IMFINZI® 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Basisinformationen
ATC
Abgabebestimmungen
Produkttyp
Produkteigenschaft
Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Trehalose-Dihydrat (Ph. Eur.), Polysorbat 80 (E 433), Wasser für Injektionszwecke
Anwendungsgebiete
- IMFINZI als Monotherapie beim Endometriumkarzinom mit Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR),
- IMFINZI in Kombination mit Olaparib beim Endometriumkarzinom mit Mismatch-Reparatur-Profizienz (pMMR).
In Kombination mit FLOT-Chemotherapie als neoadjuvante und adjuvante Behandlung gefolgt von einer adjuvanten IMFINZI-Monotherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit resezierbarem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs.
Dosierung
Behandlung muss von einem in der Anwendung von Krebstherapien erfahrenen Arzt eingeleitet und überwacht werden. Patienten mit lokal fortgeschrittenem NSCLC sollten auf Basis der PD-L1-Tumorexpression, die mit einem validierten Test bestätigt wurde, für die Behandlung mit Durvalumab selektiert werden. Die Behandlung von Patienten mit Endometriumkarzinom soll auf der Bewertung des MMR-Tumorstatus basieren, bestimmt mittels einer validierten Testmethode. IMFINZI wird als i.v. Infusion über einen Zeitraum von 1 Stunde gegeben. Monotherapie: Lokal fortgeschrittenes NSCLC: 10 mg/kg Körpergewicht alle 2 Wochen oder 1500 mg alle 4 Wochen. Behandlungsdauer: bis zur Krankheitsprogression, einer inakzeptablen Toxizität oder über max. 12 Monate. LS-SCLC: 1500 mg alle 4 Wochen bis zur Krankheitsprogression, inakzeptablen Toxizität oder über maximal 24 Monate. HCC: 1500 mg alle 4 Wochen bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität. Kombinationstherapie: Resezierbares NSCLC: 1500 mg in Kombination mit platinbasierter Chemotherapie alle 3 Wochen für bis zu 4 Zyklen vor der Operation, anschließend 1500 mg als Monotherapie alle 4 Wochen für bis zu 12 Zyklen nach der Operation. Behandlungsdauer: Neoadjuvante Phase: bis zur Krankheitsprogression, die eine kurative Operation ausschließt, oder inakzeptablen Toxizität. Adjuvante Phase: bis zum Rezidiv, zur inakzeptablen Toxizität oder für maximal 12 Zyklen nach der Operation. Metastasiertes NSCLC: Während einer platinbasierten Chemotherapie: 1500 mg in Kombination mit Tremelimumab 75 mg und platinbasierter Chemotherapie alle 3 Wochen (21 Tage) für 4 Zyklen (12 Wochen). Nach platinbasierter Chemotherapie: 1500 mg alle 4 Wochen als Monotherapie und eine histologiebasierte Erhaltungstherapie mit Pemetrexed alle 4 Wochen. Eine fünfte Dosis von Tremelimumab 75 mg sollte in Woche 16 parallel zu IMFINZI verabreicht werden. Behandlungsdauer: bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität. ES-SCLC: 1500 mg in Kombination mit Chemotherapie alle 3 Wochen (21 Tage) für 4 Zyklen, gefolgt von 1500 mg alle 4 Wochen als Monotherapie. Behandlungsdauer: bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität. BTC: 1500 mg in Kombination mit Chemotherapie alle 3 Wochen (21 Tage) bis zu 8 Zyklen, gefolgt von 1500 mg alle 4 Wochen als Monotherapie. Behandlungsdauer: bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität. HCC: 1500 mg in Kombination mit 300 mg Tremelimumab als Einzeldosis in Zyklus 1/Tag 1, gefolgt von IMFINZI als Monotherapie alle 4 Wochen. Endometriumkarzinom: 1120 mg in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel alle 3 Wochen (21 Tage) für mindestens 4 und bis zu 6 Zyklen, gefolgt von IMFINZI 1500 mg alle 4 Wochen als Monotherapie (dMMR-Patienten) oder in Kombination mit 300 mg Olaparib zweimal täglich (pMMR-Patienten). Behandlungsdauer: bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität. MIBC: 1500 mg in Kombination mit Chemotherapie alle 3 Wochen für 4 Zyklen vor der Operation, gefolgt von 1500 mg alle 4 Wochen als Monotherapie für bis zu 8 Zyklen nach der Operation. Behandlungsdauer: Neoadjuvante Phase: bis zur Krankheitsprogression, die eine kurative Operation ausschließt, oder inakzeptablen Toxizität. Adjuvante Phase: bis zum Rezidiv, zur inakzeptablen Toxizität oder für maximal 8 Zyklen nach der Operation. GC/GEJC: 1500 mg in Kombination mit FLOT-Chemotherapie alle 4 Wochen für bis zu 2 Zyklen vor der Operation, gefolgt von 1500 mg mit FLOT-Chemotherapie alle 4 Wochen für bis zu 2 Zyklen und danach 1500 mg alle 4 Wochen als Monotherapie für bis zu 10 Zyklen, für insgesamt bis zu 12 Zyklen nach der Operation. Behandlungsdauer: Neoadjuvante Phase: bis zur Krankheitsprogression, die eine kurative Operation ausschließt, oder inakzeptablen Toxizität. Adjuvante Phase: bis zur Progression oder zum Rezidiv, zur inakzeptablen Toxizität oder für maximal 12 Zyklen nach der Operation. Weitere Informationen, auch zu empfohlenen Behandlungsmodifikationen bei immunvermittelten Nebenwirkungen, siehe Fachinformation.
Gegenanzeigen
Anwendungsbeschränkungen
Warnhinweis
Hinweis
Wechselwirkungen
Schwangerschaft
| Gr 6 | Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen. |
Stillzeit
| La 1 | Es ist nicht bekannt, ob die Substanz in die Milch übergeht. |
Nebenwirkungen
IMFINZI-Monotherapie: Sehr häufig: Infektionen der oberen Atemwege; Hypothyreose; Husten/produktiver Husten; Diarrhö, Abdominalschmerzen; Ausschlag, Pruritus; Arthralgie; Fieber. Häufig: Pneumonie, Influenza, orale Candidose, Infektionen von Zähnen und oralen Weichteilen; Hyperthyreose; Pneumonitis, Dysphonie; Hepatitis, Aspartataminotransferase oder Alaninaminotransferase erhöht; Nachtschweiß; Myalgie; erhöhter Kreatininspiegel im Blut, Dysurie; peripheres Ödem; Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion. Gelegentlich: Immunthrombozytopenie, Thyreoiditis, Nebenniereninsuffizienz, Hypophysitis/Hypophyseninsuffizienz, Diabetes mellitus Typ 1; Myasthenia gravis, Enzephalitis; Myokarditis; interstitielle Lungenerkrankung; Kolitis, Pankreatitis; Dermatitis, Psoriasis, Pemphigoid; Myositis immunvermittelte Arthritis; Nephritis, nichtinfektiöse Zystitis. Selten: Diabetes insipidus; Uveitis; Meningitis; Zöliakie, exokrine Pankreasinsuffizienz; Polymyositis,Polymyalgia rheumatica. Nicht bekannt: Guillain-Barré-Syndrom, Myelitis transversa.
IMFINZI in Kombination mit Chemotherapie: Sehr häufig: Anämie, Leukopenie, Neutropenie,Thrombozytopenie; Hypothyreose; verminderter Appetit; periphere Neuropathie; Husten/produktiver Husten; Diarrhö, Abdominalschmerzen, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen; Aspartataminotransferase oder Alaninaminotransferase erhöht; Ausschlag, Alopezie, Pruritus; Arthralgie; Fieber, Ermüdung/Fatigue. Häufig: Pneumonie, Infektionen der oberen Atemwege, Infektionen von Zähnen und oralen Weichteilen; febrile Neutropenie; Hyperthyreose, Pneumonitis, Dysphonie; Stomatitis, Kolitis; Hepatitis; Dermatitis; Myalgie; erhöhter Kreatininspiegel im Blut, Dysurie; peripheres Ödem; Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion. Gelegentlich: orale Candidose, Influenza; Panzytopenie; Nebenniereninsuffizienz, Diabetes mellitus Typ 1, Hypophysitis/Hypophyseninsuffizienz, Thyreoiditis; Myasthenia gravis; akuter Myokardinfarkt, Myokarditis; interstitielle Lungenerkrankung, Lungenembolie; Pankreatitis; Pemphigoid, Nachtschweiß, Psoriasis; immunvermittelte Arthritis, Myositis; nichtinfektiöse Zystitis, Nephritis. Selten: Immunthrombozytopenie; Uveitis; Enzephalitis; Guillain-Barré-Syndrom; tiefe Venenthrombose; Zöliakie, exokrine Pankreasinsuffizienz; Polymyalgia rheumatica.
Platinbasierte Chemotherapie + IMFINZI + Olaparib: Sehr häufig: Infektionen der oberen Atemwege; Anämie, Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie; Hypothyreose; verminderter Appetit; periphere Neuropathie, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Dysgeusie; Husten/produktiver Husten, Dyspnoe; Diarrhö, Abdominalschmerzen, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Stomatitis; Aspartataminotransferase oder Alaninaminotransferase erhöht; Ausschlag, Alopezie, Pruritus; Arthralgie, Myalgie; erhöhter Kreatininspiegel im Blut; Fieber, Ermüdung/Fatigue, peripheres Ödem. Häufig: Pneumonie, orale Candidose, Infektionen von Zähnen und oralen Weichteilen; Aplasie der roten Zelllinie, febrile Neutropenie, Lymphopenie; Überempfindlichkeit; Hyperthyreose, Thyroiditis; venöse thromboembolische Ereignisse; Pneumonitis, Dysphonie; Dyspepsie, Kolitis; Dermatitis; Dysurie; Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion. Gelegentlich: Panzytopenie; Uveitis; interstitielle Lungenerkrankung; Hepatitis; Nachtschweiß; Myositis; nichtinfektiöse Zystitis. Selten: Polymyalgia rheumatica.
IMFINZI in Kombination mit Tremelimumab 75 mg und platinbasierter Chemotherapie: Sehr häufig: Infektionen der oberen Atemwege, Pneumonie; Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie, Leukopenie; Hypothyreose; verminderter Appetit; Husten/produktiver Husten; Übelkeit, Diarrhö, Verstopfung, Erbrechen; Aspartataminotransferase erhöht/Alaninaminotransferase erhöht; Alopezie, Ausschlag, Pruritus; Arthralgie; Ermüdung/Fatigue, Fieber. Häufig: Influenza, orale Candidose; febrile Neutropenie, Panzytopenie; Hyperthyreose, Nebenniereninsuffizienz, Hypophyseninsuffizienz/Hypophysitis; Thyreoiditis; periphere Neuropathie; Pneumonitis, Dysphonie; Stomatitis, erhöhte Amylase, Abdominalschmerzen, erhöhte Lipase, Kolitis, Pankreatitis; Hepatitis; Myalgie; erhöhter Kreatininspiegel im Blut, Dysurie; peripheres Ödem; Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion. Gelegentlich: Immunthrombozytopenie; Infektionen von Zähnen und oralen Weichteilen; Immunthrombozytopenie; Diabetes insipidus, Diabetes mellitus Typ 1; Uveitis; Enzephalitis; Myokarditis; interstitielle Lungenerkrankung; Dermatitis, Nachtschweiß, Pemphigoid; Myositis, Polymyositis, immunvermittelte Arthritis; Nephritis, nichtinfektiöse Zystitis. Selten: Zöliakie. Nicht bekannt: Myasthenia gravis, Guillain-Barré-Syndrom, Meningitis. Myelitis transversa; Darmperforation, Dickdarmperforation; Polymyalgia rheumatica.
IMFINZI in Kombination mit Tremelimumab 300 mg: Sehr häufig: Hypothyreose; Husten/produktiver Husten; Diarrhö, Abdominalschmerzen; Aspartataminotransferase erhöht/ Alaninaminotransferase erhöht; Ausschlag, Pruritus; Fieber, peripheres Ödem. Häufig: Infektionen der oberen Atemwege, Pneumonie, Influenza, Infektionen von Zähnen und oralen Weichteilen; Hyperthyreose, Thyreoiditis, Nebenniereninsuffizienz; Pneumonitis; erhöhte Lipase, erhöhte Amylase, Kolitis, Pankreatitis; Hepatitis; Dermatitis, Nachtschweiß; Myalgie; erhöhter Kreatininspiegel im Blut, Dysurie; Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion. Gelegentlich: Orale Candidose; Hypophyseninsuffizienz/Hypophysitis; Myasthenia gravis, Meningitis; Myokarditis; Dysphonie, interstitielle Lungenerkrankung; Pemphigoid; Myositis, Polymyositis, immunvermittelte Arthritis, Polymyalgia rheumatica; Nephritis. Selten: Uveitis; Zöliakie. Nicht bekannt: Immunthrombozytopenie; Diabetes insipidus, Diabetes mellitus Typ 1; Guillain-Barré-Syndrom, Enzephalitis, Myelitis transversa; Darmperforation, Dickdarmperforation; nichtinfektiöse Zystitis.
Intoxikation
Lagerungshinweise
Im Kühlschrank lagern (2 °C-8 °C). Nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Lagerung nach Verdünnung siehe Fachinformation.
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 Durchstechfl. mit 2,4 ml 120 mg | N1 | 13929223 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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| 1 Durchstechfl. mit 10 ml 500 mg | N1 | 13929401 | ||