Basisinformationen
ATC
Abgabebestimmungen
Produkttyp
Produkteigenschaft
Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Glycin, Salzsäure 3,6% (zur pH-Wert Einstellung)
Anwendungsgebiete
Zur Anwendung als Analgetikum während der Einleitung und/oder Aufrechterhaltung der Anästhesie. Zur Analgesie von künstlich beatmeten, intensivmedizinisch betreuten Patienten, ab einem Alter von 18 Jahren.
Dosierung
a) Narkoseeinleitung: Mit oder ohne Remifentanil-Bolusinjektion (1 μg/kg langsame über mind. 30 Sek.) Remifentanil zusammen mit Standarddosis eines Hypnotikums (z. B. Propofol, Thiopental, Isofluran) mit einer Remifentanil-Infusionsrate von 0,5-1 μg/kg/min applizieren. b) Aufrechterhaltung der Narkose bei beatmeten Patienten: Infusion nach endotrachealer Intubation entsprechend dem Narkoseverfahren anpassen. c) Anästhesie bei spontan atmenden, anästhesierten Patienten mit gesicherten Atemwegen (z.B. Anästhesie mittels Larynxmaske): Remifentanil-Infusion: Anfangsinfusionsrate für eine ergänzende Analgesie bei spontan atmenden, anästhesierten Patienten: 0,04 μg/kg/min, Bereich von 0,025-0,1 μg/kg/min; Bolusinjektionen bei spontan atmenden anästhesierten Patienten nicht empfohlen. Nicht als Analgetikum verwenden bei Eingriffen, bei denen Patienten bei Bewusstsein sind oder während der Maßnahme keine Atemhilfe erhalten. Ausführliche Informationen siehe Fachinformation.
Gegenanzeigen
Warnhinweis
Dop.! | Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. |
Hinweis
(N) | Narkosemittel: Nach einer Narkose mit diesem Arzneimittel darf der Patient nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder eine Maschine bedienen, über den Zeitfaktor hat der Arzt individuell zu entscheiden. Der Patient sollte sich nur in Begleitung nach Hause begeben und keinen Alkohol zu sich nehmen. |
Wechselwirkungen
Verringerung der benötigten Dosen von Inhalations-/i.v.-Anästhetika, sowie Benzodiazepinen; erhöhte Wahrscheinlichkeit für Hypotonie und Bradykardie bei gleichzeitiger Anwendung von Betablockern, Calciumantagonisten; bei Kombination mit serotonergen Arzneimitteln auf Anzeichen eines Serotonin-Syndroms überwachen; mit sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln erhöhtes Risiko von Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod. Es ist ratsam, nach dem Erhalt von Remifentanil auf alkoholische Getränke zu verzichten.
Schwangerschaft
Gr 6 | Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen. |
Stillzeit
La 1 | Es ist nicht bekannt, ob die Substanz in die Milch übergeht. |
Nebenwirkungen
Sehr häufig: Rigidität der Skelettmuskulatur, Hypotonie, Übelkeit, Erbrechen. Häufig: Bradykardie, postoperativ auftretende Hypertonie, akute Atemdepression, Apnoe, Husten, Pruritus, postoperatives Frösteln. Gelegentlich: Hypoxie, Obstipation, postoperative Schmerzen. Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen einschl. Anaphylaxie bei Patienten, die Remifentanil zusammen mit einem oder mehreren Anästhetika erhielten, Sedierung (während Aufwachphase nach Allgemeinanästhesie), Asystolie/Herzstillstand nach Bradykardie bei Patienten, die mit Remifentanil in Kombination mit anderen Anästhetika behandelt wurden. Nicht bekannt: Anaphylaktischer Schock, Abhängigkeit, Entzugssyndrom, Krampfanfälle, AV-Block, Arrhythmie, Toleranzentwicklung. Nach plötzlicher Beendigung der Infusion selten Symptome wie Tachykardie, Hypertonie und Agitiertheit, insbes. nach längerer Verabreichung (> 3 Tage).
Intoxikation
Packungsangaben
Messzahl | PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | |
---|---|---|---|---|
5 Durchstechfl. 1 mg | N1 | 09266656 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
Bitte loggen Sie sich mit Ihrem DocCheck Zugang ein. |
|
5 Durchstechfl. 2 mg | N1 | 09266662 | ||
5 Durchstechfl. 5 mg | N1 | 09266679 |