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Zusammensetzung
Sonstige Bestandteile: Natriumedetat (Ph. Eur.), Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat, Phosphorsäure-Lösung 1%, Wasser für Injektionszwecke
Anwendungsgebiete
Neurologie:
Hirnödem (nur bei computertomographisch nachgewiesener Hirndrucksymptomatik), ausgelöst durch Hirntumor, neurochirurgische Eingriffe, Hirnabszess, bakterielle Meningitis.
Notfallbehandlung:
- Posttraumatischer Schock/Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge.
- Anaphylaktischer Schock (nach primärer Epinephrin-Injektion).
Erkrankungen der Lunge und der Atemwege:
- Schwerer akuter Asthmaanfall.
- Induktion der Lungenreife bei drohender Frühgeburt zwischen der 24. und 34. SSW nach Ausschluss eines Amnioninfektionssyndroms.
- Interstitielle Aspirationspneumonie.
Dermatologie:
Parenterale Anfangsbehandlung ausgedehnter akuter schwerer Hautkrankheiten wie Erythrodermie, Pemphigus vulgaris, akute Ekzeme.
Autoimmunerkrankungen/Rheumatologie:
- Parenterale Anfangsbehandlung von Autoimmunerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes, insbesondere viszerale Formen.
- Aktive Phasen von Systemvaskulitiden wie Panarteriitis nodosa (bei gleichzeitig bestehender pos. Hepatitis‑B‑Serologie sollte die Behandlungsdauer auf zwei Wochen begrenzt werden).
- Aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform, z. B. schnell destruierend verlaufende Formen und/oder extraartikuläre Manifestationen.
- Juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still‑Syndrom) oder mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis.
- Rheumatisches Fieber mit Karditis.
Infiltrationstherapie:
- Tendovaginitis (strenge Indikationsstellung);
- nicht bakterielle Bursitis;
- Periarthropathien, Insertionstendopathien;
- Engpass-Syndrom bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen;
- Enthesitiden bei Spondyloarthritiden.
Indiziert ist eine Infiltrationstherapie nur, wenn eine umschriebene, nicht bakterielle, entzündliche Reaktion vorliegt.
Zur Infiltrationstherapie sollten bevorzugt wässrige Kortikoid-Lösungen (oder mikrokristalline Suspensionen) verwendet werden, um Kristallreaktionen und insbesondere Sehnenschäden und Sehnenruptur zu vermeiden.
Intraartikuläre Therapie (kleine Gelenke):
- nach Allgemeinbehandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen und persistierender Entzündung in einem oder wenigen Gelenken,
- Arthritis bei Pseudogicht/Chondrokalzinose;
- aktivierte Arthrose.
Zur intraartikulären Therapie großer Gelenke sollten Kristallsuspensionen eingesetzt werden. Hierbei können Suspensionen mit geringer Kristallgröße eine bessere lokale Verträglichkeit aufweisen. Arzneimittel mit langer Verweildauer im Gelenk sollten bevorzugt verwendet werden, da sie eine längere lokale Wirksamkeit und eine geringere systemische Wirkung besitzen.
Infektiologie:
Schwere Infektionskrankheiten mit toxischen Zuständen (z. B. Tuberkulose, Typhus; nur neben entsprechender antiinfektiöser Therapie).
Onkologie:
- Palliativtherapie maligner Tumoren.
- Prophylaxe und Therapie von postoperativem und/oder Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata.
Ophthalmologie:
Subkonjunktivale Anwendung bei nicht infektiöser Keratokonjunktivitis, Skleritis (mit Ausnahme der nekrotisierenden Skleritis), Uveitis anterior und intermedia.
Dosierung
Die Höhe der Dosierung ist abhängig von der Art und Schwere der Erkrankung und vom individuellen Ansprechen des Patienten auf die Therapie. Die i.v. Gabe erfolgt langsam über 2-3 Minuten. Die Tagesdosis sollte möglichst als Einzeldosis morgens (zwischen 6.00 und 8.00 Uhr) verabreicht werden (zirkadiane Therapie).
Bei Hypothyreose oder bei Leberzirrhose können vergleichsweise niedrige Dosierungen ausreichen bzw. kann eine Dosisreduktion erforderlich sein.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Bei der Induktion der Lungenreife ist die Anwendung bei nicht stabilisierter EPH-Gestose und beim Amnioninfektionssyndrom. Postpartal ist die Anwendung nicht indiziert.
- Die subkonjunktivale Anwendung bei virus-, bakterien- und mykosebedingten Augenerkrankungen sowie Verletzungen und ulzerösen Prozessen der Hornhaut.
Intraartikuläre/infiltrative Anwendung bei:
- Infektionen im Applikationsbereich,
- einem Psoriasisherd im Applikationsbereich,
- schwerem Allgemeininfekt sowie bei hämorrhagischer Diathese,
- nicht vaskularisierter Knochennekrose,
- Instabilität des zu behandelnden Gelenks.
Intramuskuläre Injektion bei:
- idiopathischer thrombozytopenischer Purpura.
Weitere Inhalte
Weitere Informationen zu Warnhinweisen, Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen, Beseitigung und Handhabung siehe Fachinformation.
Packungsangaben
| PZN | AVP (EB)/FB | AVP/UVP | ||
|---|---|---|---|---|
| 5 Amp. 1 ml | N2 | 00264288 |
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
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