Noxafil® 300 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Basisinformationen
ATC
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Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Hexakis- u. Heptakis-O-(4-sulfobutyl)cyclomaltoheptaose-Natriumsalz (1:6,2-6,9) (SBECD) 6.680 mg, Natriumedetat (Ph. Eur.), Salzsäure 36 % (zur pH-Anpassung), Natriumhydroxid (zur pH-Anpassung), Wasser f. Inj.-zwecke
Anwendungsgebiete
Tbl., Konz. u. Plv. z. Einnehmen: Zur Behandl. folg. invasiven Pilzerkrank. bei päd. Pat. ab 2 Jahren, d. mehr als 40 kg wiegen (Mindestgewicht gilt nur für Tbl.), u. Erw. (nur Tbl. u. Konz.): Invasive Aspergillose; Fusariose bei Pat. mit gegenüb. Amphotericin B therapierefrakt. (= Progress. d. Infekt. od. Ausbleiben einer Besser. nach mind. 7 Tagen unter vorangegang. wirksam. antimy-kot. Ther. in therapeut. Dos.) Erkrank. od. mit Unverträglichkeit gg. Amphotericin B; Chromoblastomykose u. Myzetom bei Pat. mit gegenüb. Itraconazol therapierefrakt. (Def. s. o.) Erkrank. od. mit Unverträglichkeit gg. Itraconazol; Kokzidioidomykose bei Pat. mit gegenüb. Amphotericin B, Itraconazol od. Fluconazol therapierefrakt. (Def. s. o.) Erkrank. od. mit Unverträglichkeit gg. diese AM. Zur Prophylaxe invasiver Pilzerkrank. bei päd. Pat. ab 2 Jahren, d. mehr als 40 kg wiegen (Mindestgewicht gilt nur für Tbl.), u. Erw. (nur Tbl. u. Konz.): Pat. mit Remissions-induz. Chemother. bei akuter myeloischer Leukämie (AML) od. myelodysplastischen Syndromen (MDS), die erwartungsgem. zu längerfrist. Neutropenie führt u. bei denen e. hohes Risiko f. die Entwickl. invasiver Pilzerkrank. besteht; Empfänger e. hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT) mit Hochdosis-Immunsuppr.-Ther. bei e. Graft-versus-Host-Syndrom (GVHD) u. mit hohem Risiko f. die Entwickl. invasiver Pilzerkrank.
Dosierung
Filmtbl.: Invasive Aspergillose: Initial 300 mg 2mal/Tag am 1. Tag, danach 300 mg 1mal/Tag. Ther.-refrakt. invas. Pilzerkrank. (IFI) / IFI mit Unverträglichkeit gegen First-Line-Ther.: Initial 300 mg 2mal/Tag am 1. Tag, danach 300 mg 1mal/Tag. Prophylaxe invasiver Pilzerkrank.: Initial 300 mg 2mal/Tag am 1. Tag, danach 300 mg 1mal/Tag. Für alle Indikationen: Tbl.-Einnahme unabhäng. v. Nahrung. Konz.: Invasive Aspergillose: Erw.: Initial 300 mg 2mal/Tag am 1. Tag, danach 300 mg 1mal/Tag. Päd. Pat. (von 2 bis unter 18 J.): Initial 6 mg/kg (bis maximal 300 mg) 2mal/Tag am 1. Tag, danach 6 mg/kg (bis maximal 300 mg) 1mal/Tag. Ther.-refrakt. invas. Pilzerkrank. (IFI) / IFI mit Unverträglichkeit gegen First-Line-Ther.: Erw.: Initial 300 mg 2mal/Tag am 1. Tag, danach 300 mg 1mal/Tag. Päd. Pat. (von 2 bis unter 18 J.): Initial 6 mg/kg (bis maximal 300 mg) 2mal/Tag am 1. Tag, danach 6 mg/kg (bis maximal 300 mg) 1mal/Tag. Prophylaxe invasiver Pilzerkrank.: Erw.: Initial 300 mg 2mal/Tag am 1. Tag, danach 300 mg 1mal/Tag. Päd. Pat. (von 2 bis unter 18 J.): Initial 6 mg/kg (bis maximal 300 mg) 2mal/Tag am 1. Tag, danach 6 mg/kg (bis maximal 300 mg) 1mal/Tag. Für alle Indikationen: Verabreich. über ZVK über ca. 90 Min.; wenn kein ZVK verfügbar, dann Inf. über periph. Venenkatheter über ca. 30 Min. mögl.; keine Bolus-Injekt. Plv.: Alle Indikationen: Gewichtsabhängige Dosierung (2mal/Tag an 1. Tag, danach 1mal/Tag); siehe Fachinformation. Plv.-Einnahme unabhäng. v. Nahrung. Dosis muss innerhalb von 30 Min. nach Zubereitung gegeben werden. Zu weit. Info. s. Fach- u. Gebrauchsinfo.
Gegenanzeigen
Gleichz. Anw. mit Mutterkornalkaloiden; gleichz. Anw. mit den CYP3A4-Substraten Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Pimozid, Halofantrin od. Chinidin (erhöhte Plasmaspiegel dieser AM mögl., dadurch Verlängerung d. QTc-Intervalls u. selten Auftreten v. Torsade de pointes mögl.); gleichz. Anw. mit den HMG-CoA-Reduktase-Hemmern Simvastatin, Lovastatin u. Atorvastatin; gleichz. Anw. mit Venetoclax während d. Therapiebeginns u. d. Aufdosierungsphase bei Pat. mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL).
Anwendungsbeschränkungen
| Z 59 Zuckeralkohole (Maltitol, Isomaltitol, Maltitol-Lösung, Mannitol, Sorbitol, Xylitol) (Plv.) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Maltitol, Isomaltitol, Maltitol-Lösung: Oralia: Hereditäre Fructose-Intoleranz; Sorbitol: Oralia, Parenteralia (außer i.v.): Hereditäre Fructose-Intoleranz. Sorbitol: Intravenöse Anwendung: Hereditäre Fructoseintoleranz es sei denn, es ist zwingend erforderlich. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Warnhinweis
Frauen im gebärfähigen Alter müssen währ. d. Behandl. zuverlässige Verhütungsmethode anw. Vor Ther.-beginn u. während d. Behandl. Leberfunkt.-tests durchführen, ggf. Ther.-abbruch bei klin. Sympt. e. Lebererkrank. Während d. Behandl. Sonneneinstrahlung ohne ausreichenden Schutz durch Schutzkleidung u. Sonnenschutzmittel m. hohem Lichtschutzfaktor vermeiden. Durch Tbl. werden bei einigen Pat. höhere Posaconazol-Plasmaspiegel erreicht als bei Noxafil Suspension zum Einnehmen (begrenzte Daten zur Sicherheit). -Plv. zusätzlich: Sorbitolgehalt oral angew. AM kann die Bioverfügbarkeit von anderen gleichzeitig oral angew. AM beeinfl. Methyl-4-Parahydroxybenzoat (E 218) u. Propyl-4-Parahydroxybenzoat können allerg. Reakt., auch Spätreakt., hervorrufen. -Konzentrat zusätzl.: Posaconazol-Plasmaspiegel nach Anw. d. Konzentrats um das 4-Fache höher als nach Anw. d. Susp., erhöh. Effekt auf d. QTc-Intervall mögl., besond. Vorsicht bei peripherer Anw. d. Konzentrats! Auf Sympt. thromboemb. Ereignisse sorgfältig achten! Konzentrat enth. 462 mg (20 mmol) Natrium pro Durchstechfl., entspr. 23% der von der WHO empf. max. tägl. Natriumaufnahme mit der Nahrung. Die max. Tagesdosis dieses AM entspr. 46% der von der WHO empf. max. tägl. Natriumaufnahme mit der Nahrung. Keine Austauschbarkeit zwischen Noxafil Suspension zum Einnehmen, Noxafil Tabletten bzw. Noxafil Pulver.
| Z 35 Natriumverbindungen (Konz.) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Parenterale und orale Anwendung ≥1 mmol/Dosis: Der Natriumgehalt ist zu berücksichtigen bei Patienten unter Natrium-kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diät. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hinweis
| Z 35 Natriumverbindungen (Tbl. u. Plv.) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Parenterale und orale Anwendung <1 mmol/Dosis: Enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro [Dosiereinheit], d.h., es ist nahezu „natriumfrei“. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Wechselwirkungen
Wirkungen and. AM auf Posaconazol: Inhibitoren (z. B. Verapamil, Ciclosporin, Chinidin, Clarithromycin, Erythromycin, etc.) od. Induktoren (z. B. Rifampicin, Rifabutin, best. Antiepileptika, etc.) v. UDP-Glucuronidierung u. Pgp-Efflux erhöh. bzw. vermind. Plasmakonz. v. Posaconazol. Flucloxacillin kann d. Konz. von Posaconazol im Plasma verringern (wenn mögl. vermeiden, Nutzen-Risiko-Abwägung); Rifabutin; Rifampicin; Efavirenz; Phenytoin u. ähnl. Induktoren wie Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon; Fosamprenavir: Posaconazol-Konz. vermind. Wirkungen v. Posaconazol auf and. AM: Gleichz. Anw. von Posaconazol mit CYP3A4-Substr. kann zu stark erhöh. Expositionen gegenüb. CYP3A4-Substr. führen. Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Pimozid, Halofantrin, Chinidin: kontraind. (Anstieg d. Plasmakonz. dieser AM, ggf. QTc-Verlängerung u. Torsade de Pointes mögl.). Mutterkornalkaloide (Ergotamin, Dihydroergotamin): kontraind. (Ergotismus mögl.). HMG-CoA-Reduktasehemmer, die über CYP3A4 metabolisiert werden (z. B. Simvastatin, Lovastatin, Atorvastatin): kontraind. (Zusammenhang mit Rhabdomyolyse mögl.). Venetoclax (erhöhte Cmax und AUC von Venetoclax; gleichz. Anw. während Therapiebeginn u. d. Aufdosierungsphase bei Pat. m. CLL kontraind.). Komb. mit folg. AM (erhöhte Plasmakonz. mögl.) nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwäg. bzw. vermeiden: Vinca-Alkaloide (Vincristin, Vinblastin); Rifabutin; Sirolimus. Komb. mit folg. AM nur unter Vorsicht (ggf. Dosisanpassung u./od. Pat.-Überwach.): Ciclosporin; Tacrolimus; HIV-Protease-Inhib., die CYP3A4-Substr. sind; Midazolam u. and. durch CYP3A4 metabol. Benzodiazepine; Calciumantagon. (z.B. Diltiazem, Verapamil, Nifedipin, Nisoldipin); Digoxin; Sulfonylharnstoffe; Tretinoin.
Schwangerschaft
| Gr 6 | Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen. |
Stillzeit
Nebenwirkungen
Sehr häufig: Übelkeit. Häufig: Neutropenie. Stör. d. Elektrolythaushalts; Anorexie; Appetitverlust; Hypokaliämie; Hypomagnesiämie. Parästhesien; Schwindel; Somnolenz; Kopfschmerzen; Geschmacksstör. Hypertonie. Erbrechen; Abdominalschmerzen; Durchfall; Dyspepsie; Mundtrockenheit; Flatulenz; Verstopf.; anorekt. Beschw. Erhöhte Leberfunkt.-werte (Erhöh. v. ALT, AST, Bilirubin, alkal. Phosphatase, GGT). Ausschlag; Pruritus. Pyrexie (Fieber); Asthenie; Müdigk. Gelegentl.: Thrombozytopenie; Leukopenie; Anämie; Eosinophilie; Lymphadenopathie; Milzinfarkt. Allerg. Reakt. Hyper-/Hypoglykämie. Abnorme Träume; Verwirrtheitszustand; Schlafstör. Konvulsionen; Neuropathie; Hypästhesie; Tremor; Aphasie; Schlaflosigk. Verschwomm. Sehen; Photophobie; vermind. Sehschärfe. Langes-QT-Syndrom; abnormes EKG; Palpitat.; Bradykardie; supraventrikuläre Extrasystolen; Tachykardie. Hypotonie; Vaskulitis. Husten; Nasenbluten; Schluckauf; Nasensekretstauung; Pleuraschmerz; Tachypnoe. Pankreatitis; aufgetriebener Bauch; Enteritis; epigastr. Beschw.; Aufstoßen; gastroösophag. Refluxerkrank.; Ödem des Mundes. Leberzellschädig.; Hepatitis; Gelbsucht; Hepatomegalie; Cholestase; hep. Tox.; Leberfunkt.-stör. Mundulzera; Alopezie; Dermatitis; Erythema; Petechien. Rückenschmerzen; Nackenschmerzen; Schmerzen d. Skelettmuskulatur; Schmerz in e. Extremität. Akutes Nierenversagen; Niereninsuff.; Kreatinin im Blut erhöht. Menstruationsstör. Ödem; Schmerz; Schüttelfrost; Unwohlsein; Brustkorbbeschw.; Arzneimittelunverträg.-keit; Gefühl der Zerfahrenheit; Schleimhautentzünd. Veränd. Arzneimittelspiegel; niedrige Phosphorspiegel im Blut; auffälliges Röntgenbild d. Thorax. Selten: HUS; thrombot.-thrombozytopen. Purpura; Panzytopenie; Koagulopathie; Blutung. Überempf.-reakt. Nebenniereninsuff.; Gonadotropin-Abfall im Blut; Pseudoaldosteronismus. Psychose; Depress. Zerebrovask. Ereignis; Enzephalopathie; periphere Neuropathie; Synkope. Doppeltsehen; Gesichtsfeldausfall (Skotom). Vermind. Hörvermögen. Torsade de pointes; plötzl. Herztod; ventrikuläre Tachykardie; Herz- u. Atemstillstand; Herzinsuff.; Herzinfarkt. Lungenembolie; tiefe Venenthrombose. Pulmonale Hypertonie; interstit. Pneumonie; Pneumonitis. Magen-Darm-Blutung; Ileus. Leberversagen; cholestat. Hepatitis; Hepatosplenomegalie; Druckschmerz d. Leber; Flattertremor. SJS; vesikulärer Ausschlag. Renal-tubuläre Azidose; interstit. Nephritis. Schmerzen in d. Brustdrüse. Zungenödem; Gesichtsödem. Nicht bekannt: Lichtempfindlichkeitsreaktion. Nach Markteinf.: Schwere Leberschädig. mit letalem Ausgang. -Konzentrat zusätzl.: Gelegentl.: Thrombophlebitis. Schmerzen/Phlebitis/Thromb. an d. Inf.-stelle.
Lagerungshinweise
Konzentrat: Im Kühlschrank lagern (2-8 °C).
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
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| 1 Durchstechfl. | N1 | 10006297 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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