Dienacne 2 mg/0,03 mg Filmtabletten

Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Orale Kontrazeption. Behandlung von mittelschwerer Akne nach Versagen geeigneter topischer Therapien oder einer oralen Antibiotikabehandlung bei Frauen, die sich für die Anwendung eines oralen Kontrazeptivums entscheiden. Bei der Entscheidung, Dienacne zu verschreiben, sollten die aktuellen, individuellen Risikofaktoren der einzelnen Frauen, insbes. im Hinblick auf venöse Thromboembolien (VTE), berücksichtigt werden. Auch sollte das Risiko für eine VTE bei Anwendung von Dienacne mit dem anderer kombinierter hormonaler Kontrazeptiva (KHK) verglichen werden.

Dosierung

21 Tage lang tgl. 1 Filmtbl. (wirkstoffhalt.), gefolgt von einer 7-tägigen Placebo-Einn. Aknetherapie: Verbesserung in der Regel erst nach 3 Monaten erkennbar. Regelmäßige Untersuchungen nach Behandlungsbeginn zur Beurteilung des Bedarfs einer Fortführung der Behandlung. Weitere Hinweise siehe Fach- oder Gebrauchsinfo.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Sollte eine der aufgelisteten Erkrankungen zum ersten Mal während der Einnahme von KHK auftreten, muss die Anwendung sofort abgebrochen werden. Vorliegen einer oder Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE); Venöse Thromboembolie - bestehende VTE (auch unter Therapie mit Antikoagulanzien) oder VTE in der Vorgeschichte (z. B. tiefe Venenthrombose [TVT] oder Lungenembolie [LE]); Bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine venöse Thromboembolie, wie z. B. APC‑Resistenz (einschließlich Faktor‑V‑Leiden), Antithrombin‑III‑Mangel, Protein‑C‑Mangel oder Protein‑S‑Mangel; Größere Operationen mit längerer Immobilisierung; Hohes Risiko für eine venöse Thromboembolie aufgrund mehrerer Risikofaktoren. Vorliegen einer oder Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE); Arterielle Thromboembolie - bestehende ATE, ATE in der Vorgeschichte (z. B. Myokardinfarkt) oder Erkrankung im Prodromalstadium (z. B. Angina pectoris); Zerebrovaskuläre Erkrankung - bestehender Schlaganfall, Schlaganfall oder prodromale Erkrankung (z. B. transitorische ischämische Attacke [TIA]) in der Vorgeschichte; Bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine arterielle Thromboembolie, wie z. B. Hyperhomocysteinämie und Antiphospholipid-Antikörper (Anticardiolipin‑Antikörper, Lupusantikoagulans); Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte; Hohes Risiko für eine arterielle Thromboembolie aufgrund mehrerer Risikofaktoren oder eines schwerwiegenden Risikofaktors wie: Diabetes mellitus mit Gefäßschädigung, schwere Hypertonie, schwere Dyslipidämie. Bestehende Pankreatitis oder Pankreatitis in der Vorgeschichte, wenn diese mit schwerer Hypertriglyzeridämie einhergeht. Bestehende schwere Lebererkrankung oder schwere Lebererkrankung in der Vorgeschichte, wenn sich die Leberfunktion noch nicht wieder normalisiert hat. Bestehende Lebertumoren oder Lebertumoren in der Vorgeschichte (benigne oder maligne). Bekannte oder vermutete sexualhormonabhängige maligne Tumoren (z.B. der Geschlechtsorgane oder der Mamma). Nicht abgeklärte vaginale Blutungen. Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile. Gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir enthalten, mit Arzneimitteln, die Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten.

Anwendungsbeschränkungen

Kreislauferkrankungen: Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE), Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE). Tumorerkrankungen. Sonstige Erkrankungen: Hypertriglyzeridämie oder entsprechende familiäre Vorbelastung; Bluthochdruck; Gelbsucht und/oder Pruritus im Zusammenhang mit Cholestase, Gallensteine, Porphyrie, systemischer Lupus erythematodes, hämolytisch-urämisches Syndrom, Chorea Sydenham, Herpes gestationis, otosklerosebedingter Hörverlust; hereditäres und erworbenes Angioödem; akute oder chronische Leberfunktionsstörungen; Verschlechterung einer endogenen Depression, sowie von Epilepsie, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa; Depressive Verstimmung und Depression; Chloasma.
Z 30 Lactose
Orale Anwendung: Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Warnhinweis

Depressive Verstimmung und Depression stellen bei der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva allgemein bekannte Nebenwirkungen dar. Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein allgemein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid. Frauen sollte geraten werden, sich im Falle von Stimmungsschwankungen und depressiven Symptomen - auch wenn diese kurz nach Einleitung der Behandlung auftreten - mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen.

Wechselwirkungen

Substanzen, die die Clearance von KOK erhöhen (z. B.: Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Rifampicin und möglicherweise auch Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat, Griseofulvin und Johanniskraut [Hypericum perforatum]-haltige pflanzliche Arzneimittel): verminderte Wirksamkeit von KOK durch Enzyminduktion. Substanzen mit unterschiedlicher Wirkung auf die Clearance von KOK (viele Kombinationen aus HIV/HCV-Proteaseinhibitoren und nicht-nukleosidalen Reverse-Transkriptase-Hemmern) können die Plasmakonzentrationen des Estrogens und Gestagens erhöhen oder senken. Substanzen, die die Clearance von KOK verringern (Enzyminhibitoren), starke CYP3A4-Enzyminhibitoren: Erhöhung der Plasmakonzentration des Estrogens oder Gestagens oder beider. Kombinierte Kontrazeptiva mit 0,035 mg Ethinylestradiol und Etoricoxib (Dosierungen von 60 bis 120 mg/Tag): Erhöhung der Plasmakonzentration des Estrogens. Einfluss auf Metabolisierung anderer Wirkstoffe: Anstieg (z.B. Ciclosporin) bzw. Abnahme (z. B. Lamotrigin) von Plasma- und Gewebekonzentrationen möglich. Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir mit oder ohne Ribavirin, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir: ALT-Erhöhungen. Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Schwangerschaft

Kontraind. Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Stillzeit

Geringe Mengen steroidaler Wirkstoffe von Kontrazeptiva und/oder ihrer Metaboliten können in die Muttermilch übergehen und Auswirkungen auf das Kind haben. Soll daher bis zum vollständigen Abstillen nicht angewendet werden. Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Nebenwirkungen

Häufig: Kopfschmerz; Brustschmerz (einschließlich Brustbeschwerden und Brust schmerzempfindlich). Gelegentlich: Kolpitis/Vulvovaginitis, vaginale Candidose oder vulvovaginale Pilzinfektionen; Appetitsteigerung; depressive Verstimmung; Migräne, Schwindelgefühl; Hypertonie, Hypotonie; Abdominalschmerz (einschließlich Schmerzen im oberen und unteren Abdomen, abdominale Beschwerden, Flatulenz), Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe; Akne, Alopezie, Ausschlag (einschließlich makulöser Ausschlag), Pruritus (einschließlich generalisierter Pruritus); irreguläre Entzugsblutung (einschließlich Menorrhagie, Hypomenorrhoe, Oligomenorrhoe und Amenorrhoe), Zwischenblutung (bestehend aus vaginaler Blutung und Metrorrhagie), Brustvergrößerung (einschließlich Schwellung der Brust/Schwellung), Brustödem, Dysmenorrhoe, vaginaler Ausfluss, Ovarialzyste, Beckenschmerz; Müdigkeit (einschließlich Asthenie und Unwohlsein); Gewichtsänderungen. Selten: Salpingo-Oophoritis, Harnwegsinfektion, Zystitis, Mastitis, Zervizitis, Pilzinfektionen, Candidiasis, Lippenherpes, Grippe, Bronchitis, Sinusitis, Infektionen der oberen Atemwege, virale Infektionen; Uterusleiomyom, Brustlipom; Anämie; Überempfindlichkeit; Virilismus; Anorexie; Depression, psychische Störungen, Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Aggression; ischämischer Schlaganfall, zerebrovaskuläre Erkrankung, Dystonie; trockenes Auge, Augenreizung, Oszillopsie, Verschlechterung der Sehfähigkeit; Hörsturz, Tinnitus, Vertigo, Verschlechterung der Hörfähigkeit; kardiovaskuläre Störungen, Tachykardie (einschließlich Herzfrequenz erhöht); venöse Thromboembolie (TVE), arterielle Thromboembolie (ATE), Lungenembolie, Thrombophlebitis, diastolische Hypertonie, orthostatische Dysregulation, Hitzeanfälle, Varizen, Venenerkrankung, Venenschmerz; Asthma, Hyperventilation; Gastritis, Enteritis, Dyspepsie; allergische Dermatitis, atopische Dermatitis/Neurodermitis, Ekzem, Psoriasis, Hyperhidrosis, Chloasma, Pigmentstörungen/ Hyperpigmentation, Seborrhoe, Schuppen, Hirsutismus, Hautläsionen, Hautreaktionen, Orangenhaut, Spinnennävus; Rückenschmerzen, muskuloskeletale Schmerzen, Myalgie, Schmerzen in den Extremitäten; Zervixdysplasie, Zysten der Adnexa uteri, Schmerzen der Adnexgegend, Mamma-Zysten, fibrozystische Erkrankung der Brustdrüse, Dyspareunia, Galaktorrhoe, menstruelle Erkrankungen; Brustkorbschmerzen, periphere Ödeme, influenzaähnliche Erkrankungen, Entzündung, Fieber, Reizbarkeit; Triglyzeride im Blut erhöht, Hypercholesterolämie, Manifestation einer asymptomatischen akzessorischen Brust. Häufigkeit nicht bekannt: Exazerbation der Symptome eines hereditären und erworbenen Angioödems; Stimmungsveränderungen, verminderte Libido, erhöhte Libido; Kontaktlinsenunverträglichkeit; Urtikaria, Erythema nodosum, Erythema multiforme; Brustsekretion; Flüssigkeitsretention.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
28 Filmtbl. N1 14189188
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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84 Filmtbl. N2 14189194
168 Filmtbl. N3 14189202