Pradaxa® 150 mg Hartkapseln

Wirkstoff
Darreichungsform
Hartkapsel
Rote Liste Eintrag
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Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Hinweise

Schwangerschaft: Hinweise beachten Stillzeit: Hinweise beachten

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern mit einem oder mehreren Risikofaktoren, wie z. B. vorausgegangener Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacke (TIA); Alter ≥ 75 Jahre; Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse ≥ II); Diabetes mellitus; arterielle Hypertonie.

Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prävention von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen.

Behandlung von venösen thromboembolischen Ereignissen (VTE) und Prävention von rezidivierenden VTE bei Kindern und Jugendlichen ab dem Zeitpunkt, ab dem sie weiche Nahrung schlucken können, bis zum Alter von unter 18 Jahren.

Dosierung

Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern mit einem oder mehreren Risikofaktoren (SPAF) und Behandlung von TVT und LE sowie Prävention von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen (TVT/LE):

  • SPAF: 150 mg 2-mal täglich. Die Behandlung sollte langfristig erfolgen.
  • TVT/LE: 150 mg 2-mal täglich im Anschluss an eine mindestens 5‑tägige Behandlung mit einem parenteralen Antikoagulans. Therapiedauer individuell anpassen.
  • SPAF und TVT/LE: Dosisreduzierung empfohlen bei Patienten ≥ 80 Jahre und Patienten, die gleichzeitig Verapamil erhalten: 110 mg 2-mal täglich. Dosisreduzierung erwägen bei Patienten zwischen 75 und 80 Jahren, Patienten mit mäßig beeinträchtigter Nierenfunktion (CrCl 30‑50 ml/min), Patienten mit Gastritis, Ösophagitis oder gastroösophagealem Reflux und sonstigen Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko: Eine Tagesdosis von 300 mg oder 220 mg auf Grundlage einer individuellen Beurteilung des thromboembolischen Risikos und des Blutungsrisikos sollte gewählt werden.

Behandlung von VTE und Prävention von rezidivierenden VTE bei Kindern und Jugendlichen:

Zur Behandlung von VTE sollte die Behandlung im Anschluss an eine mindestens 5‑tägige Behandlung mit einem parenteralen Antikoagulans beginnen. Zur Prävention von rezidivierenden VTE sollte die Behandlung im Anschluss an die vorhergehende Behandlung beginnen. Die empfohlene Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht und Alter des Patienten. Einnahme 2-mal täglich (morgens und abends, jeden Tag etwa zur gleichen Zeit, Dosierungsintervall: 12 Stunden).

Anwendungshinweis:

Kapsel nicht öffnen (kann das Risiko für Blutungen erhöhen).

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Schwere Beeinträchtigung der Nierenfunktion (CrCl < 30 ml/min) bei erwachsenen Patienten.
  • eGFR < 50 ml/min/1,73 m2 bei Kindern und Jugendlichen.
  • Akute, klinisch relevante Blutung.
  • Läsionen oder klinische Situationen, die als signifikanter Risikofaktor einer schweren Blutung angesehen werden. Dies kann z. B. akute oder kürzlich aufgetretene gastrointestinale Ulzerationen, maligne Neoplasien mit hohem Blutungsrisiko, kürzlich aufgetretene Hirn- oder Rückenmarksverletzungen, kürzlich erfolgte chirurgische Eingriffe an Gehirn, Rückenmark oder Augen, kürzlich aufgetretene intrakranielle Blutungen, bekannte oder vermutete Ösophagusvarizen, arteriovenöse Fehlbildungen, vaskuläre Aneurysmen oder größere intraspinale oder intrazerebrale vaskuläre Anomalien beinhalten.
  • Die gleichzeitige Anwendung von anderen Antikoagulanzien, z. B. unfraktionierte Heparine, niedermolekulare Heparine (Enoxaparin, Dalteparin etc.), Heparinderivate (Fondaparinux etc.), orale Antikoagulanzien (Warfarin, Rivaroxaban, Apixaban etc.), außer unter besonderen Umständen. Dazu gehören die Umstellung der Antikoagulationstherapie, wenn unfraktioniertes Heparin in Dosen gegeben wird, die notwendig sind, um die Durchgängigkeit eines zentralvenösen oder arteriellen Katheters zu erhalten, oder wenn unfraktioniertes Heparin während der Katheterablation von Vorhofflimmern gegeben wird.
  • Beeinträchtigung der Leberfunktion oder Lebererkrankung, die Auswirkungen auf das Überleben erwarten lässt.
  • Gleichzeitige Behandlung mit den folgenden starken P‑Glykoproteinhemmern: systemisch verabreichtes Ketoconazol, Ciclosporin, Itraconazol, Dronedaron und die Fixkombination aus Glecaprevir und Pibrentasvir.
  • Patienten mit künstlichen Herzklappen, die eine gerinnungshemmende Therapie benötigen.

Weitere Inhalte

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP KAEP
10 Hartkps. 08797446
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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10 Hartkps. KP 14015643
30 Hartkps. 06561946
60 Hartkps. N2 06561952
180 Hartkps. 06561969