Actilyse® Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung

Wirkstoff
Darreichungsform
Pul­ver und Lö­sungs­mit­tel zur Herstellung ei­ner In­jektions- bzw. Infusionslösung
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Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Original-Biologikum

Hinweise

Schwangerschaft: Hinweise beachten Stillzeit: Hinweise beachten Sonstige Bestandteile: Hinweise beachten

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Bei akutem Herzinfarkt innerhalb von 6 Std. nach Beginn der Symptome (90 min Infusionsschema), innerhalb von 6-12 Std. nach Beginn der Symptome (3-Std.-Infusionsschema); bei akuter massiver Lungenembolie mit hämodynamischer Instabilität; bei akutem ischämischen Schlaganfall (AIS) innerhalb des Zeitfensters von 4,5 Std. nach dem letzten bekannten Status ohne Symptome und nach Ausschluss einer intrakraniellen Blutung.

Dosierung

Gesamtdosis von 100 mg bei Herzinfarkt innerhalb von 6 Std. bzw. 6-12 Std. ein 90-Min. (akzeleriertes)- bzw. 3-Std.-Inf.-schema; bei Lungenembolie über 2 Std.; bei Patienten mit KG < 65 kg Gesamtdosis von 1,5 mg/kg nicht überschreiten. Bei akutem ischämischen Schlaganfall bei Erwachsenen und Jugendlichen ≥ 16 Jahren: So früh wie möglich und nicht später als 4,5 Std. nach dem letzten bekannten Status ohne Symptome und nach dem Ausschluss einer intrakraniellen Blutung 0,9 mg Wirkstoff/kg KG (max. 90 mg), die innerhalb von 60 Minuten i.v. infundiert werden. 10 % der Gesamtdosis werden als initialer i.v. Bolus verabreicht.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Gegenanzeigen bei akutem Herzinfarkt, akuter massiver Lungenembolie und akutem ischämischem Schlaganfall:

Situationen, die mit einem erhöhten Blutungsrisiko einhergehen, wie bei:

  • wesentlicher Blutgerinnungsstörung akut oder innerhalb der letzten 6 Monate;
  • bekannter hämorrhagischer Diathese;
  • manifester oder kurz zurückliegender schwerer oder lebensgefährlicher Blutung;
  • Schädigung des Zentralnervensystems in der Anamnese (z. B. Neoplasma, Aneurysma, intrakranielle oder spinale Operation);
  • kurz zurückliegender (weniger als 10 Tage) Entbindung, kurz zurückliegender Punktion eines nicht komprimierbaren Blutgefäßes (z. B. Vena subclavia oder Vena jugularis);
  • unkontrollierbarer schwerer arterieller Hypertonie;
  • bakterieller Endokarditis, Perikarditis;
  • akuter Pankreatitis;
  • aktiven ulzerativen Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt, Ösophagusvarizen, bekannten arteriellen Aneurysmata und/oder arterieller/venöser Missbildung;
  • Neoplasie mit erhöhtem Blutungsrisiko;
  • schwerer Lebererkrankung einschließlich Leberversagen, Zirrhose, Pfortaderhochdruck (Ösophagusvarizen) und aktiver Hepatitis;
  • größeren Operationen oder schweren Traumen innerhalb der vergangenen 3 Monate.

Zusätzliche Gegenanzeigen bei akutem Herzinfarkt und akuter massiver Lungenembolie:

  • Jeder hämorrhagische Schlaganfall oder Schlaganfall unbekannten Ursprungs in der Anamnese;
  • anamnestisch bekannter ischämischer Schlaganfall oder transiente ischämische Attacke (TIA) in den letzten 6 Monaten, außer einem gegenwärtigen akuten ischämischen Schlaganfall innerhalb von 4,5 Stunden.
  • Patienten, die eine wirksame orale Antikoagulanzientherapie erhalten (z. B. Vitamin‑K‑Antagonisten mit INR > 1,3).

Zusätzliche Gegenanzeigen bei akutem ischämischem Schlaganfall:

  • geringfügige neurologische Defizite oder Symptome, die sich vor Infusionsbeginn rasch bessern;
  • klinisch (z. B. NIHSS > 25) bzw. durch geeignete bildgebende Verfahren nachgewiesener schwerer Schlaganfall;
  • bestehende, anamnestisch bekannte intrakranielle Blutung oder Verdacht darauf;
  • Nachweis für eine intrakranielle Blutung (ICH) im Computertomogramm;
  • Symptome, die auf eine Subarachnoidalblutung hinweisen, selbst bei normalem Computertomogramm;
  • Patienten, die eine wirksame Antikoagulation erhalten (z. B. Vitamin‑K‑Antagonisten mit INR > 1,7).
  • Heparingabe innerhalb der vergangenen 48 Stunden und Thromboplastinzeit oberhalb des Normalwertes;
  • Patienten mit Schlaganfall in der Anamnese und begleitendem Diabetes;
  • Schlaganfall innerhalb der letzten 3 Monate;
  • Thrombozytenzahl unter 100 000/mm3;
  • systolischer Blutdruck > 185 mm Hg oder diastolischer Blutdruck > 110 mm Hg oder wenn der Blutdruck unter sorgfältiger Behandlung nicht unter diese Werte gesenkt werden kann;
  • Blutzucker < 50 mg/dl oder > 400 mg/dl (< 2,8 mM oder > 22,2 mM).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Bei Kindern unter 16 Jahren zur Behandlung eines akuten ischämischen Schlaganfalls kontraindiziert.

Weitere Inhalte

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
1 Durchstechfl. 10 mg + 1 Durchstechfl. m. 10 ml Wasser N1 03974381
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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1 Durchstechfl. 20 mg + 1 Durchstechfl. m. 20 ml Wasser + 1 Überleit.-kanüle N1 03300613
1 Durchstechfl. 50 mg + 1 Durchstechfl. m. 50 ml Wasser + 1 Überleit.-kanüle 50 mg N1 03300636