Ceftriaxon Viatris 2 g Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Wirkstoff
Darreichungsform
Pul­ver zur Herstellung ei­ner Infusionslösung
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Hinweise

Schwangerschaft: Hinweise beachten Stillzeit: Hinweise beachten Reaktionsvermögen: Hinweise beachten Sonstige Bestandteile: Hinweise beachten

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung der nachfolgend genannten Infektionen bei Erwachsenen und Kindern, einschließlich Neugeborenen (ab der Geburt):

  • bakterielle Meningitis,
  • ambulant erworbene Pneumonie,
  • im Krankenhaus erworbene Pneumonie,
  • Infektionen im Bauchraum,
  • komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis),
  • Infektionen der Knochen und Gelenke,
  • komplizierte Infektionen der Haut und des Weichgewebes,
  • Syphilis,
  • bakterielle Endokarditis.

Kann angewendet werden:

  • Zur Behandlung akuter Exazerbationen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung bei Erwachsenen.
  • Zur Behandlung einer disseminierten Lyme-Borreliose (Früh- und Spätstadium [II + III]) bei Erwachsenen und Kindern einschließlich Neugeborenen ab einem Alter von 15 Tagen.
  • Zur präoperativen Infektionsprophylaxe bei Operationen.
  • Zur Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf eine bakteriell bedingte Infektion.
  • Zur Behandlung von Patienten mit Bakteriämie, die in Zusammenhang mit einer der oben genannten Infektionen auftritt oder bei der dieser Verdacht besteht.

Sollte zusammen mit anderen Antibiotika angewendet werden, wann immer das mögliche Erregerspektrum nicht von seinem Anwendungsbereich abgedeckt wird.

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre (≥ 50 kg):

  • Ambulant erworbene Pneumonie, akute Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, Infektionen im Bauchraum, komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis): 1-2 g einmal täglich.
  • Im Krankenhaus erworbene Pneumonie, komplizierte Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes, Infektionen der Knochen und Gelenke: 2 g einmal täglich.
  • Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf bakteriell bedingte Infektion, bakterielle Endokarditis/Meningitis: 2–4 g einmal täglich.
  • Präoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen: 2 g als Einzelgabe vor der Operation.
  • Syphilis: 1 g einmal täglich, bei Neurosyphilis Erhöhung auf 2 g einmal täglich für 10–14 Tage (sehr begrenzte Daten).
  • Disseminierte Lyme-Borreliose (Früh- [II] und Spätstadium [III]): 2 g einmal täglich für 14–21 Tage.

Neugeborene, Säuglinge und Kinder im Alter von 15 Tagen bis 12 Jahren (< 50 kg):

  • Infektionen im Bauchraum, komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis), ambulant / im Krankenhaus erworbene Pneumonie: 50–80 mg/kg einmal täglich.
  • Komplizierte Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes, Infektionen der Knochen und Gelenke, Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf bakteriell bedingte Infektion: 50–100 mg/kg (max. 4 g) einmal täglich.
  • Bakterielle Meningitis: 80–100 mg/kg (max. 4 g) einmal täglich.
  • Bakterielle Endokarditis: 100 mg/kg (max. 4 g) einmal täglich.
  • Präoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen: 50–80 mg/kg als präoperative Einzeldosis.
  • Syphilis: 75–100 mg/kg (max. 4 g) einmal täglich für 10–14 Tage (sehr begrenzte Daten).
  • Disseminierte Lyme-Borreliose (Früh- [II] und Spätstadium [III]): 50–80 mg/kg einmal täglich für 14–21 Tage.

Neugeborene 0–14 Tage:

  • Infektionen im Bauchraum, komplizierte Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes, komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis), ambulant / im Krankenhaus erworbene Pneumonie, Infektionen der Knochen und Gelenke, Behandlung neutropenischer Patienten mit Fieber bei Verdacht auf bakteriell bedingte Infektion: 20–50 mg/kg einmal täglich.
  • Bakterielle Meningitis/Endokarditis: 50 mg/kg einmal täglich.
  • Präoperative Infektionsprophylaxe bei Operationen: 20–50 mg/kg als Einzeldosis vor der Operation.
  • Syphilis: 50 mg/kg einmal täglich für 10–14 Tage (sehr begrenzte Daten).

Maximaldosis: 50 mg/kg.

Behandlungsdauer: richtet sich nach dem Krankheitsverlauf; noch 48–72 Stunden, nachdem der Patient kein Fieber mehr hat oder die Eradikation der Bakterien nachgewiesen ist, Gabe fortführen.

Art der Anwendung: Als i.v. Infusion über mindestens 30 Minuten. Bei Neugeborenen sollten i.v. Dosen über einen Zeitraum von 60 Minuten angewendet werden. Als präoperative Infektionsprophylaxe Ceftriaxon 30–90 Minuten vor der Operation anwenden.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Ceftriaxon oder ein anderes Cephalosporin.

Bekannte schwere Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion) gegen irgendein Betalaktam-Antibiotikum (Penicilline, Monobaktame und Carbapeneme).

  • Frühgeborene bis zu einem postmenstruellen Alter von 41 Wochen (Gestationsalter plus chronologisches Alter)*;
  • termingerecht entbundene Neugeborene (bis zu einem Alter von 28 Tagen): mit Hyperbilirubinämie, Gelbsucht oder Hypoalbuminämie oder Azidose, weil in diesen Situationen die Bilirubinbindung wahrscheinlich gestört ist; wenn sie eine intravenöse Calcium-Behandlung oder Calcium-haltige i.v. Lösung benötigen (oder voraussichtlich benötigen werden), wegen der Gefahr der Ausfällung eines Ceftriaxon-Calcium-Salzes.

* In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Ceftriaxon Bilirubin aus seiner Serum-Albumin-Bindung verdrängen kann, was ein mögliches Risiko für eine Bilirubin-Enzephalopathie bei diesen Patienten darstellt.

Weitere Inhalte

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
10 Durchstechfl. N3 20170891
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