Opuviz™ 40 mg/ml Injektionslösung in Fertigspritze

Wirkstoff
Darreichungsform
Injektionslösung
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Biosimilar

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Bei Erwachsenen zur Behandlung

  • der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (AMD),
  • einer Visusbeeinträchtigung aufgrund eines Makulaödems infolge eines retinalen Venenverschlusses (RVV) (Venenastverschluss [VAV] oder Zentralvenenverschluss [ZVV]),
  • einer Visusbeeinträchtigung aufgrund eines diabetischen Makulaödems (DMÖ),
  • einer Visusbeeinträchtigung aufgrund einer myopen choroidalen Neovaskularisation (mCNV).

Dosierung

Feuchte AMD: 2 mg Aflibercept, entspr. 0,05 ml. Die Behandlung wird mit 3 aufeinanderfolgenden monatlichen Injektionen initiiert. Das Behandlungsintervall wird danach auf 2 Monate verlängert. Der Arzt kann basierend auf dem funktionellen und/oder morphologischen Befund das 2-monatige Behandlungsintervall aufrechterhalten oder entsprechend einem „Treat and Extend“-Dosierungsschema weiter verlängern. Dabei werden die Injektionsintervalle in 2- oder 4-wöchigen Schritten verlängert, um einen stabilen funktionellen und/oder morphologischen Befund aufrecht zu erhalten. Wenn sich der funktionelle und/oder morphologische Befund verschlechtert, sollte das Behandlungsintervall entsprechend verkürzt werden. Behandlungsintervalle von mehr als 4 Monaten oder weniger als 4 Wochen zwischen den Injektionen wurden nicht untersucht.

Makulaödem infolge eines RVV (VAV oder ZVV): 2 mg Aflibercept, entspr. 0,05 ml. Nach der Initialinjektion wird die Behandlung monatlich fortgeführt. Der Abstand zwischen zwei Dosierungen sollte nicht kürzer als 1 Monat sein. Wenn der funktionelle und morphologische Befund darauf hinweisen, dass der Patient nicht von einer weiteren Behandlung profitiert, sollte die Behandlung beendet werden. Die monatliche Behandlung wird fortgeführt, bis der max. Visus erreicht ist und/oder keine Anzeichen von Krankheitsaktivität mehr zu erkennen sind. 3 oder mehr aufeinanderfolgende monatliche Injektionen können notwendig sein. Unter Aufrechterhaltung des funktionellen und/oder morphologischen Befundes kann das Behandlungsintervall entsprechend einem "Treat and Extend"-Schema schrittweise verlängert werden. Wenn sich der funktionelle und/oder morphologische Befund verschlechtert, sollte das Behandlungsintervall entsprechend verkürzt werden.

Diabetisches Makulaödem: 2 mg Aflibercept, entspr. 0,05 ml. Die Behandlung wird mit 5 aufeinanderfolgenden monatlichen Injektionen initiiert, gefolgt von einer Injektion alle 2 Monate. Der Arzt kann basierend auf dem funktionellen und/oder morphologischen Befund das 2-monatige Behandlungsintervall aufrechterhalten oder entspr. einem "Treat and Extend"-Dosierungsschema individuell festlegen. Dabei werden die Behandlungsintervalle i.d.R. in 2-wöchigen Schritten verlängert, um einen stabilen funktionellen und/oder morphologischen Befund aufrecht zu erhalten. Für Behandlungsintervalle von mehr als 4 Monaten liegen begrenzte Daten vor. Wenn sich der funktionelle und/oder morphologische Befund verschlechtert, sollte das Behandlungsintervall entsprechend verkürzt werden. Behandlungsintervalle von weniger als 4 Wochen wurden nicht untersucht. Wenn der funktionelle und morphologische Befund darauf hinweisen, dass der Patient nicht von einer weiteren Behandlung profitiert, sollte die Behandlung beendet werden.

Myope choroidale Neovaskularisation: 2 mg Aflibercept, entspr. 0,05 ml als einmalige Injektion. Wenn der funktionelle und/oder morphologische Befund darauf hinweisen, dass die Erkrankung weiterhin besteht, können weitere Injektionen erfolgen. Ein wiederholtes Auftreten sollte als erneute Manifestation der Krankheit behandelt werden. Der Abstand zwischen 2 Injektionen sollte nicht kürzer als 1 Monat sein.

Art der Anwendung: Intravitreale Injektion.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Aflibercept oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Bestehende oder vermutete okulare oder periokulare Infektion.
  • Bestehende schwere intraokulare Entzündung.

Anwendungsbeschränkungen

Besondere Vorsicht bei Patienten mit einem schlecht eingestellten Glaukom (keine Injektion, solange der Augeninnendruck bei ≥ 30 mmHg liegt). Begrenzte Daten zur Sicherheit bei der Behandlung von Patienten mit ZVV, VAV, DMÖ oder mCNV, die innerhalb der letzten 6 Monate einen Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacken oder einen Myokardinfarkt in der Vorgeschichte hatten.

Warnhinweis

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden. Enthaltene Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.

Hinweis

Reaktionsvermögen! Patienten sollen so lange kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, bis sich ihr Sehvermögen wieder ausreichend erholt hat.

Z 35 Natriumverbindungen
Parenterale und orale Anwendung <1 mmol/Dosis: Enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro [Dosiereinheit], d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Eine kombinierte Anwendung einer photodynamischen Therapie (PDT) mit Verteporfin und Aflibercept wurde nicht untersucht, daher liegt hierzu kein Sicherheitsprofil vor.

Schwangerschaft

Sollte nicht angewendet werden, es sei denn der erwartete Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für den Fetus. Bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren. Tierexperimentelle Studien haben eine Embryo- und Fetotoxizität gezeigt.

Gebärfähige Frauen müssen während der Behandlung und für mindestens 3 Monate nach der letzten intravitrealen Injektion eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Stillzeit

Als Vorsichtsmaßnahme wird das Stillen während der Anwendung nicht empfohlen. Sehr begrenzte Daten beim Menschen weisen darauf hin, dass Aflibercept in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen kann. Aflibercept ist ein großes Proteinmolekül, und es ist zu erwarten, dass die Menge an Arzneimittel, die vom Säugling aufgenommen wird, gering ist. Die Auswirkungen von Aflibercept auf gestillte Neugeborene/Kinder sind nicht bekannt.

Nebenwirkungen

Sehr häufig: verminderte Sehschärfe, Einblutung in die Retina, Bindehautblutung, Augenschmerzen.

Häufig: Einriss des retinalen Pigmentepithels (Zustände, von denen bekannt ist, dass sie mit einer feuchten AMD einhergehen. Nur in Studien zu feuchter AMD beobachtet), Abhebung des retinalen Pigmentepithels, Netzhautdegeneration, Glaskörperblutung, Katarakt, kortikale Katarakt, Kernkatarakt, subkapsuläre Katarakt, Hornhauterosion, Hornhautabrasion, Anstieg des Augeninnendrucks, verschwommenes Sehen, Glaskörpertrübungen, Glaskörperabhebung, Schmerzen an der Injektionsstelle, Fremdkörpergefühl im Auge, erhöhter Tränenfluss, Augenlidödem, Blutung an der Injektionsstelle, Keratitis punctata, Bindehauthyperämie, okulare Hyperämie.

Gelegentlich: Überempfindlichkeit (einschließlich Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria und in Einzelfällen schwere anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen); Endophthalmitis (kulturpositive und kulturnegative Endophthalmitis), Netzhautablösung, Netzhauteinriss, Iritis, Uveitis, Iridocyclitis, Linsentrübungen, Hornhautepitheldefekt, Reizung an der Injektionsstelle, abnorme Empfindung im Auge, Reizung des Augenlids, Schwebeteilchen in der Vorderkammer, Hornhautödem.

Selten: Erblindung, traumatische Katarakt, Vitritis, Hypopyon.

Nicht bekannt: Skleritis.

Lagerungshinweise

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren. Vor Licht zu schützen. Die ungeöffnete Blisterpackung darf außerhalb des Kühlschranks unter 30 °C für bis zu 3 Tagen aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen muss die weitere Handhabung unter aseptischen Bedingungen erfolgen.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
1 Fertigspritze N1 20516119
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
Bitte loggen Sie sich mit Ihrem DocCheck Zugang ein.