Fortecortin® 2 mg/-4 mg/-8 mg Tabletten

Wirkstoff
Darreichungsform
Tablette
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Hinweise

Teilbarkeit: in 2 dosisgleiche Hälften Schwangerschaft: Hinweise beachten Stillzeit: Hinweise beachten Doping: positives Ergebnis möglich Sonstige Bestandteile: Hinweise beachten

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

  • Hirnödem, ausgelöst durch Hirntumor, neurochirurgische Eingriffe, bakterielle Meningitis, Hirnabszess.
  • Schwerer akuter Asthmaanfall.
  • Orale Anfangsbehandlung ausgedehnter, schwerer, akuter, auf Glucocorticoide ansprechende Hautkrankheiten, wie Erythrodermie, Pemphigus vulgaris, akute Ekzeme.
  • Orale Anfangsbehandlung von Autoimmunerkrankungen, wie systemischer Lupus erythematodes (insbesondere viszerale Formen).
  • Aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform, z. B. schnell destruierend verlaufende Formen und/ oder mit extraartikulären Manifestationen.
  • Schwere Infektionskrankheiten mit toxischen Zuständen (z. B. Tuberkulose, Typhus; nur bei gleichzeitiger antiinfektiöser Therapie).
  • Palliativtherapie maligner Tumoren.
  • Fortecortin Tabletten werden angewendet zur Behandlung der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) bei Erwachsenen und Jugendlichen (im Alter von mindestens 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg), die eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr erfordert.
  • Prophylaxe und Therapie von postoperativem oder Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata.

Dosierung

Höhe der Dosierung abhängig von Art und Schwere der Erkrankung und individuellem Ansprechen des Patienten. Im Allgemeinen werden relativ hohe Initialdosen angewendet, die bei akuten schweren Verlaufsformen deutlich höher sein müssen als bei chronischen Erkrankungen. Die Wahl der geeigneten Dosisstärke richtet sich nach der Höhe der Anfangsdosis und der Anzahl der über den Tag zu verteilenden Dosen.

  • Hirnödem: Initialdosis in Abhängigkeit von Ursache und Schweregrad 8-10 (bis 80) mg i.v., anschließend 16-24 (bis 48) mg/Tag oral, verteilt auf 3-4 (bis 6) Einzeldosen (ED) über 4-8 Tage. Eine längerfristige, niedriger dosierte Gabe von Fortecortin kann während der Bestrahlung sowie bei der konservativen Therapie inoperabler Hirntumoren erforderlich sein.
  • Hirnödem infolge bakterieller Meningitis: 0,15 mg/kg Körpergewicht (KG) alle 6 h über 4 Tage, Kinder 0,4 mg/kg KG alle 12 h über 2 Tage, beginnend vor der ersten Antibiotikagabe.
  • Schwerer akuter Asthmaanfall: Erwachsene: 8-20 mg, weiter bei Bedarf 8 mg alle 4 Stunden. Kinder: 0,15-0,3 mg/kg KG.
  • Akute Hautkrankheiten: Je nach Art und Ausmaß der Erkrankung Tagesdosen von 8-40 mg, in Einzelfällen bis 100 mg. Anschließend Weiterbehandlung in fallender Dosierung.
  • Aktive Phasen von rheumatischen Systemerkrankungen: Systemischer Lupus erythematodes 6-16 mg/Tag.
  • Aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform: bei schnell destruierend verlaufenden Formen 12-16 mg/Tag, bei extraartikulären Manifestationen 6-12 mg/Tag.
  • Schwere Infektionskrankheiten, toxische Zustände (z. B. Tuberkulose, Typhus): 4-20 mg/Tag über einige Tage, nur neben entsprechender antiinfektiöser Therapie.
  • Palliativtherapie maligner Tumoren: initial 8-16 mg/Tag, bei länger dauernder Therapie 4-12 mg/Tag.
  • Behandlung von COVID-19: Erwachsene erhalten 1-mal täglich 6 mg i.v. oder oral über Zeitraum von bis zu 10 Tagen.

Pädiatrische Patienten (Jugendliche ab 12 Jahren und älter): 6 mg i.v. oder oral 1-mal täglich für Zeitraum bis zu 10 Tagen empfohlen. Dauer der Behandlung nach klinischem Ansprechen und individuellen Bedürfnissen des Patienten.

  • Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata: 10-20 mg vor Beginn der Chemotherapie, danach erforderlichenfalls 2- bis 3-mal täglich 4-8 mg über 1-3 Tage (mäßig emetogene Chemotherapie) bzw. bis zu 6 Tage (hoch emetogene Chemotherapie).
  • Prophylaxe und Therapie von postoperativem Erbrechen: ED von 8-20 mg vor Beginn der Operation, bei Kindern ab 2 Jahren: 0,15-0,5 mg/kg KG (max. 16 mg).

Art der Anwendung: zu oder nach dem Essen, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit. Tagesdosis möglichst als Einzeldosis morgens; bei benötigter Hochdosistherapie ist häufig mehrmalige tägliche Gabe erforderlich, um maximalen Effekt zu erzielen.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Weitere Inhalte

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
20 Tbl. 2 mg N1 02452829
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100 Tbl. 2 mg N3 02452841
20 Tbl. 4 mg N1 04862508
20 Tbl. 8 mg N1 07449944