrigt. Gelegentlich: Nasopharyngitis, Pharyngitis; Angioödem; Angst, Agitiertheit; Schwindelgefühl; Bluthochdruck; Husten, Halstrockenheit, Schmerzen im Oropharynx; Abdominalschmerz, Spannungsgefühl im Bauch („Blähbauch“), Dysphagie, erosive Gastritis, Magengeschwür, Lippenödem, Zahnfleischschmerzen; Ausschlag, Urtikaria; Fremdkörpergefühl; Osteokalzin erniedrigt, Gewicht erhöht. Häufigkeit nicht bekannt (Nebenwirkungen der therapeutischen Klasse [Corticosteroide, Budesonid]): Erhöhung des Infektionsrisikos; Cushing-Syndrom, Nebennierensuppression, Wachstumsverzögerung bei Kindern; Hypokaliämie, Hyperglykämie; Depression, Gereiztheit, Euphorie, psychomotorische Hyperaktivität, Aggression; Pseudotumor cerebri einschließlich Papillenödem bei Jugendlichen; Glaukom, Katarakt (einschließlich subkapsuläre Katarakt), verschwommenes Sehen, zentrale seröse Chorioretinopathie (ZSCR); Erhöhung des Thromboserisikos, Vaskulitis (Entzugssyndrom nach Langzeittherapie); Zwölffingerdarmgeschwüre, Pankreatitis, Obstipation; allergisches Exanthem, Petechien, verzögerte Wundheilung, Kontaktdermatitis, Ekchymosen; Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche und -zuckungen, Osteoporose, Osteonekrose; Unwohlsein.

Intoxikation

Bei kurzzeitiger Überdosierung: Keine medizinischen Notfallmaßnahmen erforderlich. Es gibt kein spezifisches Gegenmittel. Es erfolgt eine symptomatische und unterstützende Behandlung.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
165 ml 20544357
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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