Cefazolin-saar® 2000 mg i.v.

Wirkstoff
Darreichungsform
Pulver mit und ohne Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Akute und chronische bakterielle Infektionen unterschiedlicher Lokalisation und Intensität mit Cefazolin-empfindlichen Keimen wie

  • Infektionen der Atemwege (Streptococcus pneumoniae, Klebsiella-Spezies, Staphylococcus aureus, betahämolysierende Streptokokken der Gruppe A),
  • Infektionen der Niere, der ableitenden Harnwege und der Geschlechtsorgane (E. coli, Proteus mirabilis, Klebsiella-Spezies, einige Stämme von Enterobacter),
  • Infektionen der Haut und Weichteile,
  • Infektionen der Gallenwege,
  • Infektionen der Knochen und Gelenke,
  • Sepsis (Streptococcus pneumoniae, Staphylococcus aureus, Proteus mirabilis, E. coli, Klebsiella-Spezies),
  • Endokarditis (Staphylococcus aureus, Streptokokken der Gruppe A).

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre: Infektionen mit grampositiven Erregern: 1,5-2 g/Tag, Infektionen mit gramnegativen Erregern: 3-6 g/Tag, bei ernsten, lebensbedrohlichen Infektionen bis 12 g/Tag.

Besondere Dosierungen: Unkomplizierte Harnwegsinfektion: 1 g/12 h.

Kinder > 2 Monate: 25-50(-100) mg/kg KG/Tag in 3-4 Gaben.

Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Gegenanzeigen

C 18 Cefazolin
a Überempfindlichkeit gegen Cephalosporine (eine gelegentlich auftretende Parallelallergie mit anderen Betalactam-Antibiotika, Penicillinen u. a. ist zu beachten)
b Frühgeborene u. Säuglinge im ersten Lebensmonat

Anwendungsbeschränkungen

C 18 Cefazolin a-c
a Pat. mit ausgeprägter Allergie od. Asthma in der Anamnese
b Stark eingeschränkte Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate <55 ml/min, Dos. entsprechend anpassen)
c Pat. mit Risikofaktoren, die zu einem Vitamin-K-Mangel führen od. andere Blutgerinnungsmechanismen beeinflussen (angeboren: z. B. bei Bluterkrankheit; erworben: z. B. bei parenteraler Ernährung, Mangelernährung, gestörter Leber- u. Nierenfunktion od. Thrombozytopenie; medikamentös bedingt: z. B. durch Heparin od. orale Antikoagulanzien), Pat. mit Erkrankungen, die Blutungen auslösen od. verstärken können (z. B. Magen- u. Darmgeschwüre)

Warnhinweis

Enth. 96 mg Natrium. Nicht zur Behandlung einer Meningitis geeignet. Schmerzen bei nicht bestimmungsgemäßer Applikation. Die Injektion darf nicht intraarteriell erfolgen! Regelmäßige Kontrolle des Quickwerts und ggf. Vitamin K Substitution bei Patienten mit Erkrankungen, die zu Blutungen führen können oder Gerinnungsstörungen.

Z 35 Natriumverbindungen
Parenterale und orale Anwendung ≥1 mmol/Dosis: Der Natriumgehalt ist zu berücksichtigen bei Patienten unter Natrium-kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diät.

Wechselwirkungen

C 18 Cefazolin
a Probenecid (a) Ausscheidung von Cefazolin durch die Niere gehemmt, dadurch höhere u. länger anhaltende Cefazolin-Blutspiegel
b Antikoagulanzien (b) Plasmatische Blutgerinnungsstörungen (Gerinnungsparameter regelmäßig überwachen)
c Aminoglykoside, schnell wirkende Diuretika (c) Nephrotoxische Wirkung genannter Wirkstoffe evtl. verstärkt (Nierenfunktion kontrollieren)
d Hinweis: Nichtenzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung u. der Coombs-Test können falsch positiv sein.
e Inkompatibilitäten: Zur Vermeidung chemischer Reaktionen Cefazolin-Lösung nicht mischen mit Amikacindisulfat, Amobarbital-Natrium, Bleomycinsulfat, Calciumgluceptat, Calciumgluconat, Cimetidinhydrochlorid, Colistimethat-Natrium, Erythromycingluceptat, Kanamycinsulfat, Oxytetracyclinhydrochlorid, Pentobarbital-Natrium, Polymyxin-B-sulfat u. Tetracyclinhydrochlorid.

Schwangerschaft

C 18 Cefazolin
Strenge Indikationsstellung. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Cefazolin ist plazentagängig.

Stillzeit

C 18 Cefazolin
Kontraindiziert. Cefazolin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Beim gestillten Säugling kann es zu Diarrhöen u. Sprosspilzbesiedlung kommen.

Nebenwirkungen

Häufig: gastrointestinale Störungen in Form von Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen, Appetitmangel, Meteorismus und Bauchschmerzen; allergische Hautreaktionen wie Exantheme, Urtikaria und Pruritus.

Gelegentlich: Schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen wie angioneurotisches Ödem und Arzneimittelfieber; reversible Auswirkungen auf das Blutbild toxischer und allergischer Art in Form von Thrombozytopenie, Neutropenie, Leukopenie oder Eosinophilie; leichte, vorübergehende Erhöhung von Leberenzymen im Serum (SGOT, SGPT und Alkalische Phosphatase); nach intravenöser Anwendung Phlebitis oder Thrombophlebitis.

Selten: Plasmatische Blutgerinnungsstörungen und in deren Folge Blutungen; interstitielle Nephritis und andere Nierenerkrankungen.

Sehr selten: Lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock; reversible Hepatitis; cholestatische Gelbsucht.

Nicht bekannt: Kounis-Syndrom.

Bei schweren und anhaltenden Durchfällen ist an eine pseudomembranöse Enterokolitis zu denken. Die gastrointestinalen Beschwerden sind meist leicht ausgeprägt und klingen häufig während, sonst nach Beendigung der Therapie ab. Langfristige und wiederholte Anwendung kann zu einer Superinfektion oder Kolonisation mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen (Mundsoor, Moniliasis vaginalis) führen.

Intoxikation

C 18 Cefazolin
Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Parästhesien, zentralnervöse Erregungszustände, Myoklonien u. Krämpfe.
Therapie
Bei einer Vergiftung sind eliminationsbeschleunigende Maßnahmen angezeigt. Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Cefazolin ist hämodialysierbar.

Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern. Vor Licht schützen. Lagerung nach Rekonstitution siehe Fachinformation.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP KAEP
10 Inf.-Fl. 15 ml KP 18113443
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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25 Inf.-Fl. 15 ml KP 07403557
1 Inf.-Fl. 100 ml N1 07411700
10 Inf.-Fl. 100 ml N3 07411717