Androcur® 10 mg Tabletten

Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Ausgeprägte Androgenisierungserscheinungen bei der Frau, die eine Hormonbehandlung erfordern: schwerere Formen der Akne, wenn diese mit Entzündungen und Knotenbildungen einhergehen (Acne papulopustulosa, Acne nodulocystica) oder die Gefahr einer Narbenbildung besteht, mittelschwere bis schwere Formen von Hirsutismus, mittelschwere bis schwere Formen der androgenetischen Alopezie. Cyproteronacetat 10 mg ist für ausgeprägte Androgenisierungserscheinungen bei der Frau, die einer Hormonbehandlung erfordern, angezeigt, wenn mit cyproteronhaltigen Arzneimitteln mit niedriger Dosis oder mit anderen Behandlungsoptionen keine zufriedenstellenden Ergebnisse erreicht werden konnten. Bei der Behandlung einer Akne sollte die Hormonbehandlung gegenüber einer systemischen Antibiotikabehandlung abgewogen werden.

Dosierung

Vom 1. bis 15. Tag täglich 1 Tablette einnehmen. Zusätzlich vom 1. bis 21. Tag ein geeignetes Estrogen oder eine geeignete Gestagen-Estrogen-Kombination einnehmen. Mit der Einnahme beider Präparate muss am 1. Tag einer Monatsblutung (1. Zyklustag) begonnen werden. Anschließend 7-tägige Einnahmepause.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, bei Leberkrankheiten (auch Ausscheidungsstörungen wie Dubin-Johnson- und Rotor-Syndrom), bei vorausgegangenen oder bestehenden Lebertumoren, bei bekannten oder vermuteten malignen Erkrankungen, bei Patienten mit Meningeomen oder Meningeomen in der Vorgeschichte, bei schweren chronischen Depressionen, bei vorausgegangenen oder bestehenden thromboembolischen Prozessen, bei schwerem Diabetesmellitus mit Gefäßveränderungen, bei Sichelzellenanämie, während der Schwangerschaft, in der Stillzeit, bei diagnostisch ungeklärten vaginalen Blutungen, bei idiopathischem Schwangerschaftsikterus oder schwerem Schwangerschaftspruritus bzw. Herpes gestationis in der Anamnese.

Anwendungsbeschränkungen

Z 30 Lactose
Orale Anwendung: Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Warnhinweis

Ausführliche Informationen zu allgemeinen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen, Ausbleiben der Entzugsblutung, Leber, Meningeom, Kohlenhydratstoffwechsel, Verhalten bei Zwischenblutungen siehe Fachinformation.

Wechselwirkungen

Ketoconazol, Itraconazol, Clotrimazol, Ritonavir und andere starke CYP3A4-Hemmer: Hemmung des Metabolismus von Cyproteronacetat. CYP3A4-Induktoren wie Rifampicin, Phenytoin und Produkte, die Johanniskraut enthalten: Senkung des Cyproteronacetat-Spiegels.

Schwangerschaft

Kontraind. In tierexperimentellen Untersuchungen verursachte die Gabe von CPA während der hormonsensiblen Differenzierungsphase der Genitalorgane in hohen Dosierungen Feminisierungserscheinungen bei männlichen Feten.

Stillzeit

Kontraind. La 2.
La 2 Substanz geht in die Milch über. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden.

Nebenwirkungen

Selten: Meningeom. Häufigkeit nicht bekannt: Gutartige und bösartige Lebertumore; Überempfindlichkeitsreaktionen; Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, Blutzuckeranstiege bei Diabetikern; abnormale Leberfunktion, Gelbsucht, Hepatitis; depressive Verstimmungen, Abnahme der Libido, Zunahme der Libido; intraabdominale Blutungen; Hautreaktionen; Schmerzen, Spannungsgefühl in den Brüsten oder Vergrößerung der Brüste insbesondere zu Beginn der Behandlung, unregelmäßige oder ausbleibende Menstruationsblutung, Schmierblutung.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
3×15 Tbl. 02579062
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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