INFECTOCILLIN® 300/-400/-500 Saft

Darreichungsform
Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
Rote Liste Eintrag

Basisinformationen

ATC

Abgabebestimmungen

verschreibungspflichtig

Produkttyp

Arzneimittel

Produkteigenschaft

Chemisch

Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung folgender leichter bis mittelschwerer Infektionen, die durch Phenoxymethylpenicillin-sensible Erreger bedingt und einer oralen Penicillin-Therapie zugänglich sind:

  • Tonsillitis,
  • Pharyngitis,
  • Scharlach,
  • Erysipel,
  • Infektionen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich, einschl. dentogener Sinusitis,
  • Endokarditisprophylaxe bei Eingriffen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich oder am oberen Respirationstrakt,
  • Rezidivprophylaxe bei rheumatischem Fieber.
Bei folgenden Infektionen nur bei nachgewiesener Empfindlichkeit des verursachenden Erregers einsetzen:
  • Akute bakterielle Otitis media,
  • akute bakterielle Sinusitis,
  • akute Exacerbation einer chronischen Bronchitis,
  • ambulant erworbene Pneumonie,
  • Pyodermien.

Dosierung

-300 Saft:

  • Neugeborene 3-5 kg: 3-mal tgl. 1,25 ml (¼ Messlöffel),
  • Säuglinge 5-10 kg: 3-mal tgl. 2,5 ml (½ Messlöffel),
  • Kleinkinder 10-15 kg: 3-mal tgl. 3,75 ml (½ und ¼ Messlöffel),
  • Kinder 15-22 kg 3-mal tgl. 5 ml (1 Messlöffel),
  • Kinder 22-30 kg 3-mal tgl. 7,5 ml (1½ Messlöffel).
-400 Saft:
  • Säuglinge 5-10 kg: 3-mal tgl. 1,25 ml (¼ Messlöffel),
  • Kleinkinder 10-15 kg: 3-mal tgl. 2,5 ml (½ Messlöffel),
  • Kinder 15-22 kg: 3-mal tgl. 3,75 ml (½ und ¼ Messlöffel),
  • Kinder 22-30 kg: 3-mal tgl. 5 ml (1 Messlöffel),
  • Kinder >30 kg: 3-mal tgl. 5-10 ml (1-2 Messlöffel).
-500 Saft:
  • Säuglinge bis 10 kg: 3-mal tgl. 1,25 ml (¼ Messlöffel),
  • Kleinkinder 10-20 kg: 3-mal tgl. 2,5 ml (½ Messlöffel),
  • Kinder 20-30 kg: 3-mal tgl. 5 ml (1 Messlöffel),
  • Kinder >30 kg tgl. 5-10 ml (1-2 Messlöffel).
Für Jugendliche >14 Jahre und Erwachsene stehen höher dosierte Darreichungsformen (z. B. Tabletten) zur Verfügung. Anwendung: TD verteilt in 3-4 ED möglichst im Abstand von 6-8 Stunden, bei Tonsillitis und Pharyngitis Verabreichung der TD in nur 2 ED im Abstand von 12 Stunden möglich. Einnahme jeweils etwa 1 Stunde vor oder während den Mahlzeiten.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile (Gefahr eines anaphylaktischen Schocks). Eine mögliche Kreuzallergie mit anderen β-Laktam-Antibiotika kann bestehen.

Anwendungsbeschränkungen

Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft (z. B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale).
Z 25 Kohlenhydrate (Fructose, Galactose, Glucose, Honig, Invertzucker, Sucrose (Saccharose)) e
e Sucrose (Saccharose): Orale Anwendung: Hereditäre Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption, Sucrase-Isomaltase-Mangel

Warnhinweis

Benzylalkohol: kann allergische Reaktionen hervorrufen; wurde mit dem Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen ("Gasping- Syndrom") bei Neugeborenen und Kleinkindern in Verbindung gebracht. Große Mengen Benzylalkohol sollten wegen des Risikos der Akkumulation und Toxizität (metabolische Azidose) nur mit Vorsicht und wenn absolut nötig angewendet werden, insbes. bei Personen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion und in der Schwangerschaft und Stillzeit. Natriumbenzoat: kann Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen) bei Neugeborenen (im Alter bis zu 4 Wochen) verstärken. Ausführliche Informationen zu anaphylaktischen Reaktionen, pseudomembranösen Enterokolitis, Einfluss auf Laboruntersuchungen, siehe Fachinformation.
Z 2 Aspartam, Phenylalanin a, c
a Orale Anwendung: Enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie.
c Orale Anwendung: Zur Beurteilung der Anwendung von Aspartam bei Säuglingen unter 12 Wochen, liegen weder präklinische noch klinische Daten vor.
Z 23 Kaliumverbindungen a
a Parenterale und orale Anwendung ≥1 mmol/Dosis: Der Kaliumgehalt ist zu berücksichtigen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sowie Personen unter Kalium kontrollierter Diät.
Z 25 Kohlenhydrate (Fructose, Galactose, Glucose, Honig, Invertzucker, Sucrose (Saccharose)) a, b
a Fructose, Glucose, Invertzucker, Honig, Sucrose (Saccharose): Flüssige Zubereitungen zur Einnahme, Lutsch- und Kautabletten (Anwendung ≥2 Wochen): Kann schädlich für die Zähne sein (Karies).
b Dosen ≥ 5 g/Tag: Der Kohlenhydratgehalt ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.

Hinweis

Z 35 Natriumverbindungen
Parenterale und orale Anwendung <1 mmol/Dosis: Enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro [Dosiereinheit], d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Wechselwirkungen

Bakteriostatisch wirkende Chemotherapeutika/Antibiotika (z. B.Tetracycline, Erythromycin, Sulfonamide oder Chloramphenicol): antagonistischer Effekt möglich. Probenecid, Indometacin, Phenylbutazon, Salicylate, Sulfinpyrazon: erhöhte und verlängerte Penicillin-Serumspiegel. Darmsterilisation mit nicht resorbierbaren Aminoglykosiden (z. B. Neomycin): reduzierte Resorption möglich. Methotrexat: Phenoxymethylpenicllin kann die Ausscheidung von MTX vermindern, was zu höhren MTX-Plasmaspiegeln und zu einer erhöhten MTX-Toxizität führen kann.

Schwangerschaft

Anwendung möglich.

Stillzeit

Anwendung möglich. Phenoxymethylpenicillin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Säugling: Sensibilisierung bzw. Beeinflussung der physiologischen Darmflora mit Auftreten von Durchfall oder Sprosspilz-Besiedlung beachten.

Nebenwirkungen

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Magendrücken, Bauchschmerzen, Flatulenz, weiche Stühle, Durchfall; Exantheme, Erytheme, Urtikaria, Juckreiz, Schleimhautentzündungen (besonders Glossitis, Stomatitis). Selten: Reversible Zahnverfärbung, schwarze Haarzunge. Sehr selten: Tachykardie; Granulozytopenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Panzytopenie, hämolytische Anämie, Eosinophilie; Geschmacksstörungen, aseptische Meningitis; Larynxödem, Luftnot; pseudomembranöse Enterokolitis, trockener Mund; interstitielle Nephritis; allergisches angioneurotisches Ödem; Arthralgie; Arzneimittelfieber; Bronchospasmus, Serumkrankheit, allergische Vaskulitis, Blutdruckabfall, anaphylaktischer Schock, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom. Häufigkeit nicht bekannt: Superinfektion mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen.
Z 6 Benzylalkohol (Parenteralia)
Überempfindlichkeitsreaktionen (selten)

Lagerungshinweise

Zubereitete Lösung im Kühlschrank (2-8 °C) aufbewahren.

Packungsangaben

PZN AVP (EB)/FB AVP/UVP
27 g Plv. z. Herst. von 100 ml Lsg. 300 N1 01658374
Preisangaben sind nur für Fachkreise verfügbar.
Bitte loggen Sie sich mit Ihrem DocCheck Zugang ein.
36 g Plv. z. Herst. von 100 ml Lsg. 400 N1 01831708
2×36 g Plv. z. Herst. von 2×100 ml Lsg. 400 N3 03124978
33,75 g Plv. z. Herst. von 75 ml Lsg. 500 N1 06649606
2×33,75 g Plv. z. Herst. von 2×75 ml Lsg. 500 N2 06649612
45 g Plv. z. Herst. von 100 ml Lsg. 500 N1 04257799
2×45 g Plv. z. Herst. von 2×100 ml Lsg. 500 N3 04257888