▼ GOBIVAZ 50 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Basisinformationen
ATC
Abgabebestimmungen
Produkttyp
Produkteigenschaft
Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Sorbitol (E 420), L-Histidin, L-Histidin-Hydrochlorid-Monohydrat, Poloxamer 188, Wasser für Injektionszwecke
Anwendungsgebiete
In Kombination mit Methotrexat (MTX) zur:
- Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven rheumatoiden Arthritis bei Erwachsenen, wenn das Ansprechen auf eine Therapie mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARD), einschließlich MTX, unzureichend gewesen ist.
- Behandlung der schweren, aktiven und progredienten rheumatoiden Arthritis bei Erwachsenen, die zuvor nicht mit MTX behandelt worden sind.
Es wurde gezeigt, dass Golimumab in Kombination mit MTX die in Röntgenaufnahmen bestimmte Progressionsrate von Gelenkschäden verringert und die körperliche Funktionsfähigkeit verbessert.
Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis (pJIA):
In Kombination mit Methotrexat (MTX) zur Behandlung der polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis bei Kindern ab einem Alter von 2 Jahren, die auf eine vorhergehende Therapie mit MTX unzureichend angesprochen haben.
Als Monotherapie oder in Kombination mit MTX zur Behandlung der aktiven und fortschreitenden Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen, wenn das Ansprechen auf eine vorhergehende Therapie mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARD) unzureichend gewesen ist. Golimumab verringert nachweislich die Progressionsrate der peripheren Gelenkschäden, bestimmt anhand von Röntgenaufnahmen bei Patienten mit polyartikulären symmetrischen Subtypen der Erkrankung, und verbessert die körperliche Funktionsfähigkeit.
Ankylosierende Spondylitis (AS):
Zur Behandlung der schweren, aktiven ankylosierenden Spondylitis bei Erwachsenen, die auf eine konventionelle Therapie unzureichend angesprochen haben.
Nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA):
Zur Behandlung Erwachsener mit schwerer, aktiver nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis mit objektiven, durch erhöhtes C-reaktives Protein (CRP) und/oder Magnetresonanztomographie (MRT) nachgewiesenen Anzeichen einer Entzündung, die unzureichend auf eine Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSARs) angesprochen haben oder bei denen eine Unverträglichkeit gegenüber solchen Substanzen besteht.
Zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven Colitis ulcerosa bei erwachsenen Patienten, die auf eine konventionelle Therapie, einschließlich Kortikosteroiden und 6-Mercaptopurin (6-MP) oder Azathioprin (AZA), unzureichend angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit oder Kontraindikation für solche Therapien haben.
Zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 2 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 15 kg, die auf eine konventionelle Therapie, einschließlich Kortikosteroide und 6-Mercaptopurin (6-MP) oder Azathioprin (AZA), unzureichend angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit oder Kontraindikation für solche Therapien haben.
Dosierung
Rheumatoide Arthritis: 50 mg einmal im Monat jeweils am selben Tag des Monats. GOBIVAZ ist in Kombination mit MTX anzuwenden. Patienten mit einem Körpergewicht von mehr als 100 kg, siehe Fachinformation.
Psoriasis-Arthritis, ankylosierende Spondylitis oder nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis: 50 mg einmal im Monat jeweils am selben Tag des Monats. Patienten mit einem Körpergewicht von mehr als 100 kg, siehe Fachinformation.
Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis: Bei Kindern mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg einmal im Monat 50 mg jeweils am selben Tag des Monats. Es ist keine Darreichungsform von GOBIVAZ verfügbar, die eine gewichtsabhängige Dosierung bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 40 kg ermöglicht. Daher ist es nicht möglich, GOBIVAZ an Patienten zu verabreichen, die eine Dosis von weniger als 50 mg benötigen. Wenn eine andere Dosierung erforderlich ist, sollte ein anderes Golimumab-Produkt verwendet werden.
Colitis ulcerosa bei Erwachsenen: KG weniger als 80 kg: Initialdosis 200 mg, gefolgt von 100 mg in Woche 2. Patienten, die ausreichend angesprochen haben, sollten 50 mg in Woche 6 und anschließend eine Erhaltungsdosis von 50 mg alle 4 Wochen erhalten. Patienten, die unzureichend angesprochen haben, können von einer Fortsetzung der Behandlung mit 100 mg in Woche 6 und einer anschließenden Erhaltungsdosis von 100 mg alle 4 Wochen profitieren. KG 80 kg oder mehr: Initialdosis 200 mg, gefolgt von 100 mg in Woche 2 und einer anschließenden Erhaltungsdosis von 100 mg alle 4 Wochen.
Pädiatrische Colitis ulcerosa (pCU):
- ≥ 40 kg: Induktionsdosis: 200 mg in Woche 0 und 100 mg in Woche 2. Erhaltungsdosis ab Woche 6: 100 mg alle vier Wochen. Bei < 80 kg kann der Arzt erwägen, die Erhaltungsdosis bei Patienten, die sich in Remission befinden oder ab Woche 54, auf 50 mg alle vier Wochen zu reduzieren.
- ≥ 15 kg bis < 40 kg: Induktionsdosis: 100 mg in Woche 0 und 50 mg in Woche 2. Erhaltungsdosis ab Woche 6: 50 mg alle vier Wochen. Optionale Reduzierung der Erhaltungsdosis: 25 mg alle vier Wochen. Wenn eine Dosierung von 25 mg erforderlich ist, ein anderes Golimumab-Produkt verwenden, da keine geeignete Darreichungsform von GOBIVAZ verfügbar ist.
Behandlungsdauer: Ein klinisches Ansprechen auf die Therapie wird üblicherweise innerhalb von 12 bis 14 Behandlungswochen (d. h. nach 3-4 Dosen) erzielt. Wenn innerhalb dieser Zeit kein therapeutischer Nutzen belegt werden kann, Fortsetzung der Behandlung überdenken.
Zur subkutanen Anwendung.
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Aktive Tuberkulose (TB) oder andere schwere Infektionen wie eine Sepsis und opportunistische Infektionen. Mittelschwere oder schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse III/IV).
Anwendungsbeschränkungen
Vorsicht bei Patienten mit einer chronischen Infektion bzw. mit einer anamnestisch bekannten rezidivierenden Infektion. Bei Patienten, die in Gebieten gewohnt haben oder in Gebiete gereist sind, in denen systemische Mykosen, wie z. B. Histoplasmose, Kokzidioidomykose oder Blastomykose, endemisch vorkommen, ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Behandlung mit Golimumab vor deren Einleitung sorgfältig abzuwägen. Vorsicht bei Patienten mit malignen Erkrankungen in der Anamnese sowie bei Patienten, bei denen eine maligne Erkrankung auftritt und die weiterbehandelt werden sollen. Vorsicht bei Patienten mit COPD sowie bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für maligne Erkrankungen infolge starken Rauchens. Vorsicht bei Patienten mit leichter Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse I/II). Bei Patienten mit einer vorbestehenden oder vor Kurzem neu aufgetretenen demyelinisierenden Erkrankung ist vor der Einleitung der Therapie mit Golimumab das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Behandlung mit einem TNF-Blocker sorgfältig abzuwägen. Anwendung in Kombination mit Anakinra oder Abatacept. Vorsicht bei Wechsel zwischen biologischen DMARDs.
| Z 59 Zuckeralkohole (Maltitol, Isomaltitol, Maltitol-Lösung, Mannitol, Sorbitol, Xylitol) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Maltitol, Isomaltitol, Maltitol-Lösung: Oralia: Hereditäre Fructose-Intoleranz; Sorbitol: Oralia, Parenteralia (außer i.v.): Hereditäre Fructose-Intoleranz. Sorbitol: Intravenöse Anwendung: Hereditäre Fructoseintoleranz es sei denn, es ist zwingend erforderlich. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Warnhinweis
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden. Ausführliche Informationen zu Infektionen, Tuberkulose, Reaktivierung einer Hepatitis-B-Virus-Infektion, maligne und lymphoproliferative Erkrankungen, dekompensierte Herzinsuffizienz, neurologische Ereignisse, chirurgischer Eingriff, Immunsuppression, Autoimmunprozesse, hämatologische Reaktionen, gleichzeitige Gabe von TNF-Antagonisten und Anakinra/Abatacept, gleichzeitige Anwendung mit anderen biologischen Arzneimitteln, Wechsel zwischen biologischen DMARDs, Impfungen/infektiöse therapeutische Agenzien, Überempfindlichkeitsreaktionen, besonderen Patientengruppen und mögliche Anwendungsfehler siehe Fachinformation.
Wechselwirkungen
Die Kombination von Golimumab mit anderen biologischen Arzneimitteln zur Behandlung derselben Erkrankungen wie Golimumab, einschließlich Anakinra und Abatacept, wird nicht empfohlen. Lebendimpfstoffe sollten nicht gleichzeitig mit Golimumab angewendet werden. Infektiöse therapeutische Agenzien sollten nicht gleichzeitig mit Golimumab angewendet werden. Die begleitende Anwendung von MTX bei Patienten mit RA, PsA oder AS führt zwar zu höheren Serum-Talspiegeln im Fließgleichgewicht von Golimumab, allerdings deuten die Daten nicht auf die Notwendigkeit einer Dosisanpassung von Golimumab oder MTX hin.
Schwangerschaft
Golimumab sollte in der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist. Golimumab ist plazentagängig. Nach der Behandlung mit einem TNF-blockierenden monoklonalen Antikörper während der Schwangerschaft wurde der Antikörper noch bis zu 6 Monate im Serum der Säuglinge nachgewiesen, die von den behandelten Frauen geboren wurden. Somit könnten diese Säuglinge ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Eine Anwendung von Lebendimpfstoffen bei Säuglingen, die in utero Golimumab ausgesetzt waren, ist für 6 Monate nach der letzten während der Schwangerschaft erfolgten Golimumab-Injektion nicht zu empfehlen.
Frauen im gebärfähigen Alter:
Frauen im gebärfähigen Alter müssen zuverlässige Empfängnisverhütungsmaßnahmen anwenden und diese nach der letzten Behandlung mit Golimumab über mindestens 6 Monate fortführen.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Golimumab in die Muttermilch übergeht oder nach der Aufnahme systemisch resorbiert wird. Frauen dürfen während und mindestens 6 Monate nach der Behandlung mit Golimumab nicht stillen.
Nebenwirkungen
Sehr häufig: Infektion der oberen Atemwege (Nasopharyngitis, Pharyngitis, Laryngitis und Rhinitis).
Häufig: Bakterielle Infektionen (z. B. Entzündung des Unterhautgewebes), Infektion der unteren Atemwege (z. B. Pneumonie), virale Infektionen (z. B. Grippe und Herpes), Bronchitis, Sinusitis, oberflächliche Pilzinfektionen, Abszess; Leukopenie (einschließlich Neutropenie), Anämie; Allergische Reaktionen (Bronchospasmus, Überempfindlichkeit, Urtikaria), Autoantikörper positiv; Depression, Schlaflosigkeit; Schwindel, Kopfschmerzen, Parästhesien; Hypertonie; Asthma und damit verbundene Symptome (z. B. Giemen und bronchiale Hyperaktivität); Dyspepsie, gastrointestinale und abdominale Schmerzen, Übelkeit, entzündliche Magen- und Darmerkrankungen (z. B. Gastritis und Kolitis), Stomatitis; Erhöhte Alanin-Aminotransferase(ALT/GPT)-Werte, erhöhte Aspartat-Aminotransferase(AST/GOT)-Werte; Juckreiz, Hautausschlag, Alopezie, Dermatitis; Fieber, Asthenie, Reaktion an der Injektionsstelle (z. B. Erythem, Urtikaria, Induration, Schmerz, Bluterguss, Juckreiz, Reizung und Parästhesie), Beschwerden im Brustbereich; Knochenbrüche.
Gelegentlich: Sepsis einschließlich septischer Schock, Pyelonephritis; Neubildungen (z. B. Hautkrebs, Plattenepithelkarzinom und melanozytisches Muttermal); Thrombozytopenie, Panzytopenie; Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Hypothyreose, Hyperthyreose und Kropf); Blutglukose erhöht, Lipide erhöht; Gleichgewichtsstörung; Sehstörungen (z. B. verzerrtes Sehen und verminderte Sehschärfe), Konjunktivitis, allergische Reaktion am Auge (z. B. Juckreiz und Reizung); Arrhythmie, ischämische Koronararterienerkrankungen; Thrombose (z. B. tiefe Venen- und arterielle Thrombose), Erröten; Interstitielle Lungenerkrankung; Obstipation, gastroösophageale Refluxerkrankung; Cholelithiasis, Lebererkrankungen; Bullöse Hautreaktionen, Psoriasis (Neuauftreten oder Verschlechterung einer bereits bestehenden Psoriasis, palmar/plantar und pustulöse Form), Urtikaria; Brusterkrankungen, Menstruationsstörungen.
Selten: Tuberkulose, opportunistische Infektionen (z. B. invasive Pilzinfektionen [Histoplasmose, Kokzidioidomykose, Pneumozystose], bakterielle, atypische mykobakterielle Infektion und Protozoeninfektion), Hepatitis-B-Reaktivierung, bakterielle Arthritis, infektiöse Bursitis; Lymphom, Leukämie, Melanom, Merkelzell-Karzinom; Aplastische Anämie, Agranulozytose; Schwerwiegende systemische Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich anaphylaktische Reaktion), Vaskulitis (systemisch), Sarkoidose; Demyelinisierende Erkrankungen (zentral und peripher), Geschmacksstörung; Dekompensierte Herzinsuffizienz (Neuauftreten oder Verschlechterung); Raynaud-Syndrom; Lichenoide Reaktionen, Hautablösung, Vaskulitis (kutan); Lupus-ähnliches Syndrom; Harnblasenerkrankungen, Nierenerkrankungen; Verzögerte Wundheilung.
Nicht bekannt: Hepatosplenales T-Zell-Lymphom (beobachtet bei anderen TNF-Blockern), Kaposi-Sarkom; Verschlechterung von Symptomen der Dermatomyositis.
Lagerungshinweise
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren. Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. GOBIVAZ kann einmalig für einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen bei Temperaturen bis maximal 25 °C gelagert werden, jedoch nicht über das auf dem Umkarton aufgedruckte, ursprüngliche Verfalldatum hinaus.
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
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| 1 Fertigspritze | N1 | 19963959 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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| 3 Fertigspritzen | N2 | 19963965 | ||