Ritalin® 10 mg Tabletten
Basisinformationen
ATC
Abgabebestimmungen
Produkttyp
Produkteigenschaft
Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Gelatine, Lactose-Monohydrat (Lactose 38 mg), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Talkum, Tricalciumphosphat (Ph.Eur.), Weizenstärke 48 mg
Anwendungsgebiete
-LA Hartkps.: Im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 6 Jahren und Erwachsenen, wenn sich andere therapeutische Maßnahmen allein als unzureichend erwiesen haben. Der Behandlungsbeginn und die weitere Behandlung müssen unter der Aufsicht eines auf die Behandlung von ADHS spezialisierten Arztes, wie z. B. einem Pädiater, Kinder-/Jugendpsychiater oder Psychiater erfolgen. -10 mg Tbl.: im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) bei Kindern ab einem Alter von 6 Jahren und bei Narkolepsie im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie.
Dosierung
-10 mg: Hyperkinetische Störung/ADHS bzw. Narkolepsie bei Kindern und Jugendlichen (6 Jahre und älter): Initial 5 mg (½ Tablette) 1-2-mal/Tag (z. B. morgens und mittags), wöchentliche Steigerung der TD um 5-10 mg (½-1 Tablette) maximal 60 mg/Tag, üblicherweise aufgeteilt auf 2-3 ED. Erwachsene: mit Narkolepsie: Durchschnittliche TD 20-30 mg (2-3 Tabletten, aufgeteilt in 2-3 ED); Dosen bis zu 80 mg (8 Tabletten/Tag) können notwendig sein. Einnahme mit etwas Flüssigkeit zu oder nach den Mahlzeiten, bei stärkeren anorektischen Effekten 1 Std. nach den Mahlzeiten. -LA 10 mg/-20 mg/-30 mg/-40 mg: Einnahme zusammen mit oder ohne Nahrung. Hartkapseln im Ganzen schlucken (nicht zerdrücken, zerkleinern oder zerkauen) oder Inhalt auf kleine Menge Nahrung verteilen. Mit niedrigster Dosis beginnen. Ritalin LA 10 mg Kapseln einmal täglich können anstelle von zweimal täglich 5 mg Methylphenidat mit sofortiger Wirkstofffreisetzung von Beginn der Behandlung an verwendet werden, wenn der behandelnde Arzt 10 mg für die angemessene Tagesdosis hält. Behandlung kann im Ermessen des Arztes auch mit einer Anfangsdosis von 20 mg Kapseln begonnen werden. Empfohlene Dosis Ritalin LA sollte der Gesamttagesdosis der sofort freisetzenden Form entsprechen und die Gesamtdosis von 60 mg bei Kindern/Jugendlichen und 80 mg bei Erwachsenen nicht überschreiten. Die Einnahme sollte nicht zu spät am Morgen erfolgen, um Schlafstörungen zu vermeiden. Zur Nachdosierung mit einer sofort freisetzenden Methylphenidat-Formulierung am Abend bei zu frühem Nachlassen der Wirkung von Ritalin LA, zur Umstellung von der Standard-Formulierung oder der Formulierung mit veränderter Wirkstofffreisetzung auf Ritalin LA und für weitere Informationen siehe Fachinformation.
Gegenanzeigen
Anwendungsbeschränkungen
| Z 25 Kohlenhydrate (Fructose, Galactose, Glucose, Honig, Invertzucker, Sucrose (Saccharose)) e (-Hartkps.) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| e | Sucrose (Saccharose): Orale Anwendung: Hereditäre Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption, Sucrase-Isomaltase-Mangel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Z 30 Lactose (-Tbl.) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Orale Anwendung: Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Warnhinweis
Dop.! Patienten, bei denen während der ADHS-Behandlung Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten, sollten sofort von ihrem Arzt beurteilt werden. Bei Langzeitanwendung bei Kindern wurde über mäßig verringerte Gewichtszunahme und Wachstumsverzögerung berichtet. Sorgfältige Überwachung hinsichtlich Zweckentfremdung, Missbrauch und Fehlgebrauch von Methylphenidat. Unter Langzeitbehandlung (d. h. > 12 Monate) fortlaufende sorgfältige Überwachung entsprechend den Richtlinien hinsichtlich Herz-Kreislaufstatus, Wachstum, Appetit, Entwicklung von neuen oder Verschlechterung von bestehenden psychiatrischen Erkrankungen. Psychiatrische Erkrankungen beinhalten: motorische oder vokale Tics, aggressives oder feindseliges Verhalten, Agitiertheit, Angst, Depression, Psychose, Manie, Wahnvorstellung, Reizbarkeit, mangelnde Spontanität, Rückzug und übermäßige Perseveration. Sollte nicht für die Prophylaxe oder Behandlung von Ermüdungszuständen angewendet werden. Bei Vorliegen einer Leukopenie, Thrombozytopenie, Anämie oder anderen Veränderungen einschl. der Hinweise auf Nieren- oder Lebererkrankungen ist an einen Abbruch der Behandlung zu denken. Bei abnormal verlängerten oder häufigen und schmerzhaften Erektionen unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Tbl. zusätzlich: Patienten mit Weizenallergie dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
| Dop.! | Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. |
Hinweis
| Z 52 Weizenstärke (Oralia) (-10 mg) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Weizenstärke kann geringe Mengen Gluten enthalten, die aber auch für Patienten, die an Zöliakie leiden, als verträglich gelten. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Wechselwirkungen
Schwangerschaft
Stillzeit
| La 3 | Substanz geht in die Milch über. In Abhängigkeit von Dosis, Art der Anwendung und Dauer der Medikation kann das Befinden des Säuglings vorübergehend beeinträchtigt werden. |
Nebenwirkungen
Sehr häufig: Appetitverlust*; Schlaflosigkeit, Nervosität; Konzentrationsmangel und Geräuschempfindlichkeit (b. Erw. m. Narkolepsie), Kopfschmerzen; Übelkeit*, Mundtrockenheit*; Schwitzen (b. Erw. m. Narkolepsie). Häufig: Nasopharyngitis; Anorexie, mäßige Verminderung der Gewichtszunahme und des Längenwachstums bei längerer Anwendung bei Kindern, Gewichtsverminderung bei Erwachsenen; Anorexie, Affektlabilität, Aggression, Erregung, Ängstlichkeit, Depression, Reizbarkeit, anomales Verhalten, Ruhelosigkeit*, Schlafstörungen*, Libidoabnahme**, Panikattacken**, Stress**, Bruxismus**; Tremor*, Schwindelgefühl, Dyskinesie, psychomotorische Hyperaktivität, Somnolenz; Arrhythmie, Tachykardie*, Palpitationen; Hypertonie, periphere Kälte*; Husten, Rachen- und Kehlkopfschmerzen, Dyspnoe; Bauchschmerzen, Diarrhö, Magenbeschwerden und Erbrechen, Dyspepsie**, Zahnschmerzen; Hyperhidrose*, Alopezie, Pruritus, Rash, Urtikaria; Arthralgien; Fieber, Wachstumsverzögerung bei Langzeitanwendung bei Kindern, Gefühl der inneren Unruhe**, Müdigkeit*, Durst**; Änderung des Blutdrucks und der Herzfrequenz (üblicherweise Erhöhung), Gewichtsverlust. Gelegentlich: Gastroenteritis**; Überempfindlichkeitsreaktionen wie angioneurotisches Ödem, anaphylaktische Reaktionen, Ohrenschwellung, bullöse Erkrankungen, exfoliative Erkrankungen, Urtikaria, Pruritus, Rash, Hautausschläge; psychotische Erkrankungen, auditive, visuelle und taktile Halluzinationen, Ärger, Suizidgedanken, Verstimmung, Stimmungsschwankungen, Weinerlichkeit, Tics, Verschlechterung bestehender Tics oder des Tourette-Syndroms, Hypervigilanz, Anspannung**; Sedierung, Akathisie**; Diplopie, verschwommenes Sehen, trockenes Auge; Brustschmerzen; Obstipation; erhöhte Leberenzymwerte; angioneurotisches Ödem, Erkrankungen mit Blasenbildung, schuppende Erkrankungen; Myalgie, Muskelzuckungen, Muskelverspannungen**; Hämaturie; Herzgeräusche, erhöhte Leberenzyme. Selten: Manie, Desorientiertheit, Libidostörung, Zwangsstörung (einschließlich Trichotillomanie und Dermatillomanie); Schwierigkeiten bei der visuellen Akkommodation, Mydriasis, Sehstörungen; Angina pectoris; fleckiger Ausschlag, Erythem; Gynäkomastie. Sehr selten: Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, thrombozytopenische Purpura; Suizidversuch (einschl. vollendetem Suizid), transiente depressive Stimmung, abnormes Denken, Apathie; Konvulsionen, choreatisch-athetotische Bewegungen, reversible ischämisch-neurologische Ausfälle, malignes neuroleptisches Syndrom; Herzstillstand, Myokardinfarkt, plötzlicher Herztod; zerebrale Arteriitis und/oder Verschluss, Raynaud-Syndrom; anormale Leberfunktion einschl. Leberkoma; Entzündungen der Mundschleimhaut (b. Erw. m. Narkolepsie), Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, fixes Arzneimittelexanthem; Muskelkrämpfe; erhöhte alkalische Phosphatase im Blut, erhöhtes Bilirubin im Blut, reduzierte Thrombozytenzahl, Leukozytenzahl pathologisch. Nicht bekannt: Panzytopenie; Wahnvorstellungen, Denkstörungen, Verwirrtheitszustand, Abhängigkeit, Logorrhö (Es wurden Fälle von Missbrauch und Abhängigkeit beschrieben, häufiger mit schnell freisetzender Formulierung); zerebrovaskuläre Erkrankungen (einschl. Vaskulitis, Hirnblutungen, zerebrale Arteriitis, zerebraler Verschluss und zerebrovaskuläre Ereignisse), Grand-mal-Anfälle, Migräne, Dysphemie; erhöhter Augeninnendruck, Glaukom; supraventrikuläre Tachykardie, Bradykardie, ventrikuläre Extrasystolen, Extrasystolen; Epistaxis; Trismus**; Inkontinenz; erektile Dysfunktion, Priapismus, verstärkte Erektion, Dauererektion; Brustbeschwerden, Hyperpyrexie. (* Bei Erwachsenen mit höherer Frequenz als bei Kindern und Jugendlichen. ** Auf der Grundlage der in ADHS-Studien bei Erwachsenen berechneten Häufigkeit [es wurden keine Fälle in pädiatrischen Studien berichtet]).
| Z 52 Weizenstärke (Oralia) (-10 mg) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Überempfindlichkeitsreaktionen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Intoxikation
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
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| 30 Tbl. | N1 | 09621117 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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| 60 Tbl. | N2 | 09621123 | ||