Koselugo® 5 mg/-7,5 mg Granulat zur Entnahme aus einer Kapsel

Wirkstoff
Darreichungsform
Granulat zur Entnahme aus Kapseln
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Die Koselugo-Monotherapie ist bei Patienten im Alter von 1 Jahr bis unter 7 Jahren und bei älteren Patienten mit Schluckschwierigkeiten zur Behandlung von symptomatischen, inoperablen plexiformen Neurofibromen (PN) bei Neurofibromatose Typ 1 (NF1) indiziert.

Dosierung

Empfohlene Dosis entspricht 25 mg/m2 Körperoberfläche (body surface area, BSA), 2-mal täglich eingenommen (alle 12 Stunden). Die Dosierung wird bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten auf den einzelnen Patienten, basierend auf der BSA (mg/m2), individuell abgestimmt und auf die nächste erreichbare 2,5 mg-, 5 mg- oder 10 mg- Dosis (bis zu einer maximalen Einzeldosis von 50 mg) gerundet. Es können unterschiedliche Stärken des Koselugo-Granulats kombiniert werden, um die gewünschte Dosis zu erreichen. Eine Unterbrechung und/oder eine Dosisreduktion oder ein dauerhaftes Absetzen der Selumetinib-Therapie könnten je nach individueller Sicherheit und Verträglichkeit erforderlich sein.

Weitere Angaben zur Dosierung siehe Fachinformation

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Schwere Einschränkung der Leberfunktion.

Anwendungsbeschränkungen

Bei Patienten mit diagnostizierten retinalen Venenverschluss (retinal vein occlusion, RVO) sollte die Behandlung dauerhaft abgesetzt werden. Bei Anomalien der Laborwerte der Leber sollte eine Dosisunterbrechung oder -reduktion erfolgen oder die Behandlung sollte abgebrochen werden. Koselugo wird für Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen.

Warnhinweis

Ausführliche Informationen zur Reduktion der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF), zu okulärer Toxizität, Anomalien der Laborwerte der Leber und zu Haut- und subkutanen Erkrankungen siehe Fachinformation.

Hinweis

Reaktionsvermögen! Koselugo kann einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Während der Behandlung mit Selumetinib wurde über Fatigue, Asthenie und Sehstörungen berichtet. Patienten, bei denen diese Symptome auftreten, sollten beim Führen von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.

Wechselwirkungen

Wirkstoffe, die die Selumetinib-Plasmakonzentrationen erhöhen könnten: starke/moderate CYP3A4-Inhibitoren (z.B. Itraconazol, Clarithromycin, Grapefruitsaft, orales Ketoconazol, Erythromycin, Fluconazol), starke/moderate CYP2C19-Inhibitoren (z.B. Fluconazol, Fluoxetin, Ticlopidin, Omeprazol). Gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden. Ist die zeitgleiche Anwendung unvermeidbar, sollten Patienten sorgfältig überwacht und sollte Selumetinib-Dosis reduziert werden. Wirkstoffe, die die Selumetinib-Plasmakonzentrationen senken können: starke CYP3A4-Induktoren (wie Phenytoin, Rifampicin, Carbamazepin oder Johanniskraut) oder moderate CYP3A4-Induktoren sollten vermieden werden. Wirkstoffe, deren Plasmakonzentrationen durch Selumetinib verändert werden können: OAT3-Substrate (z.B. Methotrexat, Furosemid). Hormonelle Kontrazeptiva: zusätzliche Barrieremethode verwenden (WW nicht untersucht). Weitere Informationen siehe Fachinformation.

Schwangerschaft

Koselugo wird während der Schwangerschaft und bei nicht verhütenden Frauen im gebärfähigen Alter nicht empfohlen. Frauen im gebärfähigen Alter muss geraten werden, während der Therapie nicht schwanger zu werden. Vor Behandlungsbeginn Schwangerschaftstest empfohlen. Männliche und weibliche Patienten (mit Fortpflanzungspotenzial) hinweisen, während und noch mindestens 1 Woche nach letzter Einnahme wirksame Verhütungsmethode anzuwenden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Selumetinib die Wirksamkeit von oralen Kontrazeptiva reduzieren kann. Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva anwenden, zusätzliche Barrieremethode empfehlen.

Stillzeit

Während der Behandlung sollte abgestillt werden. Es ist nicht bekannt, ob Selumetinib oder seine Metaboliten in die menschliche Muttermilch übertreten. Ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden.

Nebenwirkungen

Pädiatrische Patienten (alle CTCAE-Grade):

Sehr häufig: Erbrechen, Diarrhö, Übelkeit, Stomatitis; Hautausschläge (akneähnlich), Paronychie, trockene Haut, Hautausschläge (nicht-akneähnlich), Haarveränderungen; Fieber, Asthenie-bedingte Ereignisse, peripheres Ödem; CPK im Blut erhöht, AST erhöht, Hämoglobin erniedrigt, Albumin im Blut erniedrigt, ALT erhöht, Auswurffraktion verkleinert, erhöhter Kreatininwert im Blut, erhöhter Blutdruck. Häufig: Verschwommenes Sehen; Dyspnoe; Mundtrockenheit; Gesichtsödem.

Erwachsene Patienten (alle CTCAE-Grade):

Sehr häufig: Erbrechen, Diarrhö, Übelkeit, Stomatitis, Obstipation; Hautausschläge (akneähnlich), Paronychie, trockene Haut, Hautausschläge (nicht-akneähnlich), Haarveränderungen; Asthenie-bedingte Ereignisse, peripheres Ödem; CPK im Blut erhöht, AST erhöht, Hämoglobin erniedrigt, ALT erhöht. Häufig: Verschwommenes Sehen; Dyspnoe; Mundtrockenheit; Fieber, Gesichtsödem; Albumin im Blut erniedrigt, Auswurffraktion verkleinert, erhöhter Kreatininwert im Blut, erhöhter Blutdruck. Gelegentlich: Retinale Pigmentepithelablösung (RPED) / Zentrale seröse Retinopathie (CSR), retinaler Venenverschluss (RVO).

Weitere Informationen und Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen siehe Fachinformation.

Intoxikation

Es gibt keine spezifische Behandlung bei einer Überdosierung. Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Nebenwirkungen überwacht und bei Bedarf unterstützend behandelt und angemessen überwacht werden. Bei Überdosis ist eine Dialyse nicht wirksam.

Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern. In Originalflasche aufbewahren, um Inhalt vor Feuchtigkeit und Licht zu schützen. Flasche fest verschlossen halten.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
60 Kps. 5 mg N2 19910992
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60 Kps. 7,5 mg N2 19911000