Ceftriaxon Viatris 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Wirkstoff
Darreichungsform
Pul­ver zur Herstellung ei­ner In­jektionslösung
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Hinweise

Schwangerschaft: Hinweise beachten Stillzeit: Hinweise beachten Reaktionsvermögen: Hinweise beachten Sonstige Bestandteile: Hinweise beachten

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung der nachfolgend genannten Infektionen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern, einschließlich Neugeborenen (ab der Geburt):

  • bakterielle Meningitis,
  • ambulant erworbene Pneumonie,
  • im Krankenhaus erworbene Pneumonie,
  • akute Otitis media,
  • Infektionen im Bauchraum,
  • komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis),
  • Infektionen der Knochen und Gelenke,
  • komplizierte Infektionen der Haut und des Weichgewebes,
  • Gonorrhoe,
  • Syphilis,
  • bakterielle Endokarditis.

Kann angewendet werden:

  • Zur Behandlung akuter Exazerbationen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung bei Erwachsenen.
  • Zur Behandlung einer disseminierten Lyme-Borreliose (Früh- und Spätstadium [II + III]) bei Erwachsenen und Kindern einschließlich Neugeborenen ab einem Alter von 15 Tagen.
  • Zur präoperativen Infektionsprophylaxe bei Operationen.
  • Zur Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf eine bakteriell bedingte Infektion.
  • Zur Behandlung von Patienten mit Bakteriämie, die in Zusammenhang mit einer der oben genannten Infektionen auftritt oder bei der dieser Verdacht besteht.

Sollte zusammen mit anderen Antibiotika verabreicht werden, wann immer das mögliche Erregerspektrum nicht von seinem Anwendungsbereich abgedeckt wird.

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre (≥ 50 kg):

  • Ambulant erworbene Pneumonie, akute Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, Infektionen im Bauchraum, komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis): 1-2 g einmal täglich.
  • Im Krankenhaus erworbene Pneumonie, komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, Infektionen der Knochen und Gelenke: 2 g einmal täglich.
  • Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf bakteriell bedingte Infektion, bakterielle Endokarditis/Meningitis: 2–4 g einmal täglich.
  • Akute Otitis media: 1–2 g als i.m. Einzeldosis. Begrenzte Daten weisen darauf hin, dass Ceftriaxon bei schwerkranken Patienten oder bei Versagen der bisherigen Therapie wirksam sein kann, wenn es als i.m. Dosis von 1 – 2 g/Tag über 3 Tage angewendet wird.
  • Präoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen: 2 g als Einzelgabe vor der Operation.
  • Gonorrhoe: 500 mg als i.m. Einzeldosis.
  • Syphilis: 1 g einmal täglich, bei Neurosyphilis Erhöhung auf 2 g einmal täglich für 10–14 Tage (sehr begrenzte Daten).
  • Disseminierte Lyme-Borreliose (Früh- [II] und Spätstadium [III]): 2 g einmal täglich für 14–21 Tage.

Neugeborene, Säuglinge und Kinder im Alter von 15 Tagen bis 12 Jahren (< 50 kg):

  • Infektionen im Bauchraum, komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis), ambulant / im Krankenhaus erworbene Pneumonie: 50–80 mg/kg einmal täglich.
  • Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, Infektionen der Knochen und Gelenke, Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf bakteriell bedingte Infektion: 50–100 mg/kg (max. 4 g) einmal täglich.
  • Bakterielle Meningitis: 80–100 mg/kg (max. 4 g) einmal täglich.
  • Bakterielle Endokarditis: 50–100 mg/kg (max. 4 g) einmal täglich.
  • Akute Otitis media: i.m. Einzeldosis von 50 mg/kg. Begrenzte Daten weisen darauf hin, dass Ceftriaxon bei schwerkranken Kindern oder bei Versagen der Initialtherapie wirksam sein kann, wenn es als intramuskuläre Dosis von 50 mg/kg/Tag für 3 Tage angewendet wird.
  • Präoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen: 50–80 mg/kg als präoperative Einzeldosis.
  • Syphilis: 75–100 mg/kg (max. 4 g) einmal täglich für 10–14 Tage (sehr begrenzte Daten).
  • Disseminierte Lyme-Borreliose (Früh- [II] und Spätstadium [III]): 50–80 mg/kg einmal täglich für 14–21 Tage.

Neugeborene 0–14 Tage:

  • Infektionen im Bauchraum, komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis), ambulant / im Krankenhaus erworbene Pneumonie, Infektionen der Knochen und Gelenke, Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf bakteriell bedingte Infektion: 20–50 mg/kg einmal täglich.
  • Bakterielle Meningitis/Endokarditis: 50 mg/kg einmal täglich.
  • Akute Otitis media: i.m. Einzeldosis von 50 mg/kg.
  • Präoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen: 20–50 mg/kg als präoperative Einzeldosis.
  • Syphilis: 50 mg/kg einmal täglich für 10–14 Tage (sehr begrenzte Daten).

Maximaldosis: 50 mg/kg.

Behandlungsdauer: richtet sich nach dem Krankheitsverlauf; noch 48–72 Stunden, nachdem der Patient kein Fieber mehr hat oder die Eradikation der Bakterien nachgewiesen ist, Anwendung fortführen.

Art der Anwendung:

  • Als tiefe i.m. Injektion in den Muskelbauch eines relativ großen Muskels.
  • Als langsame i.v. Injektion über 5 Minuten. Intermittierende i.v. Injektionen vorzugsweise in größere Venen über 5 Minuten. Bei Säuglingen und Kindern bis zu 12 Jahren sollten i.v. Dosen von 50 mg/kg und mehr als Infusion angewendet werden. Bei Neugeborenen sollten i.v. Dosen über einen Zeitraum von 60 Minuten angewendet werden. Dosen über 2 g sollten i.v. verabreicht werden. Als präoperative Infektionsprophylaxe Ceftriaxon 30–90 Minuten vor der Operation anwenden. Lidocain-haltige Ceftriaxon-Lösungen dürfen auf keinen Fall intravenös angewendet werden.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Ceftriaxon oder ein anderes Cephalosporin.

Eine bekannte Vorgeschichte schwerer Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion) gegen ein anderes Betalaktam-Antibiotikum (Penicilline, Monobaktame und Carbapeneme).

  • Frühgeborene bis zu einem postmenstruellen Alter von 41 Wochen (Gestationsalter plus chronologisches Alter)*;
  • termingerecht entbundene Neugeborene (bis zu einem Alter von 28 Tagen): mit Hyperbilirubinämie, Gelbsucht oder Hypoalbuminämie oder Azidose, weil in diesen Situationen die Bilirubinbindung wahrscheinlich gestört ist; wenn sie eine intravenöse Calcium-Behandlung benötigen (oder voraussichtlich benötigen werden), wegen der Gefahr der Ausfällung eines Ceftriaxon-Calcium-Salzes.

* In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Ceftriaxon Bilirubin aus seiner Serum-Albumin-Bindung verdrängen kann, was ein mögliches Risiko für eine Bilirubin-Enzephalopathie bei diesen Patienten darstellt.

Vor der intramuskulären Injektion von Ceftriaxon, bei der Lidocain als Lösungsmittel verwendet wird, müssen die Gegenanzeigen für Lidocain ausgeschlossen werden. Siehe hierzu die Informationen in der Fachinformation für Lidocain, vor allem die Gegenanzeigen.

Lidocain-haltige Ceftriaxon-Lösungen dürfen auf keinen Fall intravenös angewendet werden.

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Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
10 Durchstechfl. N3 20170885
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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