Abilify Maintena® 720 mg/-960 mg Depot-Injektionssuspension in einer Fertigspritze

Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Erhaltungstherapie von Schizophrenie bei erwachsenen Patienten, die stabil mit Aripiprazol eingestellt wurden.

Dosierung

Vor Therapiebeginn Verträglichkeitsprüfung mit Aripiprazol. Nur für die Injektion in den Glutealmuskel bestimmt. Anwendungshinweise Fachinformation beachten! Dosistitration nicht erforderlich. Empfohlenes Schema zu Behandlungsbeginn beim Wechsel von 400 mg: 960 mg/Monat nicht früher als 26 Tage nach der letzten Injektion von 400 mg. 960 mg sollten danach einmal alle 2 Monate verabreicht werden (alle 56 Tage). Verabreichung der Anfangsdosis auch nach einem der zwei weiteren Schemata möglich: Start mit einer Injektion: Am Tag des Behandlungsbeginns nach der oralen Therapie eine Injektion mit 960 mg. Fortsetzung mit 10-20 mg oralem Aripiprazol/Tag an 14 aufeinander folgenden Tagen. Oder Start mit zwei Injektionen: Am Tag des Behandlungsbeginns nach der oralen Therapie eine Injektion mit 960 mg und eine Injektion mit 400 mg an zwei unterschiedlichen Injektionsstellen zusammen mit einer Einzeldosis von 20 mg oralem Aripiprazol. Erhaltungsdosis: 960 mg jeden zweiten Monat als einmalige Injektion (56 Tage nach der letzten Injektion). Patienten kann die Injektion bis zu 2 Wochen vor oder 2 Wochen nach der geplanten 2-monatigen Dosisgabe verabreicht werden. Dosisreduktion auf 1-mal 720 mg alle 2 Monate bei Auftreten von Nebenwirkungen. Patienten mit bekannter langsamer CYP2D6-Metabolisierung: Bei Wechsel von 300 mg/Monat: Anfangsdosis: 720 mg (nicht früher als 26 Tage nach der letzten Injektion). Start mit einer Injektion (nach Wechsel von einer oralen Therapie): Anfangsdosis 720 mg. Fortsetzung mit verordnetem oralem Aripiprazol/Tag an 14 aufeinander folgenden Tagen. Oder Start mit zwei Injektionen (nach Wechsel von einer oralen Therapie): Anfangsdosis aus 2 separaten Injektionen, eine mit 300 mg und eine mit 720 mg, zusammen mit einer oral angewendeten Aripiprazol-Einzeldosis von 20 mg. Erhaltungsdosis: 720 mg alle 2 Monate. Abilify Maintena 960 mg/720 mg sollte nicht bei Patienten mit bekanntermaßen langsamer CYP2D6-Metabolisierung angewendet werden, die gleichzeitig einen starken CYP2D6- und/oder CYP3A4-Inhibitor anwenden. Anpassung der 2-Monats-Erhaltungsdosis bei gleichzeitiger Einnahme von CYP2D6- und /oder CYP3A4-Inhibitoren und/oder CYP3A4-Induktoren für mehr als 14 Tage: Patienten, die 960 mg erhalten: 720 mg (CYP2D6- oder CYP3A4), Anwendung vermeiden (CYP2D6- und CYP3A4-Inhibitoren), Anwendung vermeiden (CYP3A4 Induktoren); Patienten, die bereits 720 mg einnehmen, Anwendung vermeiden, z. B. aufgrund von Nebenwirkungen aufgrund der höheren Dosis. Versäumte Dosen: Seit letzter Injektion >8 Wo. und <14 Wo.: Injektion so schnell wie möglich, danach 2-Monats-Injektionsplan; Zeitraum seit letzter Injektion >14 Wo.: Begleitend zur nächsten Injektion Gabe von oralem Aripiprazol für 14 Tage oder gleichzeitige Verabreichung von zwei separaten Injektionen (960 mg und 400 mg oder 720 mg und 300 mg) zusammen mit einer Einzeldosis von 20 mg oralem Aripiprazol, danach nach 2-Monats-Injektionsplan. Weitere wichtige Informationen siehe Fach- und Gebrauchsinformation.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Anwendungsbeschränkungen

Behandlung von akuten erregten oder hochgradig psychotischen Zuständen, wenn eine unmittelbare Symptomkontrolle erforderlich ist. Vorsicht bei Patienten mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung (Myokardinfarkt oder ischämische Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, Überleitungsstörungen in der Anamnese), zerebrovaskulären Erkrankungen, Bedingungen, die für Hypotonie prädisponieren (Dehydratation, Hypovolämie und Behandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln) oder Hypertonie (einschließlich hypertensiver Krise oder maligner Hypertonie). Patienten mit einer QT-Verlängerung in der Familienanamnese. Patienten mit Krampfanfällen in der Anamnese oder mit Zuständen, die mit Krampfanfällen im Zusammenhang stehen. Patienten mit einem Risiko für Aspirationspneumonie. Schizophrenie bei Patienten ab 65 Jahren (Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen). Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz vorsichtige Dosierung mit einer oralen Darreichungsform. Patienten mit Risiko für venöse Thromboembolie. Kinder und Jugendliche im Alter von 0-17 Jahren (Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen).

Warnhinweis

Therapieabbruch bei Auftreten von malignem neuroleptischem Syndrom; Dosisreduktion oder Therapieabbruch bei Auftreten von tardiven Dyskinesien, Spielsucht-Störung und anderen Störungen der Impulskontrolle (engmaschige Überwachung!). Bei älteren Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse (1,3% vs. 0,6% bei Placebo) und erhöhte Mortalität (3,5% vs. 1,7% bei Placebo). Beobachtung bei Anzeichen einer Hyperglykämie, Monitoring bei Diabetes mellitus, oder mit Risikofaktoren für Diabetes mellitus. Enge Überwachung bei Patienten mit hohem Risiko für Suizidalität. Sturzrisiko durch Somnolenz, lageabhängige Hypotonie, motorische und sensorische Instabilität erhöht (Vorsicht und ggf. niedrigere Anfangsdosis, insbes. bei älteren oder geschwächten Patienten!).

Hinweis

Reaktionsvermögen! Aripiprazol hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wegen möglicher Wirkungen auf das Nervensystem und die Sehfähigkeit wie Sedierung, Benommenheit, Synkopen, verschwommenes Sehen, Diplopie.
Z 35 Natriumverbindungen
Parenterale und orale Anwendung <1 mmol/Dosis: Enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro [Dosiereinheit], d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Wechselwirkungen

Wirkungsverstärkung bestimmter antihypertensiver Arzneimittel Aufgrund seines α1-adrenergen Rezeptorantagonismus. Aufgrund der primären Wirkung von Aripiprazol auf das Zentralnervensystem (ZNS) ist Vorsicht geboten, wenn Aripiprazol in Kombination mit Alkohol oder anderen zentral wirksamen Arzneimitteln mit sich überlagernden unerwünschten Reaktionen wie Sedierung angewendet wird. Vorsicht bei Arzneimitteln, die QT-Verlängerung oder Störungen des Elektrolythaushalts verursachen, gleichzeitige Gabe von CYP2D6-Inhibitoren, wie Chinidin, Fluoxetin, Paroxetin, sowie CYP3A4-Inhibitoren (Ketoconazol, Itraconazol und HIV-Proteasehemmer): Dosisreduktion, da Anstieg der Plasmakonzentration möglich. Schwache Inhibitoren von CYP3A4 (Diltiazem) oder CYP2D6 (Escitalopram) können mäßigen Anstieg der Aripiprazol-Konzentration verursachen. Insbesondere bei gleichzeitiger Gabe von serotonergen Arzneimitteln, z. B. selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer/Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI/SNRI), oder solchen, die die Aripiprazol-Konzentration erhöhen, Anzeichen und Symptome eines Serotonin-Syndroms möglich. Gleichzeitige Gabe von CYP3A4-Induktoren wie Carbamazepin, Rifampicin, Rifabutin, Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Efavirenz, Nevirapin, Johanniskraut vermeiden, da Reduktion der Plasmakonzentration möglich.

Schwangerschaft

Sollte nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Keine hinreichenden und kontrollierten Studien mit Aripiprazol bei Schwangeren. Berichte über kongenitale Anomalien, kausaler Zusammenhang mit Aripiprazol nicht nachgewiesen. Potenzielle Entwicklungstoxizität in Tierstudien nicht ausgeschlossen. Patientinnen darauf hinweisen, ihren Arzt zu benachrichtigen, wenn sie während der Behandlung schwanger werden oder eine Schwangerschaft planen. Langanhaltende Wirkung bedenken. Aripiprazol war bei erwachsenen Patienten bis zu 34 Wochen nach Anwendung einer Einzeldosis der Depot-Suspension im Plasma nachweisbar. Neugeborene, die während des 3. Trimenons Antipsychotika (einschließlich Aripiprazol) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Absetzerscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können. Berichte über Agitiertheit, erhöhter oder erniedrigter Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot, Störungen bei der Nahrungsaufnahme, daher Neugeborene sorgfältig überwachen.

Stillzeit

Aripiprazol/Metabolite werden in die Muttermilch in solchen Mengen ausgeschieden, dass Auswirkungen auf das gestillte Kind wahrscheinlich sind. Da nach einer Einzeldosis Abilify Maintena erwartet wird, dass es bis zu 34 Wochen im Plasma verbleibt, kann ein Risiko für gestillte Säuglinge auch dann bestehen, wenn die Gabe von Abilify Maintena lange vor dem Stillen stattgefunden hat. Patientinnen, die derzeit mit Abilify Maintena behandelt werden oder in den vergangenen 34 Wochen damit behandelt wurden, sollten nicht stillen.

Nebenwirkungen

Sehr häufig: Gewicht erhöht; Schmerzen an der Injektionsstelle. Häufig: Gewicht erniedrigt, Diabetes mellitus; Agitiertheit, Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit; extrapyramidale Erkrankung, Akathisie, Tremor, Dyskinesie, Sedierung, Somnolenz, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen; Mundtrockenheit; muskuloskelettale Steifigkeit; Erektionsstörung; Verhärtung an der Injektionsstelle, Ermüdung; Kreatinphosphokinase im Blut erhöht. Gelegentlich: Neutropenie, Anämie, Thrombozytopenie, erniedrigte Neutrophilen- und Leukozytenzahl; Überempfindlichkeit; Prolaktin im Blut erniedrigt, Hyperprolaktinämie; Hyperglykämie, Hypercholesterinämie, Hyperinsulinämie, Hyperlipidämie, Hypertriglyceridämie, Appetitstörung; Suizidgedanken, Psychose, Halluzination, Wahn, Hypersexualität, Panikreaktion, Depression, Affektlabilität, Apathie, Dysphorie, Schlafstörung, Zähneknirschen, verminderte Libido, Stimmungsänderung; Dystonie, tardive Dyskinesie, Parkinsonismus, Bewegungsstörung, psychomotorische Hyperaktivität, Syndrom der ruhelosen Beine, Negro-Zeichen, Hypertonie, Bradykinesie, Sabbern, Geschmacksstörung, Parosmie; Blickkrampf, verschwommenes Sehen, Augenschmerzen, Diplopie, Photophobie; ventrikuläre Extrasystolen, Bradykardie, Tachykardie, EKG-T-Wellen-Amplitude erniedrigt, EKG anomal, EKG-Umkehrung der T-Welle; Hypertonie, Orthostasesyndrom, Blutdruck erhöht; Husten, Schluckauf; gastroösophageale Refluxkrankheit, Dyspepsie, Erbrechen, Diarrhoe, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch, abdominale Beschwerden, Obstipation, häufiger Stuhlgang, Hypersalivation; anomaler Leberfunktionstest, erhöhtes Leberenzym, erhöhte Alaninaminotransferase, erhöhte Gammaglutamyltransferase, erhöhtes Bilirubin im Blut, erhöhte Aspartataminotransferase; Alopezie, Akne, Rosazea, Ekzem, Hautinduration; Muskelrigidität, Muskelspasmen, Muskelzucken, Muskelspannung, Myalgie, Schmerz in einer Extremität, Arthralgie, Rückenschmerzen, eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit, Nackenrigidität, Trismus; Nephrolithiasis, Glykosurie; Galaktorrhoe, Gynäkomastie, Brust schmerzempfindlich, vulvovaginale Trockenheit; Fieber, Asthenie, Gangstörung, Brustkorbbeschwerden, Reaktion an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle, Beschwerden an der Injektionsstelle, Injektionsstelle juckend, Durst, Trägheit; Glukose im Blut erhöht oder erniedrigt, glykosyliertes Hämoglobin erhöht, Taillenumfang vergrößert, Cholesterin im Blut erniedrigt, Triglyzeride im Blut erniedrigt. Häufigkeit nicht bekannt: Leukopenie; allergische Reaktion (z. B. anaphylaktische Reaktion, Angioödem einschließlich geschwollener Zunge, Zungen-, Gesichtsödeme, Pruritus oder Urtikaria); diabetisches hyperosmolares Koma, diabetische Ketoazidose; Anorexie, Appetit vermindert, Hyponatriämie; vollendeter Suizid, Suizidversuch, Spielsucht-Störung, Störungen der Impulskontrolle, Essattacken, zwanghaftes Kaufverhalten, Poriomanie, Nervosität, Aggression; malignes neuroleptisches Syndrom, Grand-mal-Anfall, Serotoninsyndrom, Sprachstörung; plötzlicher Tod, Herzstillstand, Torsades de Pointes, ventrikuläre Arrhythmien, QT-Verlängerung; Synkope, Venenembolie (einschließlich Lungenembolie und tiefer Venenthrombose); Oropharyngealspasmus, Laryngospasmus, Aspirationspneumonie; Pankreatitis, Dysphagie; Leberversagen, Ikterus, Hepatitis, alkalische Phosphatase erhöht; Ausschlag, Lichtempfindlichkeitsreaktion, Hyperhidrosis, Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS); Rhabdomyolyse; Harnretention, Harninkontinenz; Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen; Priapismus; Störung der Temperaturregulation (z. B. Hypothermie, Fieber), Brustkorbschmerz, peripheres Ödem; Fluktuation des Blutzuckers. Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Intoxikation

Bei Überdosierung unterstützende Maßnahmen, darunter engmaschige medizinische Aufsicht und Überwachung. Freie Atemwege, ausreichende Sauerstoffsättigung und Beatmung sicherstellen. Herzrhythmus und Vitalzeichen überwachen.

Lagerungshinweise

Nicht einfrieren.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
1 Fertigspr. 720 mg + 2 Sicherheitskan. (38 und 51 mm) N1 19188466
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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1 Fertigspr. 960 mg + 2 Sicherheitskan. (38 und 51 mm) N1 19188472